Laviana (asturisch Llaviana) ist eine Gemeinde in der autonomen Region Asturien, im Norden Spaniens.
Lage Die Gemeinde ist begrenzt von Nava und Bimenes im Norden, im Westen von San Martín del Rey Aurelio, Boal und Mieres, im Osten von Piloña und Sobrescobio im Süden von Aller.
Geschichte Das Wappen links oben: Wappen der Familie León > León links Mitte: Wappen der Familie León > Frankreich links unten: Wappen der Familie Quirós rechts oben: Wappen der Familie León > Deutsches Reich (Österreich) rechts Mitte: Wappen der Familie León > Kastilien rechts unten: Wappen der Familie Alvarez de las Asturias Mitte: das Siegeskreuz
Bis zum Mittelalter
Wie beinahe überall in Asturien bestätigen Funde aus der Bronzezeit die frühe Besiedelung der Region. Mehrere Wallburgen aus der Eisenzeit (Castro de El Cercu, El Prau in Castiello und La Corona in Boroñes) sind noch heute zu besichtigen.Auch die Römer hatten hier eine bedeutende Straße gebaut, die entlang des Flusses Rio Navia verlief. Noch immer bestehen Brücken, die bis heute benutzt werden.
Bis heute Der Name „Flaviana“ tauchte das erste Mal 1115 in Unterlagen des Klosters „San Vicente de Oviedo“ auf wo eine Gebietsabgrenzung niedergelegt wurde. Im 18. Jahrhundert machte die Region während der spanischen Unabhängigkeitskrieges und der Carlistenaufstände wieder von sich reden.
Geographie Grund und Boden Der überwiegend aus Kalk-, Schiefer und Sandstein bestehende Untergrund mit den Peña Mea (1.560 m), la Triguera (1.291 m), la Xamoca (1.288 m) und dem Tres Concejos (1.097 m) als größte Erhebungen sind typisch für diese Region.
Gewässer Die Gemeinde wird vom Río Navia durchquert.Die Flüsse Rio Xerra, Rio la Pontona, Rio Tisaña, Rio Soto, El Raigusu, Rio Villoría und Rimontán tragen zu der beeindruckenden Landschaftsformation bei.
Klima Wie in weiten Teilen Asturiens herrscht durch die Nähe zum Golfstrom hier ein beinahe mediterranes Klima mit warmen, trockenen Sommern aber kalten Wintern vor, im Herbst kommt es mitunter zu relativ starken Stürmen.
Politik Die 17 Sitze des Gemeinderates werden alle 4 Jahre gewählt und sind wie folgt vergeben:
Sitzverteilung im Gemeinderat von Laviana Partei 1979 1983 1987 1991 1995 1999 2003 2007 2011 2015 PSOE 8 10 7 7 7 8 8 8 8 8 AP / PP 3 1 2 4 4 4 5 3 2 PCE / IU / IU-BA / IU-Los Verdes 5 4 5 6 6 3 4 3 3 4 FAC 3 1 PAS / URAS-PAS 1 1 URAS / URAS-PAS 1 1 UCD / CDS 4 1 1 GIL 3 1 SLL 2 Total 17 17 17 17 17 17 17 17 17 17
Wirtschaft Wie in weiten Teilen Asturiens ist die Landwirtschaft hier ein schwindender Erwerbszweig. Die Forstwirtschaft hat hier derzeit noch den größten Anteil.Durch die Lage am Rio Navia ist die Tourismusindustrie speziell für Naturliebhaber, Kanuten und Angler sehr stark im Wachstum begriffen. Handel und Produktion findet nur in mittelständischen Betrieben statt. +Beschäftigungszahlen der Gemeinde Laviana in den WirtschaftszweigenBeschäftigteAnteil in ProzentTOTAL2.280100Ackerbau, Viehzucht und Fischerei964,21Industrie28712,59Bauwirtschaft27512,06Dienstleistungsbetriebe1.62271,14* Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Asturien, Stand 2009 (PDF; 108 kB), SADEI
Bevölkerungsentwicklung Quelle: Grafische Aufarbeitung für Wikipedia
Sehenswürdigkeiten Kirche San Nicolás, Grundsteinlegung im 12. Jahrhundert Kirche Nuestra Señora del Otero La Casona de los Menéndez, Stadtpalast
Feste und Feiern In der Gemeinde finden jeden Monat mehrere Veranstaltungen statt, der aktuelle Veranstaltungskalender befindet sich auf der Website der Stadt unter dem Reiter Agenda.
Parroquias Die Gemeinde ist in neun Parroquias unterteilt. Barredos Carrió El Condado (El Condao) Entralgo (Entrialgo) Lorio (Llorío) Pola de Laviana (La Pola de Llaviana) Tiraña Tolivia Villoria
Söhne und Töchter Bernardo Valdés-Hevia y Argüelles (1777–): Politiker, Offizier Ramón Álvarez Junco (1809–1858), Missionar auf den Philippinen Zeferino González y Díaz Tuñón (1831–1894), Kardinal und Philosoph Mariano Menéndez Valdés (1840–1897), Politiker, Schriftsteller Gouverneur Francisco Javier Valdés y Noriega (1851–1913), katholischer Geistlicher, Bischof von Puerto Rico, Jaca und zuletzt Salamanca, Dichter und Philosoph Norberto del Prado (1852–1918), Autor und Theologe Armando Palacio Valdés (1853–1938), Schriftsteller Eladio García Jove (1859–1925), Mediziner und Autor Emilio Martínez Suárez (1878–1959), Autor und Chronist von La Pola Emilio Díaz (1894–1970), Poet Eladio Begega (1928–), Fotograf und Maler Roberto Canella Suárez (1988–), Fußballspieler, z. Zt. Sporting Gijón Los Berrones, Musik-Gruppe der Stilrichtung agro-rock bzw. agro-pop Valentín Marcos, spanischer Karateka (Mitglied des Nationalkaders)
Quellen
Bevölkerungszahlen siehe Koordinaten und Höhenangaben siehe Google Earth
Weblinks
Seiten der asturischen kommunalen Vereinigung