Albert Kleemaier (* 1928 in Kempten (Allgäu); † 1992) war ein deutscher Bergsteiger und Kletterer.
Er gilt als der moderne Erschließer der Allgäuer Alpen, denn ihm gelangen in den 1950er Jahren viele Erstbegehungen extremer Kletterrouten. Albert Kleemaier, der in seiner gesamten Kletterlaufbahn kein einziges Mal als Seilerster gestürzt ist, hat sein Können auch außerhalb der Allgäuer Alpen unter Beweis gestellt, so durch sehr frühe Wiederholungen der Dru-Westwand und der direkten Nordwand der Großen Zinne.
In seinen Heimatbergen sorgte er durch zahlreiche Allein- und Winterbegehungen für Aufsehen. Heute gelten die von ihm erschlossenen Anstiege als Extrem-Klassiker und sind teilweise gefürchtet. Stefan Meineke Allgäu Kletterführer, Akademische Verlagsanstalt Leipzig 2. Auflage, 1999, S. 288ff
Erstbegehungen 1947: Fuchskarspitze, Madonna-Ostwand (VI/A0), 1. Alleinbegehung 1948: Trettachspitze, Gerade Ostwand (VI-/A0), 1. Alleinbegehung 27. März 1949: Trettachspitze, Südkante (VI-/A0), 1. Winterbegehung 1949: Trettachspitze, direkter schwarzer Riß (VI) um 1950: Fuchskarspitze, Madonna-Ostwand (VI/A0), 1. Winterbegehung 2. Juli 1950: Trettachspitze, Gerade Südwestwand (V) 1950: Kleiner Wilder, Südwestwand (VI) 1950: Südliches Höllhorn, Westpfeiler (VI) 1953: Rote Flüh, Südverschneidung (VI/A0) 1953: Schäfer, Südostriß (VI/A1) 6. Dezember 1953: Schneck-Ostwand, (VI), 1. Winterbegehung 1954: Hochwiesler, Südwestwand (V/A1) 1954: Hochwiesler, Südpfeiler (V+/A2) 1954: Hochgundspitze, Schwarzer Sockel (V) 19. September 1954: Hohes Licht, Nordwestwand (V)Fritz Schmitt: In Allgäuer Bergsteiger-Chronik, Beitrag zum Jahrbuch des DAV 1963, S. 24 5. September 1955: Kleiner Wilder, Große Südwestverschneidung (A2/VI) 1955: Rote Flüh, Westverschneidung (VI-/A2) 1956: Rote Flüh, Südostriß (V+/A2) 1959: Gimpel, Südpfeiler (VI-/A2)
Einzelnachweise
Kategorie:Bergsteiger (Deutschland) Kategorie:Person (Kempten (Allgäu)) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 1992 Kategorie:Mann