Bismarck ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates North Dakota und des Burleigh County. Die Stadt am Missouri River ist die zweitgrößte des Bundesstaates. Sie ist Sitz eines katholischen Bistums und gilt als wichtiges Handelszentrum für Weizen und Vieh.
Geschichte Bevor europäische Siedler das Gebiet um das heutige Bismarck erreichten, lebten hier Ureinwohner des Stammes Mandan. Die Stadt wurde im Jahre 1872 als Edwinton gegründet. Der Name Edwinton geht auf Edwin Ferry Johnson (1803–1872) zurück, einen Oberingenieur der Eisenbahngesellschaft Northern Pacific Railway. thumb|Das ehemalige Depot der Northern Pacific Railway aus dem Jahr 1901 in der Innenstadt Bismarcks. Der heutige Name Bismarck, der 1873 von der Northern Pacific Railway eingeführt wurde, leitet sich vom damaligen deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck ab. Man wollte damit den deutschen Kanzler ehren und hoffte, deutsche Einwanderer in die Stadt zu locken. Zu einer Einwanderungswelle kam es jedoch erst, als in der Nähe (Black Hills) 1874 Gold gefunden wurde. 1883 wurde Bismarck Hauptstadt des Dakota-Territoriums. 1889 wurde sie schließlich die Hauptstadt des Bundesstaates North Dakota.
Einwohnerentwicklung
JahrEinwohner1980 - 2020: Volkszählungsergebnisse des United States Census Bureau.198044.485199049.272200055.532201061.272202073.622
Bevölkerung 2020 lebten in der Stadt 73.622 Menschen in 32.044 Haushalten. Die Bevölkerung der Stadt bestand zu 90 % aus Weißen, zu 2,5 % aus Afroamerikanern, zu 4,3 % aus amerikanischen Ureinwohnern, zu 0,9 % aus Asiaten, zu 0,1 % aus hawaiischen Ureinwohnern und zu 2,5 % aus Hispanoamerikanern oder Latinos. 1,8 % der Bevölkerung sind zwei oder mehr Ethnien angehörig. Es gab 32.044 Haushalte, die durchschnittliche Haushaltsgröße betrug 2,2. 6,7 % der Einwohner waren jünger als fünf Jahre; 21,8 % der Einwohner waren zwischen sechs und 18 Jahren alt; 17 % der Einwohner waren über 65 Jahre alt. Die Geschlechterzusammensetzung der Stadt betrug 49,6 % Männer und 50,4 % Frauen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Stadtbild Der Gebäudekomplex North Dakota State Capitol befindet sich nördlich der Innenstadt Bismarcks. Sein zentrales Element ist das 19-stöckige State Capitol im Stil des Art déco, das mit seiner Höhe von 74 Metern das höchste Gebäude North Dakotas ist. Das State Capitol bestimmt das Bild des Stadtzentrums und kann bei gutem Wetter leicht aus einer Entfernung von 30 km gesehen werden. Daher erlangte dieses Hochhaus den Spitznamen Skyscraper on the Prairie. Das Gebäude wurde im Jahr 1934, zur Zeit der Großen Depression, fertiggestellt und ersetzte das erste State Capitol, das 1930 bis auf die Grundmauern niedergebrannt war. Auf dem Gelände des North Dakota State Capitol befinden sich außerdem das North Dakota Heritage Center, die North Dakota State Library, der Wohnsitz des Gouverneurs von North Dakota, das State Office Building und das Liberty Memorial Building.
National Park Service mini|Die Former North Dakota Executive Mansion ist einer von 23 Einträgen Bismarcks im NRHP. Der National Park Service weist für Bismarck 23 Bauwerke und Stätten aus, die im National Register of Historic Places (NRHP) eingetragen sind (Stand 9. November 2018).Suchmaske Datenbank im National Register Information System. National Park Service, abgerufen am 9. November 2018.
Verkehr Der Bismarck Municipal Airport befindet sich 5 km südöstlich der Stadt.
Dokumentarfilme Im Jahr 1971 entstand im Auftrag des Bayerischen Rundfunks der Dokumentarfilm Bismarck (USA) von Mariela Sartorius und Henric L. Wuermeling.https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/ausstrahlung-3884046.html
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Stadt: Merrill Pye (1902–1975), Szenenbildner Jack Patera (1933–2018), American-Football-Spieler und -Trainer William A. Owens (* 1940), Admiral der US Navy, militärischer Berater und Wirtschaftsmanager Ed Schafer (* 1946), Politiker Kent Conrad (* 1948), Politiker Becky Fischer (* 1951), Pastorin der Pfingstbewegung John Hoeven (* 1957), Politiker Cindy Duehring (1962–1999), Aktivistin Drew Wrigley (* 1965), Politiker Woody McBride (* 1967), Musiker, Produzent und DJ Paula Broadwell (* 1972), Journalistin und Anti-Terrorismus-Expertin Leslie Bibb (* 1974), Schauspielerin Mike Peluso (* 1974), Eishockeyspieler Michael Eckroth (* 1975), Jazzmusiker Scott Fankhouser (* 1975), Eishockeytorwart und Assistenztrainer Cara Mund (* 1993), Miss America und Politikerin
Namensvarianten Die Stadt besitzt einige Bezeichnungsvarianten: BismarkU.S. Geological Survey. Geographic Names Phase I data compilation (1976-1981). 31-Dec-1981. Primarily from U.S. Geological Survey 1:24,000-scale topographic maps (or 1:25K, Puerto Rico 1:20K) and from U.S. Board on Geographic Names files. In some instances, from 1:62,500 scale or 1:250,000 scale maps EdwintonWilliam, Mary Ann (Barnes). Origins of North Dakota Place Names. Washburn, N.D.: Bismarck Tribune, 1966. p.48 The Crossing
Klimatabelle
Das Klima Bismarcks ist kontinental mit warmen Sommern und eisig kalten Wintern.
Weblinks
Offizielle Website der Stadt Website des Bismarck Municipal Airport Bismarck (USA) bei alpha-retro J. Michael McCormack: Bismarck, North Dakota. Eintrag bei Encyclopedia of the Great Plains.
Einzelnachweise
Kategorie:Hauptstadt in den Vereinigten Staaten Kategorie:County Seat in North Dakota Kategorie:Otto von Bismarck als Namensgeber Kategorie:Ort am Missouri Kategorie:Gemeindegründung 1872