Der Wahlkreis Pinneberg (Wahlkreis 7) ist ein Bundestagswahlkreis in Schleswig-Holstein und umfasst den Kreis Pinneberg. Dazu gehört auch die Insel Helgoland.
Wahlergebnisse Wahl zum 22. Bundestag (voraussichtlich 2029) Die Wahlkreiskommission der 21. Wahlperiode hat am 26. Juni 2026 einen Bericht vorgelegt und Vorschläge für den Zuschnitt der 299 Bundestagswahlkreisen erarbeitet. Dabei wurden die geänderten Abweichungskorridore für die Größe der Wahlkreise berücksichtigt, deren Neuregelung am 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist. Die Bevölkerungszahl eines Wahlkreises soll nunmehr von der durchschnittlichen Bevölkerungszahl der Wahlkreise nicht um mehr als 10 % (zuvor 15 %) nach oben oder unten abweichen.
Die Wahlkreiskommission hat vorgeschlagen, vom Kreis Pinneberg die amtsfreie Gemeinde Barmstedt, das Amt Hörnerkirchen und das Amt Rantzau aus dem Wahlkreis 7 in den Wahlkreis 3 zu verschieben, um den Abweichungswert von +18,0 % in Wahlkreis 7 nachhaltig zu reduzieren. Mit dem Vorschlag der Wahlkreiskommission wird zudem ein geographisch zusammenhängendes Gebiet in den Wahlkreis 3 verlagert und eine Exklaven-Bildung vermieden.Bericht der Wahlkreiskommission für die 21. Wahlperiode des Deutschen Bundestages, Seite 21 Damit würde der Wahlkreis nicht mehr exakt die Grenzen des politischen Kreises Pinneberg entsprechen.
Der Koalitionsvertrag der laufenden Wahlperiode zwischen CDU, CSU und SPD sieht eine Überarbeitung und Evaluierung des „Ampel-Wahlrecht“ von 2023 (Festlegung der Mandate im Bundestag auf 630 Sitze, Wegfall von Überhang- und Ausgleichsmandaten) vor. Bei der damaligen Wahlrechtsreform ging es primär darum, die zuletzt stark angestiegene Zahl an Abgeordneten entgegenzuwirken. Bis Ende 2025 sollte eine eingesetzte Kommission konkrete Vorschläge für eine Reform der Reform vorlegen, um künftig die sogenannten „erfolglosen Direktmandate“ zu vermeiden. Die Umsetzung stockt jedoch im Streit um Kernpunkte. Insbesondere die CSU drängt vehement auf die Regelung, dass jeder Wahlkreis wieder durch ein Direktmandat im Bundestag vertreten sein soll. Die SPD pocht im Gegenzug unter anderem auf Parität (eine gesetzliche Frauenquote auf Wahllisten), was die Einigung erschwert.
Bundestagswahl 2025
Bei der Bundestagswahl 2025 waren 236.767 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 84,6 %.
Das Direktmandat gewann Daniel Kölbl (CDU) mit 31,8 %. Da die nach dem neuen Wahlrecht erforderliche Zweitstimmenabdeckung für die CDU in Schleswig-Holstein vorlag, zog Daniel Kölbl direkt in den Bundestag ein.
mini|Wahlzettel für den Bundestagswahlkreis zur Bundestagswahl 2025
Neben dem direkt gewählten Daniel Kölbl (CDU) konnte Ralf Stegner (SPD) über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag einziehen.Für Daniel Kölbl ist dies die erste Amtszeit im Bundestag und für Ralf Stegner die zweite Legislaturperiode.
Bundestagswahl 2021
Bei der Bundestagswahl 2021 waren 238.388 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 80,3 %.
Das Direktmandat gewann Ralf Stegner (SPD) mit 31,2 %.
mini|Wahlzettel für den Bundestagswahlkreis zur Bundestagswahl 2021
Neben dem direkt gewählten Ralf Stegner (SPD) konnte Cornelia Möhring (Die Linke) über die Landesliste ihrer Partei in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ralf Stegner war dies die erste Legislaturperiode im Bundestag. Cornelia Möhring gehörte ihm bereits seit 2009 an.
Bundestagswahl 2017
Bei der Bundestagswahl 2017 waren 238.533 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 78,7 %.
Das Direktmandat gewann Michael von Abercron (CDU) mit 39,7 %.
Neben dem direkt gewählten Michael von Abercron (CDU) konnten Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Cornelia Möhring (Die Linke) über die jeweiligen Landeslisten ihrer Parteien in den Deutschen Bundestag einziehen.Für Michael von Abercron war dies die erste Legislaturperiode im Bundestag, für Ernst Dieter Rossmann die sechste und für Cornelia Möhring die dritte Amtszeit.
