Luitpold Weegmann (* 26. Juli 1885 in Bamberg; † 28. August 1966 ebenda) war Oberbürgermeister von Bamberg und späterer Ehrenbürger seiner Heimatstadt.
Leben Während seines Studiums wurde er 1904 Mitglied der Burschenschaft Danubia München.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 529.Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 6: T–Z. Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 224. Der Rechtsanwalt Weegmann war vom 1. April 1924,, abgerufen am 14. Februar 2008. nach anderen Quellen bereits vom 24. Februar 1924, abgerufen am 14. Februar 2008. bis zur Absetzung durch die Nationalsozialisten am 31. März 1934 Oberbürgermeister. Ab dem 26. April 1933 war ihm Lorenz Zahneisen als zweiter, ehrenamtlicher Bürgermeister beigeordnet worden. Während seiner Amtszeit entstand ab 1925 das für Sport und Erholung vorgesehene Areal des Volksparks, unter anderem mit einem Stadion, Schwimmbad und einer Radrennbahn. In seiner ersten Amtszeit wurde er von der BVP unterstützt.Martin Broszat, Klaus-Dietmar Henke, Hans Wollner: Von Stalingrad zur Währungsreform: Zur Sozialgeschichte des Umbruchs in Deutschland auf books.google.com, Oldenbourg Verlag, 1990, ISBN 3-486-54133-1, abgerufen am 14. Februar 2008.
Er wurde durch die Besatzungsmacht nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf Vorschlag von Thomas DehlerThomas Dehler: Eine politische Biographie auf books.google.com, abgerufen am 14. Februar 2008. wieder eingesetzt. Am 7. Juni 1946 und am 1. Juli 1948 wurde er durch den Stadtrat bestätigt, die Wahl am 30. März 1952 gewann er mit 64,7 % der abgegebenen Stimmen. Er bekleidete das Amt des Oberbürgermeisters vom 16. April 1945 bis zum 1. Mai 1958., abgerufen am 15. Februar 2008. Nach dem Krieg gehörte er mit zu den Gründungsmitgliedern der CSU in Bamberg.Der politische Werdegang (Meixners), auf www.mgl-obermaingeschichte.de, abgerufen am 14. Februar 2008.
Weegmann verstarb am 28. August 1966 in Bamberg und wurde in der 5. Abteilung des Hauptfriedhofes Bamberg im für Ehrengräber der Stadt Bamberg vorgesehenen Bereich bestattet.
Ehrungen Der unter ihm in der ersten Hälfte der 1950er Jahre begonnene Berufsschulbau in der Dr.-von-Schmidt-Straße 12 erhielt bei der offiziellen Einweihung des zweiten Bauabschnitts am 22. Mai 1955 den Namen „Luitpold-Weegmann-Schule“ in Anerkenntnis seines Einsatzes für den Bau einer der größten Berufsschulen in Bayern, abgerufen am 14. Februar 2008.. Dort wurde auch eine Gedenktafel angebracht. Nach ihm wurde das WeegmannuferHeinz F. Fränkel: Neue und alte Bamberger Straßen. 4. Aufl. 2002 online (PDF), abgerufen am 13. Februar 2008. entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals benannt. 1953 wurde er mit dem Verdienstkreuz (Steckkreuz) der Bundesrepublik Deutschland, 1959 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Nachlass Sein Nachlass befindet sich im Stadtarchiv Bamberg.
Literatur Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 6: T–Z. Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 224–225.
Einzelnachweise
Kategorie:Bürgermeister (Bamberg) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Ehrenbürger von Bamberg Kategorie:CSU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1885 Kategorie:Gestorben 1966 Kategorie:Mann Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)