Walburgswinden ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Walburgswinden liegt in der Gemarkung Neudorf.

Geografie Die Einöde liegt nördlich der seit dem Mittelalter existierenden Hochstraße, die von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber führte. Am Ort fließt der Altbach vorbei, der ein linker Zufluss der Bibert ist. Im Süden liegt das Hackenfeld, im Nordosten liegt das Eichholz. Walburgswinden liegt 200 Meter nördlich der Staatsstraße 2245 bei Neudorf.

Geschichte Walburgswinden wurde zusammen mit Dietenholz 1333 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet „zu den Wenden einer Walburg“. Der Ort ist also eine ursprünglich von den Wenden angelegte Siedlung. Die Einöde ist auch als „Scharfrichterhof“ bekannt, da im Mittelalter hier der Scharfrichter wohnte. Das Fachwerkhaus diente bis in die 1990er Jahre als Ausflugsgaststätte.J. Kollar: Markt Dietenhofen, S. 167.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Walburgswinden ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Das Anwesen hatte das Kastenamt Dietenhofen als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 139. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt Walburgswinden die Hausnummer 18 des Ortes Neudorf. Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof.

1810 kam Walburgswinden an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hirschneuses und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Hirschneuses zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) erfolgte die Umgemeindung in die neu gebildete Ruralgemeinde Neudorf.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 204. Am 1. Januar 1972 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Dietenhofen eingegliedert.

Baudenkmal Haus Nr. 18: ehemaliges Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2013Einwohner 6 8 6 9 5 4 3 5 4 5 2 2 3HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1 Quelle auf: dietenhofen.de

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Dietenhofen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Dietenhofen) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1333