mini|hochkant|Die Pfarrkirche St. Martin mini|Die 1905 errichtete Mariensäule mini|Kienberg von Süden Kienberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.
Geographie Gemeindegliederung
Die Gemeinde hat 33 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Nachbargemeinden Obing Trostberg Altenmarkt an der Alz Tacherting Schnaitsee
Geschichte Kienberg wird als „Chyemberch“ erstmals im Güterverzeichnis Breves Notitiae, das unter Bischof Arno von Salzburg 798/800 angelegt wurde, erwähnt.
Vom 12. bis 14. Jahrhundert lebten in Kienberg die Ministerialen „von Chiemberg“. Ihr Sitz, der Herrenhof, stand vielleicht dort, wo heute das Wirtshaus "Gasthof zur Post" steht. Die Ritter von Hertzhaim besaßen einen Edelsitz in Heretsham (zwischen Kienberg und Emertsham). Mit Ritter Cuno starb 1603 der letzte aus dem Geschlecht der Hertzhaimer. Danach kam das Schloss in Besitz der Grafen von Tauffkirchen, später der Grafen von Berchem, und wurde zwischen 1866 und 1880 abgebrochen. Heute erinnern Gedenksteine an das Geschlecht der Hertzhaimer in der Kirche von Trostberg, in Bad Aussee (Österreich), in der Kirche zu Traunkirchen, in der Kirche von Salmanskirchen (Landkreis Mühldorf) und auf der Fraueninsel im Chiemsee.
Das Schulwesen nahm 1794 in Kienberg seinen Anfang. Damals gab der Mesner Karl Gräfischer Unterricht im Schreiben und Lesen. Erst 1865 wurde ein eigenes Schulgebäude errichtet. Das heutige Schulgebäude wurde 1952 eingeweiht.
Im Jahre 1904 wurde die erste Wasserleitung gebaut. Bis zu diesem Jahr hatte jedes Anwesen seinen eigenen Brunnen. An die Errichtung der Wasserversorgung erinnert die Mariensäule, die zentral im Dorf steht (eingeweiht am 15. August 1905).
Im Zweiten Weltkrieg wurden Bomben über Kienberg abgeworfen, die aber auf freies Feld fielen und keine Bauwerke zerstörten. 51 Kienberger fielen an der Front.
2006 ist das Heimatbuch Kienberg erschienen.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1151 auf 1431 um 280 Einwohner bzw. um 24,3 %.
Religionen Die Kirche Sankt Martin wurde um 1450 erbaut; die neugotische Ausstattung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Maße der Kirche: innen: Länge 26 m, Breite 10 m, Höhe 10,50 m außen: Länge 39 m, Breite 11,8 m, Höhe 19 m Turmhöhe: 55 m
Politik Gemeinderat und Bürgermeister Die Kommunalwahl am 15. März 2020 hatte folgendes amtliche Endergebnis: CSU Bürgerliste FW/UWG Gesamt Sitze 5 4 3 12 Stimmenanteil 40,6 % 32,9 % 26,5 % 100,0 %
Hans Schmidhuber (CSU) ist seit 1. Mai 2020 Erster Bürgermeister; dieser wurde am 15. März 2020 mit 82,1 % der gültigen Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war Hans Urbauer (SPD/Bürgerliste), im Amt vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2020.
Wappen
Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Obing.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Museen Feuerwehrmuseum in Oed Kienberger Dorfmuseum
Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Donnerlöcher von Kienberg mini|Verteilung von Donnerlöchern rund um Kienberg Seit Menschengedenken erfolgen in der Umgebung von Kienberg immer wieder Erdfälle, sogenannte Donnerlöcher. Vom Heimatpfleger wurden 114 Objekte seit 1910 gelistet. Durch Arbeiten der TU München sind nun 194 Fälle bekannt.LfU (2016) – Präsentation: „Donnerlöcher“ – Erdfälle im Alpenvorland (PDF)
Besondere Aufmerksamkeit erregte das am 25. Oktober 2013 in einem Waldstück zwischen Kienberg und Viehhausen von einem Pilzsammler entdeckte Donnerloch mit einer Tiefe von mindestens sechs Metern.merkur-online.de – Das Geheimnis der DonnerlöcherChiemgau24.de – Ein Krater mitten im Wald
Infrastruktur Öffentliche Einrichtungen Im Jahre 1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kienberg gegründet.Webpräsenz der Freiwilligen Feuerwehr Kienberg.
Freizeit- und Sportanlagen Sportplatz, Sonnau, in Richtung Rabenden Mehrzweckhalle (Pappelweg)
Verkehr Straße: Kienberg liegt im Schnittpunkt der Staatsstraße 2357 (Wasserburg – Burghausen) und der Kreisstraße TS 8 (Engelsberg – Amerang). Luftfahrt: Im Gemeindeteil Schönberg besteht seit 1981 der Sonderlandeplatz Flugplatz Schönberg für Luftfahrzeuge aller Art bis zu 2000 kg Höchstabfluggewicht (MTOW).
Persönlichkeiten Philipp Maier (* 1994), Fußballspieler
Weblinks
Gemeinde Kienberg
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Traunstein Kategorie:Ort im Chiemgau Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)