Der Friedrich-Nietzsche-Preis wurde zwischen 1996 und 2012 durch das Land Sachsen-Anhalt zu Ehren des Philosophen und Dichters Friedrich Nietzsche für ein deutschsprachiges essayistisches oder wissenschaftliches Werk zu philosophischen Gegenständen und Fragen verliehen und wird seit 2015 als Internationaler Friedrich-Nietzsche-Preis fortgeführt. Bis 2006 wurde er alle zwei Jahre vergeben, seitdem wurde er alle drei Jahre im Wechsel mit dem Wilhelm-Müller-Preis und dem Georg-Kaiser-Förderpreis vergeben. Der Preis ist mit 15,000 Euro dotiert. Er wird auf der Grundlage von Vorschlägen einer Jury verliehen. Seit 2015 ist der Preis in der Trägerschaft der Nietzsche-Gesellschaft, der Stadt Naumburg (Saale), der 2009 gegründeten Elisabeth Jenny-Stiftung in Riehen und der Bürgergemeinde Basel.

Noch vor dem Hegel-Preis (Preissumme 12,000 Euro), dem Ernst-Bloch-Preis (Preissumme 10,000 Euro) und dem Karl-Jaspers-Preis (Preissumme 5,000 Euro) ist der Friedrich-Nietzsche-Preis die höchstdotierte Auszeichnung in Deutschland, die ausschließlich für philosophisch-essayistische Werke verliehen wird. Der Theodor-W.-Adorno-Preis (Preissumme 50,000 Euro) wird demgegenüber neben der Philosophie auch für Leistungen im Bereich von Musik, Theater und Film vergeben.

2014 hat das Kultusministerium von Sachsen-Anhalt beschlossen, den Friedrich-Nietzsche-Preis, den Wilhelm-Müller-Preis und den Georg-Kaiser-Förderpreis zugunsten eines jährlich zu vergebenden Klopstock-Preises für neue Literatur einzustellen. Der Friedrich-Nietzsche-Preis wird seither von der Stadt Naumburg, der Bürgergemeinde Basel, der Elisabeth Jenny Stiftung und der Friedrich-Nietzsche-Stiftung weitergeführt. Seit 2015 wird der Preis alternierend in Basel und in Naumburg vergeben. Der Preisträger des neuen Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preises wird von einer siebenköpfigen Jury bestimmt.

Preisträger 1996 Wolfgang Müller-Lauter, Berlin 1998 Curt Paul Janz, Basel 2000 Rüdiger Safranski, Berlin 2002 Marie-Luise Haase, Berlin und Michael Kohlenbach, Basel 2004 Durs Grünbein, Berlin 2006 Silvio Vietta, Hildesheim 2009 Ludger Lütkehaus, Freiburg 2012 Andreas Urs Sommer, Heidelberg 2015 Martin Walser, Überlingen 2017 Wolfram Groddeck, Zürich 2019 Ágnes Heller, New York/Budapest (postum) 2022 Bettina Stangneth, Hamburg 2024 Renate Reschke, Berlin

Weblinks Nietzsche-Preisträger und Jury Nietzsche-Preis bei den Kulturpreisen (Stand 2012)

Einzelnachweise

Kategorie:Literaturpreis (Sachsen-Anhalt) Kategorie:Wissenschaftspreis (Deutschland) Kategorie:Friedrich Nietzsche als Namensgeber Kategorie:Erstverleihung 1996 Kategorie:Philosophiepreis