Bundestagswahl 2013
Bei der Bundestagswahl 2013 waren 235.610 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 76,0 %.
Das Direktmandat gewann Ole Schröder (CDU) mit 45,4 %.
Neben dem direkt gewählten Ole Schröder (CDU) konnten Ernst Dieter Rossmann (SPD), Valerie Wilms (Bündnis 90/Die Grünen) und Cornelia Möhring (Die Linke) über die jeweiligen Landeslisten ihrer Parteien in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ole Schröder war dies die vierte Legislaturperiode im Bundestag, für Ernst Dieter Rossmann die fünfte, für Valerie Wilms und Cornelia Möhring jeweils die zweite Amtszeit.
Bundestagswahl 2009
Bei der Bundestagswahl 2009 waren 232.899 Einwohner wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 75,6 %.
Das Direktmandat gewann Ole Schröder (CDU) mit 40,8 %.
* kandidierte nur als Direktkandidat, daher war keine Zweitstimmenabgabe möglich
Neben dem direkt gewählten Ole Schröder (CDU) konnten Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Valerie Wilms (Bündnis 90/Die Grünen) über die jeweiligen Landeslisten ihrer Parteien in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ole Schröder war dies die dritte Legislaturperiode im Bundestag, für Ernst Dieter Rossmann die vierte und für Valerie Wilms die erste Amtszeit.
Bundestagswahl 2005
Bei der Bundestagswahl 2005 waren 227.185 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 81,7 %.
Das Direktmandat gewann Ole Schröder (CDU) mit 44,2 %.
Neben dem direkt gewählten Ole Schröder (CDU) konnten Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Rainder Steenblock (Bündnis 90/Die Grünen) über ihre jeweiligen Landeslisten in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ole Schröder war dies die zweite Legislaturperiode im Bundestag, für Ernst Dieter Rossmann und Rainer Steenblock jeweils die dritte Amtszeit.
Bundestagswahl 2002
Bei der Bundestagswahl 2002 waren 223.977 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 83,7 %.
Das Direktmandat gewann Ernst Dieter Rossmann (SPD) mit 46,4 %.
* Kandidatur nur als Direktkandidat, die Partei hatte keine Landesliste für Schleswig-Holstein aufgestellt. Daher war keine Zweitstimmenabgabe möglich.
Neben dem direkt gewählten Ernst Dieter Rossmann (SPD) konnten Ole Schröder (CDU) und Rainder Steenblock (Bündnis 90/Die Grünen) über ihre jeweiligen Landeslisten in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ernst Dieter Rossmann war dies die zweite Legislaturperiode im Bundestag, für Ole Schröder die erste und Rainer Steenblock die zweite Amtszeit.
Bundestagswahl 1998
Bei der Bundestagswahl 1998 waren 219.335 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 84,7 %.
Das Direktmandat gewann Ernst Dieter Rossmann (SPD) mit 47,9 %.
* Kandidatur nur als Direktkandidat, die Partei hatte keine Landesliste für Schleswig-Holstein aufgestellt. Daher war keine Zweitstimmenabgabe möglich.
Neben dem direkt gewählten Ernst Dieter Rossmann (SPD) konnte Gert Willner (CDU) über die Landesliste seiner Partei in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ernst Dieter Rossmann war dies die erste Legislaturperiode im Bundestag und für Gert Willner die zweite Amtszeit.
Gert Wilner verstarb im Jahr 2000.
Bundestagswahl 1994
Bei der Bundestagswahl 1994 waren 216.646 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 83,7 %.
Das Direktmandat gewann Gert Willner (CDU) mit 44,7 %.
* Kandidatur nur als Direktkandidat, die Partei hatte keine Landesliste für Schleswig-Holstein aufgestellt. Daher war keine Zweitstimmenabgabe möglich.
Neben dem direkt gewählten Gert Willner (CDU) konnten Lieselott Blunck (SPD) und Rainder Steenblock (Bündnis 90/Die Grünen) über die jeweiligen Landeslisten ihrer Parteien in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Gert Wilner war dies die erste Legislaturperiode im Bundestag, für Lieselott Blunck die fünfte und für Rainder Steenblock die erste Amtszeit.
Rainder Steenblock schied 1996 aus dem Bundestag aus um als Minister für Natur, Umwelt und Forsten und stellvertretender Ministerpräsident in die Landesregierung von Schleswig-Holstein zu wechseln.
