mini|hochkant|Fritz Schiesser Fridolin «Fritz» Schiesser (* 23. April 1954 in Haslen; heimatberechtigt in Haslen und Linthal) ist ein Schweizer Politiker (FDP) und Jurist. Von 2008 bis 2019 präsidierte er den ETH-Rat.

Schiesser gehörte vom 5. Juni 1990 bis zum 31. Dezember 2007 dem Ständerat für den Kanton Glarus an. 2003/2004 war er Ständeratspräsident. 2007 wurde er für die Periode 2008–2011 zum Präsidenten des ETH-Rats, des strategischen Führungsorgans des ETH-Bereichs, gewählt und trat deshalb auf Ende 2007 als Ständerat zurück.Fritz Schiesser auf dem Weg an die Spitze des ETH-Rats. In: Neue Zürcher Zeitung. 24. November 2007. Er wurde 2011ETH-Rat mit drei neuen Mitgliedern. admin.ch, 23. November 2011. und 2015 für je weitere vier Jahre im Amt bestätigt.Bundesrat wählt drei neue Mitglieder in den ETH-Rat. In: admin.ch. 6. Juli 2016.

Schiesser gehörte von 1985 bis 2009 dem Landrat des Kantons Glarus an.Hans Rudolf Forrer: Rücktritt von Landrat Dr. Fritz Schiesser. In: glarus24.ch. 24. Juni 2009. Er ist von Beruf Rechtsanwalt und Notar.Dr. iur. Fritz Schiesser auf der Website der Anwaltskanzlei RHS&P (Archiv). Von 2019 bis 2022 war er Präsident der Sandoz−Familienstiftung, die vom waadtländischen Pully aus ein grosses Vermögen verwaltet.Simon Marti, Georg Humbel: Der ehemalige Ständeratspräsident Fritz Schiesser sass zwei Monate in U-Haft. Am Anfang der tragischen Geschichte steht ein Liebesbetrug, Website nzz.ch (30. August 2025, abgerufen am 1. April 2026)Georg Humbel, Simon Marti, Daniel Friedli: Eine schrecklich nette Familie: Der bizarre Streit um die Milliarden der Sandoz-Erben. Der spektakuläre Kriminalfall um den ehemaligen Ständeratspräsidenten Fritz Schiesser wirft ein Schlaglicht auf die diskrete, aber enorm reiche Familienstiftung der Sandoz-Erben., Website nzz.ch (6. September 2025, abgerufen am 1. April 2026)

Am 3. Juni 2025 wurde Schiesser wegen mutmasslicher Mittäterschaft bei einem Erpressungsversuch gegenüber der Sandoz−Familienstiftung zwei Monate in Untersuchungshaft genommen. Schiesser sei – wie andere Männer vor ihm – emotional abhängig von einem «Meisterschwindler» gewesen, so der Tages-Anzeiger, in dessen RecherchenDer Meisterschwindler, Tages-Anzeiger Recherche-Serie in 6 Teilen Schiesser als Opfer bezeichnet wird.Steven Heidegger: Meisterschwindler «liebt» Polit-Millionär Die Waadtländische Staatsanwaltschaft hielt demgegenüber eine Mittäterschaft für möglich.Der Meisterschwindler fällt – und reisst seine Opfer mit in den Abgrund, Tages-Anzeiger, 24. April 2026 Schiesser hatte in sechs Jahren dem Schwindler fast sein gesamtes Vermögen als Darlehen gewährt; nach dem Verkauf seiner beiden Häuser in Haslen und im Tessin belief sich das vermeintliche Darlehen auf über sieben Millionen Franken.

Literatur Matthias Meili: Der Instinktpolitiker im ETH-Rat. In: Tages-Anzeiger. 15. Juli 2017.

Weblinks

auf der Website des ETH-Rats Schiesser, Fritz (1954–), Base de données élites suisses, Obélis, Université de Lausanne

Einzelnachweise

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