mini|Richard Grimm-Sachsenberg: eigenes Exlibris Richard Grimm-Sachsenberg (* 22. Februar 1873 in Untersachsenberg; † 6. Juni 1952 in Leipzig) war ein deutscher Grafiker, Maler und Typograf. Er gilt als ein Wegbereiter des deutschen Jugendstils.Anne Büsing, Kirsten Büsing: Alumnen und ihre Exlibris. Vieweg + Teubner, 2011, S. 94.

Leben und Werk mini|In der Abendsonne (um 1930); Öl auf Leinwand. Grimm besuchte ab 1892 die Kunstakademie Dresden. Danach hielt er sich längere Zeit in Weimar auf, wo er sich der Ölmalerei zuwandte und von Ludwig von Hofmann beeinflusst war.Hans Vollmer: Rich. Grimm-Sachsenberg. Graphik und Buchgewerbe. In: Kunstgewerbeblatt. Neue Folge, 20. Jahrgang 1909, S. 216. Danach arbeitete er als freischaffender Künstler u. a. in München und Krefeld.Deutsche Kunst und Dekoration. Band 10, 1902, S. 418. Er machte u. a. Illustrationen für Fliegende Blätter, Simplicissimus, Jugend, Der süddeutsche PostillionThoms Huonker: Revolution, Moral & Kunst. Eduard Fuchs, Leben und Werk. 1985, S. 213. und Pan. Er hatte sich bald als Künstler etabliert und fügte seinem Familiennamen den Namen seines Geburtsorts an. 1901 ging Grimm-Sachsenberg nach Leipzig, wo er 1902 an der Kunstgewerbeschule Lehrer an der neu eingerichteten Klasse für Buchgewerbe wurde.Helmut Steffens: Die Geschichte der Bremer Presse. 2020.

Grimm-Sachsenberg betätigte sich als Maler, Zeichner und Grafiker. Als Grafiker beherrschte er vor allem die Techniken der Radierung, der Lithografie, des Holzstichs und Holzschnitts. Neben freien Arbeiten als Maler schuf er Buchillustrationen und übernahm er vielfältige Aufträge für gebrauchsgraphische Arbeiten wie Bucheinbände, Exlibris, Glückwunschkarten, Brief- und Zeitungsköpfe, Signets, Fabrikmarken und Plakate. Er betätigte sich auch als Schriftgestalter und entwarf ab 1911 für den Verlag Julius Klinkhardt mehrere neue Schriftarten.Richard Grimm-Sachsenberg, auf klingspor-museum.de.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Grimm-Sachsenberg Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, und er nahm an wichtigen Ausstellungen teil.

Arbeiten Grimm-Sachsenbergs befinden sich u. a. im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, im Lindenau-Museum, Altenburg/Thüringen, im Otto-Dix-Haus, Gera und in der Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin.

Zeitgenössische Rezeption

Werkbeispiele (Auswahl) Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur

Druckgrafik Kreuzigung (handkolorierter Holzschnitt; aus dem Mappenwerk Eine Passion)digital.slub-dresden.de Sonnenaufgang (Holzschnitt)digital.slub-dresden.de Schnitter (Holzschnitt, 1925) Abendlied (Holzschnitt)

Gebrauchsgrafische Arbeiten (Auswahl) Exlibris für Harald Friberg (Holzschnitt) Initialen Einband-Entwürfe für Bücher-Prachtausgaben Werbepostkarte für Kaffee

Buchillustrationen (Auswahl) Wolf-Heinrich von der Mülbe: Gedichte. Heinrich Halfmann Krefeld, 1902 Sophie Reinheimer: Aus des Tannenwalds Kinderstube. Franz Schneider Verlag, Berlin-Schöneberg, 1909 Max Necke: Deutsches Weihnachtsbuch. Erzählungen und Märchen. Franz Schneider Verlag, Berlin-Schöneberg und Leipzig, 1918 Max Necke: Unter gutem Stern. Erzählungen und Märchen. Franz Schneider Verlag, Berlin-Schöneberg und Leipzig, u. a. 1922

Buchpublikation Frühling und Liebe. Eine Sammlung moderner Lyrik. R. Voigtländers Verlag, Leipzig, 1901 (Textauswahl, Illustration, Buchumschlag)

Ausstellungen (unvollständig) 1907: München, Glaspalast, Münchner Jahresausstellung 1909: Wien, Künstlerhaus, Große Deutsche Kunstausstellung 1909: Leipzig, Museum des Buchgewerbehauses, Januar-Kollektivausstellung 1913: Leipzig, Leipziger Jahresausstellungexhibitions.univie.ac.at 1914: Leipzig, Erste Internationale Graphische Kunst-Ausstellung 1935 und 1936: Leipzig, Museum der Bildenden Künste („Deutsche Graphikschau“) 1937/1938 und 1942: Leipzig, Museum der bildenden Künste („Große Leipziger Kunstausstellung“) 1938/1939: Leipzig, Leipziger Kunstverein („Jahresschau Leipziger Künstler“) 1939: Wurzen, Stadthaus („5. Wurzener Kunstausstellung“) 1947: Freiberg, Stadt- und Bergbaumuseum, 2. Ausstellung Erzgebirgischer Künstler 1965: Leipzig, Museum der Bildenden Künste („500 Jahre Kunst in Leipzig“)

Literatur (Auswahl) Hans Vollmer: Rich. Grimm-Sachsenberg. Graphik und Buchgewerbe. In: Kunstgewerbeblatt. Neue Folge 20. Jahrgang, 1909, S. 215–219 ().

Joseph August Beringer: R. Grimm-Sachsenberg (= Deutsche Gebrauchsgraphiker und Buchkünstler der Gegenwart.) Verlag des deutschen Buchgewerbevereins, Leipzig 1925.

Weblinks

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Einzelnachweise

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