Bundestagswahl 1990
Bei der Bundestagswahl 1990 waren 211.947 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 81,6 %.
Das Direktmandat gewann Ingrid Roitzsch (CDU) mit 43,9 %.
* Kandidatur nur als Direktkandidat. Daher war keine Zweitstimmenabgabe möglich.
Neben der direkt gewählten Ingrid Roitzsch (CDU) konnten Lieselott Blunck (SPD) und Wolfgang Kubicki (F.D.P.) über die jeweiligen Landeslisten ihrer Parteien in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ingrid Roitzsch war dies die dritte Legislaturperiode im Bundestag, für Lieselott Blunck die vierte und für Wolfgang Kubicki die erste Amtszeit.
Wolfgang Kubicki schied 1992 aus dem Bundestag aus, um als Abgeordneter in den Landtag von Schleswig-Holstein zu wechseln.
Bundestagswahl 1987
Bei der Bundestagswahl 1987 waren 205.455 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 86,0 %.
Das Direktmandat gewann Ingrid Roitzsch (CDU) mit 45,9 %.
* Kandidatur nur als Direktkandidat. Daher war keine Zweitstimmenabgabe möglich.
Neben der direkt gewählten Ingrid Roitzsch (CDU) konnte Lieselott Blunck (SPD) über die Landesliste ihrer Partei in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ingrid Roitzsch war dies die zweite Legislaturperiode im Bundestag und für Lieselott Blunck die dritte Amtszeit.
Bundestagswahl 1983
Bei der Bundestagswahl 1983 waren 195.852 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 90,7 %.
Das Direktmandat gewann Ingrid Roitzsch (CDU) mit 49,5 %
Neben der direkt gewählten Ingrid Roitzsch (CDU) konnten Lieselott Blunck (SPD) und Walter Sauermilch (Die Grünen) über die Landesliste ihrer Parteien in den Deutschen Bundestag einziehen. Für Ingrid Roitzsch war dies die erste Legislaturperiode im Bundestag und für Lieselott Blunck die zweite und für Walter Sauermilch die erste Amtszeit.
Walter Sauermilch schied 1985 im Rahmen des damals bei den Grünen üblichen Rotationsprinzip nach der Hälfte der Wahlperiode aus dem Bundestag aus.
Bundestagswahl 1980
Bei der Bundestagswahl 1980 waren 191.079 Einwohner wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 90,6 %.
Das Direktmandat gewann Reinhard Ueberhorst (SPD) mit 48,6 %
Für den direkt gewählten Reinhard Ueberhorst (SPD) war dies die zweite Legislaturperiode im Bundestag.
Reinhard Ueberhorst legte sein Bundestagsmandat im Januar 1981 nieder, um als Senator für Gesundheit und Umweltschutz in den Senat von West-Berlin zu wechseln. Für ihn rückte Lieselott Blunck (SPD) als nächste zu berücksichtigende Listenbewerberin für die SPD in den Bundestag nach.
Bundestagswahl 1976
Bei der Bundestagswahl 1976 waren 182.184 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 92,1 %.
Das Direktmandat gewann Reinhard Ueberhorst (SPD) mit 46,2 %.
Die Herabsetzung des Volljährigkeitsalters von 21 auf 18 Jahre am 1. Januar 1975 hatte zur Folge, dass das Mindestalter für das passive Wahlrecht zum Bundestag von 21 Jahren auf 18 sank, weil dieses gesetzlich an das Volljährigkeitsalter gekoppelt ist.
Für den direkt gewählten Reinhard Ueberhorst (SPD) war dies die erste Legislaturperiode im Bundestag.
Bundestagswahl 1972
Bei der Bundestagswahl 1972 waren 176.512 Einwohner im Wahlkreis wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 92,2 %.
Das Direktmandat gewann Hermann P. Reiser (SPD) mit 51,3 %
Erstmals durften auch junge Menschen im Alter von 18 bis 20 Jahren an der Bundestagswahl teilnehmen, nachdem im Juli 1970 das Wahlalter für das aktive Wahlrecht von 21 auf 18 Jahre gesenkt wurde. Außerdem wurde das Mindestalter für das passive Wahlrecht von bisher 25 Jahren auf 21 Jahre gesenkt. Es war damit die einzige Bundestagswahl, bei der das Mindestalter für das passive Wahlrecht bei 21 Jahren lag.
*Kandidatur nur als Direktkandidat, die Partei hatte keine Landesliste für Schleswig-Holstein aufgestellt. Daher war keine Zweitstimmenabgabe möglich.