Das Zeitalter der Fünf (englischer Originaltitel: Age of the Five) ist ein dreiteiliger Fantasy-Roman von Trudi Canavan der vom Leben der Protagonistin Auraya und einem von real existierenden Göttern angezettelten Religionskrieg handelt. Die Trilogie umfasst die Bücher Priester, Magier und Götter.
Handlung Priester Das erste Buch der Trilogie erschien 2005 unter dem Originaltitel Priestess of the White (≈ Priesterin der Weißen). Die deutsche Übersetzung folgte im Oktober 2007 unter dem Titel „Priester“.
Auraya, einer jungen Frau gelingt es, im Prolog eine Geiselnahme durch Verhandeln unblutig zu beenden, wobei die zur Verhandlung geschickte Weiße Mairae erkennt, dass Auraya ein großes magisches Potential in sich trägt und ihr anbietet, eine Priesterin des Zirkels zu werden, ein Angebot, das Auraya nach kurzer Zeit auch annimmt. In den folgenden Jahren steigt sie in der Hierarchie des Ordens auf und wird von den fünf Göttern, die sie verehrt, als eine der „Weißen“ erwählt (außer ihr gibt es noch vier andere „Weiße“: Juran, Dyara, Rian und Mairae (Reihenfolge ihrer Erwählung zu Weißen, den Auserwählten der fünf Götter)). Doch dann schwärmen geheimnisvolle, schwarz gekleidete Magier (Pentadrianer) aus, deren Ziel aus religiösen Gründen der Untergang der zirklischen Religion (der Zirkel sind die fünf lebenden Götter die in Nordithania angebetet werden) ist. Auraya stellt Leiard, einen Traumweber, den sie schon seit ihrer Kindheit kennt, als Traumweberratgeber ein und verbündet sich mit dem Volk der Siyee. Auraya und Leiard verlieben sich und beginnen eine Beziehung, von der allerdings niemand erfahren darf, weil Aurayas Götter gegen den Kult der Traumweber sind, die den Göttern nicht huldigen. Schließlich greifen die Pentadrianer das Land Nordithania an und Auraya muss mit den anderen Weißen und einer Armee in den Krieg ziehen. Deren erstes Opfer ist einer der von Auraya so geliebten Siyee. Dann jedoch erfährt Juran, der das Oberhaupt der Weißen ist, von ihrer Liebe zu Leiard und zwingt Leiard, sich von Auraya fernzuhalten. Auraya sucht eine Zeit lang nach ihm, bis sie ihn in der Nähe eines Bordells findet und in seinen Gedanken liest, dass er sie nicht mehr liebt und so eben Kunde im Freudenhaus war. Ersterer Punkt ist allerdings ein Trugschluss, da Leiard den Geist des von Juran getöteten Traumwebergründers Mirar in sich trägt, der zu dieser Zeit die Kontrolle über Leiard hat. Gekränkt und wütend fliegt Auraya in die Berge um allein zu sein, woraufhin Chaia, einer der fünf Götter der Zirkler, erscheint und ihr erklärt, dass sie woanders hingehen soll. Nachdem sie ihre Position gewechselt hat, kann sie beobachten, wie die pentadrianische Armee den Berg durch eine Mine verlässt, anstatt, wie vermutet, über den einzigen Pass anzugreifen. Kurz darauf kommt es zu einer großen Schlacht, in der es Auraya gelingt, den Anführer der Pentadrianer, die erste Stimme Kuar, mit Magie niederzustrecken. Als die Weißen nun auch die anderen Stimmen töten wollen, schaltet sich Chaia ein, der ihnen dies mit der Begründung, dass sie nun wüssten, wie diese Feinde kämpften und es so oder so bald wieder fünf Stimmen gäbe, untersagt. Da die Pentadrianer nun durch den Tod einer Stimme und den Verlust ihrer enormen, von den pentadrianischen Göttern bedeutend gestärkten magischen Kraft den ebenso durch den Zirkel gestärkten Weißen unterlegen sind, kapitulieren sie und ziehen sich zurück.
Magier Das zweite Buch der Trilogie erschien 2006 unter dem Originaltitel Last of the Wilds (≈ [die] Letzten der Wilden). Die deutsche Übersetzung erschien im Dezember 2007 unter dem Titel „Magier“.
Nach der großen Schlacht hat Auraya Nacht für Nacht Albträume, was sich jedoch bessert, als sie eine Beziehung mit dem Gott Chaia eingeht. Leiard begibt sich unterdessen mit Emerahl nach Si, wo sich herausstellt, dass Leiard eine künstliche Schöpfung des Traumwebergründers Mirar in dessen Körper ist, um sich vor den Weißen zu schützen. Im Laufe der Zeit erkennt Mirar, dass Leiard keine Neuschöpfung, sondern lediglich ein Teil seiner selbst war; als Mirar dies klar wird, verschmelzen beide Geister wieder zu einem. Unterdessen begibt sich auch Auraya wieder nach Si, wo sie ihn bei der Bekämpfung einer Seuche trifft. Als Mirar Auraya eine Heilmethode zeigt, die sich später als der Weg erweist, mit dem man unsterblich werden kann, erfahren die zirklischen Götter davon, dass Mirar noch lebt. Daher geben sie Auraya den Auftrag, ihn zu töten. Während ihres Angriffes gelingt es Mirar jedoch, Auraya davon zu überzeugen, dass er den Tod nicht verdient. Die Göttin Huan fordert daraufhin von Auraya, ihr ihren Körper zu überlassen, damit sie Mirar töten könnte. Auraya weigert sich aber und lässt ihn ziehen, woraufhin sich Mirar nach Süd-Ithania begibt. Als sie später eine zweite Chance von den Göttern erhält, schlägt sie auch diese aus. Als Strafe muss sie die nächsten zehn Jahre in der Hauptstadt bleiben. Dort beschließt sie, stattdessen ihre Stellung als Weiße aufzugeben, um den Siyee bei der Epidemie helfen zu können. Die Pentandrianer wollen währenddessen unter ihrem neuen Oberhaupt Nekaun Nordithania durch ihre Götter bekehren, was jedoch nicht gelingt, da viele den Krieg, der so viele Opfer forderte, noch lange nicht vergessen haben; außerdem wollen die Bewohner Nordithanias ihren Göttern treu bleiben. Verbündete finden die Pentadrianer bei den Elai, da sie ihnen zeigen, wie sie sich gegen Plünderer wehren und diese auch angreifen können. Imenja und Reivan bringen die Prinzessin Imi zurück nach Hause, nachdem diese abgehauen und von Plünderer entführt worden ist. Am Ende unterzeichnet der König einen Bündnisvertrag. Mirar bittet schließlich Emerahl per Vernetzung Auraya zu unterrichten, um unsterblich zu werden. Diese willigt widerstrebend ein, da sie selbst eine Schriftrolle suchen will, um etwas mehr über die Götter herauszufinden.
Götter Der dritte Band der Trilogie erschien 2007 unter dem Originaltitel Voice of the Gods (≈ Stimme der Götter; hier ist vermutlich „Götterstimme“ gemeint). Die deutsche Übersetzung erschien im März 2008 unter dem Titel „Götter“.