Thumersbach ist ein Dorf am Ostufer des Zeller Sees und seit der Eingemeindung mit 1. Jänner 1939 Stadtteil von Zell am See. Thumersbach hat Einwohner (Stand ).
Wie auch Zell am See wurde Thumersbach schon in den Frühzeiten des Fremdenverkehrs gerne als Sommerfrische gewählt.Ewald Hiebl: Ein gar prächtiges Landschaftsbild mit allem Komfort – die Gründerzeit der Hotels am Zeller See. In: Martin Knoll, Peter F. Kramml, Johannes Lang, Alfred Stefan Weiß ( Hrsg.): Reise in den Pinzgau. Eine Kulturgeschichte zwischen Saumhandel und Urlaubsdestination (= Salzburger Studien. Forschungen zu Geschichte, Kunst und Kultur, Band 23). Verein „Freunde der Salzburger Geschichte“, Salzburg 2024, ISBN 978-3-902582-14-0, S. 433–455, hier S. 441–442. Auch heute ist Thumersbach bei Einheimischen und Touristen ein begehrter und nobler Wohn- und Urlaubsort.
Geografie Die Ortschaft Thumersbach besteht heute aus dem geschlossenen Siedlungsraum auf dem vom gleichnamigen Bach über die Jahrhunderte aufgeschütteten Schwemmkegel am Ostufer des Zeller Sees, an den sowohl nach Ostern entlang des Bachs als auch nach Süden entlang des Seeufers die Besiedlung anschließt, und den Streusiedlungen an den Hängen, welche Gunstlagen darstellen, in denen sich eine Vielzahl von sehr alten Bergbauernhöfen befindet, von denen auch heute noch die meisten bewirtschaftet werden.
Die Hausberge sind der hohe Hundstein, der sich ganz im Osten, und die hohe Schwalbenwand, die sich im Norden des Katastragemeindegebiets befindet.
Der Ort ist ausschließlich über die Thumersbacher Landesstraße L247 erreichbar, die im Süden in Bruck an der Großglocknerstraße von der B311 abzweigt und nördlich des Zeller Sees wieder in die B311 einmündet.
Nachbarortschaften
Geschichte Thumersbach wurde 1140 erstmals urkundlich erwähnt. Vom 15. Jahrhundert bis 1863 wurde Kupferbergbau betrieben.Dehio-Handbuch Salzburg, Anton Schroll und Co, Wien 1986, S. 448.
Thumersbach wurde mit 1. Jänner 1939 nach Zell am See eingemeindet.Sonja Pallauf: Gemeindefusionen im Land Salzburg - historisch betrachet. Ein Überblick. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Band 153, 2013, S. 139–159.
Wirtschaft und Infrastruktur Im Stadtteil Thumersbach befindet sich mit dem Allgemeinen öffentlichen Krankenhaus Tauernklinikum Zell am SeeWebpräsenz des Krankenhauses einer der größten Arbeitgeber im Bezirk Zell am See. Das Klinikum gehört zur Gesundheit Innergebirg GmbH, die wiederum der Stadtgemeinde Zell am See gehört.
Durch die gute Lage am Zeller See und der Nähe zum Skigebiet Schmittenhöhe gibt es zahlreiche Restaurants und Berggasthöfe sowie Pensionen, Appartements und Hotelbetriebe.
Zudem verfügt der Ort über einen belebten Dorfplatz mit Nahversorger, einem Kaffeehaus, einer Bankstelle der Raiffeisenbank, weiteren Dienstleistungsbetrieben und einem Kulturzentrum im ältesten Gebäude Thumersbachs, dem im Kern mittelalterlichen denkmalgeschützten Lohninghof ().
Verkehr Der Ort ist ausschließlich über die Thumersbacher Landesstraße L247 erreichbar, die in Nord-Süd-Richtung entlang des Ostufers des Zeller Sees verläuft.
Öffentliche Verkehrsmittel Es gibt eine gute Busanbindung durch den Stadtbus Zell am See-Thumersbach Linie 70, der im 30-Minuten-Takt verkehrt. Über den Seeweg ist Thumersbach über die Seeschifffahrt während der Öffnungszeiten (Mai bis September) mit den vier Anlegestellen Sonnhof, Bellevue, Kurpark und Seecamp angebunden.https://www.schmitten.at/betriebszeiten/schiff
Bildungseinrichtungen Kindergarten Thumersbach Volksschule Thumersbach
Weitere öffentliche Einrichtungen Wirtschaftshof Thumersbach Freiwillige Feuerwehr-Löschzug Thumersbach Strandbad Beach Club Thumersbach Kurpark (Naherholungsraum am See) Eisschützenbahn Tennisplätze
Sehenswürdigkeiten Parkanlage Kurpark Thumersbach mit Büste von Fremdenverkehrspionier Rudolf Riemannhttps://wiki.sn.at/wiki/Rudolf_Riemann SkulpturPark Thumersbach (Zeitgenössische Kunst aus Holz, Stein und Metall)
Kirchen und Kapellen Filialkirche St. Sigismund () Hubertuskapelle Herz-Jesu-Kapelle beim Mitterberghof
Bauwerke Lohninghof: urkundlich erstmals um 1100 erwähnter, im Kern mittelalterlicher dreigeschoßiger Bau mit SatteldachDehio-Handbuch Salzburg, S. 449. Hotel Bellevue: leicht erhöht am Seeufer gelegener dreigeschoßiger breitgelagerter Bau, im Kern 19. Jahrhundert, Umbau 1910, Giebel und verzierte Holzbalkone in der Art der Ischler VillenDehio-Handbuch Salzburg, S. 449; Hiebl, S. 441.
Museum/Ausstellung Kulturzentrum Lohninghof mit Dauerausstellung „Traum & Wirklichkeit“ des österreichischen Malers und Schriftstellers Alfred Kubin
Denkmäler Kriegerdenkmal
Literatur Alois Dürlinger sen.: Thumersbacher Chronik. Thumersbach 2004.
Weblinks
https://www.thumersbach.at/historisches/der-ort-und-sein-ursprung Geschichtliches auf der Homepage der Bürgerinitiative Pro Thumersbach
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Bezirk Zell am See Kategorie:Geographie (Zell am See) Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Zell am See Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Land Salzburg