Die Braunbauchamazilie (Saucerottia castaneiventris, Syn.: Amazilia castaneiventris) ist ein Kolibri aus der Gattung Saucerottia. Sie ist in Kolumbien heimisch.

Beschreibung Die Braunbauchamazilie erreicht eine Größe von 9 Zentimetern. Das Männchen hat einen geraden mittelgroßen Schnabel mit einer fleischroten Basis am Unterschnabel. Die Oberseite ist bronzegrün. Kehle und Oberbrust sind glitzernd goldgrün. Unterbauch, Unterschwanzdecken und Schwanzfedern sind kastanienfarben. Die Steuerfedern weisen grünliche Ränder auf. Das Weibchen hat einen etwas helleren Bauch und ein weißes Subterminalband auf den oberen Kehlfedern. Die immaturen Vögel haben rostbraune Ränder an den Nacken- und Bürzelfedern.

Unterarten Im Moment sind keine Unterarten der Braunbauchamazilie bekannt. Sie gilt als monotypisch.IOC World Bird List Hummingbirds

Etymologie und Forschungsgeschichte John Gould beschrieb die Braunbauchamazilie unter dem Namen Amazilius castaneiventris. Das Typusexemplar stammte aus Santafé de Bogotá und wurde ihm aus der Sammlung eines Herrn Mark zur Verfügung gestellt.John Gould, S. 150. 1850 führte Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte die neue Gattung Saucerottia u. a. für die Grünamazilie (Saucerottia saucerottei) ein.Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte, S. 77 Dieser Name wurde zu Ehren von Antoine Constant Saucerotte (1805–1884), einem Arzt und Hobbyornithologen aus Lunéville vergeben.Adolphe Delattre u. a., S. 311. »Castaneiventris« ist ein lateinisches Wort aus »castaneus« für »kastanienbraun« und »venter, ventris« für »Bauch«.castaneiventris The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling

Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet der Braunbauchamazilie Die Braunbauchamazilie ist endemisch an den Hängen der Serranía de San Lucas und in den Ostanden im nördlichen Zentralkolumbien. Am Osthang der Serranía de San Lucas wurde sie nur einmal im Jahre 1947 gefunden, alle neueren Beobachtungen stammen vom Westhang aus den Tälern von Sagamosa und Lebrija sowie aus Soatá, Boyacá und Santander in den Ostanden. Die Braunbauchamazilie bewohnt Canyons mit Buschvegetation und Ränder von Bergfeuchtwäldern in Höhenlagen von 850 bis 1500 m, selten bis 2200 m. An der Serranía de San Lucas wurde sie in einer Höhe von 120 m beobachtet.

Lebensweise Die Braunbauchamazilie ernährt sich vom Nektar verschiedener Blüten, einschließlich der Gattungen Salvia und Trichanthera. Kleine Gliederfüßer bereichern das Nahrungsangebot. Die Brutzeit ist von August bis Dezember. Das Gelege besteht aus zwei Eiern, die vom Weibchen bebrütet werden.

Status BirdLife International schätzt den Bestand der Braunbauchamazilie auf zwischen 1000 und 2500 Exemplare. Die Braunbauchamazilie lebt in einem eingeschränkten Verbreitungsgebiet, das durch Überweidung und Brandrodung gefährdet ist. Der Großteil des Osthanges der Serranía de San Lucas war 1996 besiedelt und durch landwirtschaftliche Nutzung und Kokaanbau verändert worden. Weiters ist ihr Lebensraum durch Zuwanderung, eine Ölpipeline und die Bergbauindustrie bedroht. Die Braunbauchamazilie ist in Anhang II des CITES-Abkommens gelistet.

Literatur

Weblinks

BirdLife Factsheet

Einzelnachweise

Kategorie:Kolibris Kategorie:Endemisches Tier Kolumbiens