Goldbach ist ein Ortsteil der Landgemeinde Nessetal im thüringischen Landkreis Gotha.
Lage Goldbach liegt nordwestlich von Gotha in Richtung Bad Langensalza an der Landesstraße 1030 unweit der Bundesstraßen 7 und 247 im Ackerbaugebiet um Gotha.
mini|links|Dorfkirche St. Peter
Geschichte Das Dorf Goldbach wurde zwischen 780 und 802 erstmals urkundlich genannt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 92. Der Ritter Hellwig von Goldbach gehörte ab 1247 dem Gefolge der Landgräfin Beatrix, Gemahlin Heinrichs Raspes, an. Er wurde dann als Marschall erwähnt.Wilfried Warsitzka: Die Thüringer Landgrafen. Verlag Bussert & Stadeler, 2005, ISBN 3-932906-22-5, S. 202–205. Der Ort im Amt Gotha gehörte ab 1640 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, ab 1672 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und ab 1826 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Seit 1920 lag er im Land Thüringen.
Die Bauern des Dorfes mussten zu Zeiten der DDR ihre Betriebe kollektivieren lassen.
Goldbach hatte eine reiche Adjuvanten-Tradition. Das Adjuvantenarchiv bewahrte unter anderem einen kompletten Jahrgang mit Kantaten von Georg Philipp Telemann aus dem Besitz des Kantors Johann Georg Metz in Tambach, der 1746/47 von der Kirchgemeinde Goldbach angekauft worden war. Seit 2012 wird der Notenbestand des Adjuvantenarchivs Goldbach vom Hochschularchiv der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar verwahrt und erschlossen., abgerufen am 26. Juni 2017
Am 1. Januar 2019 wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Goldbach, Ballstädt, Bufleben, Friedrichswerth, Brüheim, Haina, Hochheim, Remstädt, Wangenheim, Warza und Westhausen zur Landgemeinde Nessetal zusammengeschlossen. Goldbach war Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Nessetal.Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14/2018, aufgerufen am 20. März 2019
Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994 – 1335 1995 – 1490 1996 – 1611 1997 – 1730 1998 – 1870 1999 – 1936 2000 – 1951 2001 – 1918 2002 – 1892 2003 – 1869 2004 – 1809 2005 – 1800 2006 – 1780 2007 – 1746 2008 – 1738 2009 – 1720 2010 – 1694 2011 – 1687 2012 – 1672 2013 – 1679 2014 – 1660 2015 – 1665 2016 – 1672 2017 – 1642 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Sehenswürdigkeiten Die spätgotische evangelisch-lutherische Kirche St. Peter stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und steht unter Denkmalschutz. Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Nessetal
Persönlichkeiten Cyriakus Günther (1650–1704), Kirchenlieddichter Carl Kehr (1830–1885), Volksschulpädagoge und pädagogischer Schriftsteller Emil Lerp (1886–1966), Unternehmer und Erfinder
Einzelnachweise
Weblinks
Das Wappen goldbachs (engl.)
Kategorie:Geographie (Nessetal) Kategorie:Ort im Landkreis Gotha Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Gotha) Kategorie:Gemeindeauflösung 2019