mini|DVB-T-Logo Das Sendegebiet von DVB-T Rhein-Main, der Ballungsraum Rhein-Main um Frankfurt sowie angrenzende Regionen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern werden seit Ende 2004 über den terrestrischen Übertragungsweg per DVB-T mit Digitalfernsehen versorgt.
Geschichte von DVB-T im Rhein-Main-Gebiet Planungsphase Die Umstellung von analogem Fernsehen auf Digitalfernsehen in Hessen wurde am 8. März 2004 durch den Hessischen Rundfunk, dem ZDF und der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien Hessen gemeinsam mit dem Südwestrundfunk und der Landesrundfunkanstalt der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beschlossen. Zu den technischen Vorbereitungen siehe
Startschuss und Vorlaufbetrieb Am 4. Oktober 2004 um 00:00 Uhr fiel der Startschuss für einen Vorlaufbetrieb von zwei Multiplexen, in denen zunächst nur öffentlich-rechtliche Programme aufgeschaltet wurden. Das analoge Fernsehen konnte in dieser Übergangsphase weiter empfangen werden.
Kanal Frequenz (MHz) Multiplex Programme im Multiplex Gleichwellennetz (SFN) 57 762 ARD national/regional (hr) Das Erste (hr) HR-Fernsehen Südwest Fernsehen Rheinland-Pfalz Phoenix Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt),Fernmeldeturm Hohe Wurzel (Taunus bei Wiesbaden) 22 482 ZDFmobil ZDF ZDFinfokanal (05:30 bis 18:30 Uhr, Samstag und Sonntag bis 17:30 Uhr) / 3sat (18:30 bis 05:30 Uhr, Samstag und Sonntag ab 17:30 Uhr) KI.KA (06-21:00 Uhr) / ZDFdokukanal (21-06:00 Uhr) MHP-Datendienst ZDF DigiText Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
Regelbetrieb Zwei Monate später – am 6. Dezember 2004 – wurden drei weitere Multiplexe aufgeschaltet und damit gleichzeitig das analoge Fernsehen abgeschaltet. Auf den Kanälen E08, E34 und E54 wurden zuvor die klassischen drei analogen Programme Das Erste (hr), ZDF und „Das Dritte“ – in Hessen das HR-Fernsehen – vom Rohrmast des hr auf dem Großen Feldberg ausgestrahlt. Neu hinzu kamen mit der großen Umstellung zum Regelbetrieb am 6. Dezember vor allem private Programme. Auf Kanal E57 wurde die Belegung des Multiplexes der öffentlich-rechtlichen Programme teilweise verändert. Insgesamt waren ab 6. Dezember 2004 verschiedene Programme zu empfangen. Das Programmangebot sah wie folgt aus:
Ab 6. Dezember 2004:
Kanal Frequenz (MHz) Multiplex Programme im Multiplex Gleichwellennetz (SFN) 8 198,5 ARD national (hr) Das Erste (hr) Arte Phoenix ARD-MHP Datendienst Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt),Fernmeldeturm Hohe Wurzel (Taunus bei Wiesbaden) 57 762 ARD regional (hr) Rhein-Main HR-Fernsehen Bayerisches Fernsehen Süd (Schwaben/Altbayern) Südwest Fernsehen Rheinland-Pfalz EinsFestival Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 22 482 ZDFmobil ZDF ZDFinfokanal / 3sat
KI.KA (06-21:00 Uhr) / ZDFdokukanal (21-06:00 Uhr)
MHP-Datendienst ZDF DigiText Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 34 578 RTL-Group Hessen RTL (Hessen) RTL II Super RTL Vox Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 54 738 ProSiebenSat.1 Hessen ProSieben Sat.1 (Hessen/Rheinland-Pfalz) Kabel Eins N24 Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 64 818 Gemischt privat Rhein-Main (T-Systems) Eurosport Rhein Main TV Terranova TV Nah Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
Heute (seit 14. Juni 2016):
Die DVB-T-Ausstrahlungen von den Standorten Großer Feldberg, Europaturm und Hohe Wurzel laufen im Gleichwellenbetrieb (Single Frequency Network). Der Multiplex auf Kanal E37 wird zusätzlich noch mit vom Standort Würzberg im Odenwald und Kanal E22 mit dem Rimberg im Knüllgebirge verbreitet. In ganz Hessen war dieses Sendernetz, als es am 4. Oktober und 6. Dezember 2004 schrittweise startete, das Erste seiner Art.
Für die vollständige Tabelle bitte unter SFN den jeweiligen Standort wählen.
Kanal Frequenz (MHz) Multiplex Programme im Multiplex Gleichwellennetz (SFN) 37 602 ARD national (hr) Das Erste (hr) Phoenix Arte Tagesschau24 Großer Feldberg (Taunus), Europaturm (Frankfurt),Fernmeldeturm Hohe Wurzel (Taunus bei Wiesbaden), Würzberg (Odenwald) 39 618 ARD regional (hr) Rhein-Main HR-Fernsehen Bayerisches Fernsehen Nord (Franken) SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz rbb Fernsehen Berlin Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 22 482 ZDFmobil ZDF 3sat ZDFinfo KiKA (06-21:00 Uhr) / ZDFneo (21-06:00 Uhr) Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel, Rimberg (Knüll) 34 578 RTL-Group Hessen RTL (Hessen) RTL II Super RTL Vox Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 52 722 Gemischt privat Rhein-Main (Media Broadcast, BetaDigital [Tele 5]) Tele 5 ProSieben Maxx Nitro QVC HbbTV-Dienste Multithek (Internet) Bloomberg (Internet) 1-2-3.tv interactiv (Internet) Ampya (Internet) Sonnenklar TV (Internet) Hope TV (Internet) RiC TV (Internet) BB-MV-LokalTV (Internet) Der Aktionär TV (Internet) QVC (Internet) QVC Zwei (Internet) QVC Style (Internet) Spiegel TV (Internet) Multithek Radio (Internet) ItsInTV (Internet) NHK World TV (Internet) TecTimeTV (Internet) Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 54 738 ProSiebenSat.1 Hessen ProSieben Sat.1 (Hessen/Rheinland-Pfalz) Kabel Eins Welt Sixx Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel 59 778 DVB-T2 HDMedia Broadcast, freenet TV Das Erste HD ZDF HD Vox HD (verschlüsselt) RTL HD (verschlüsselt) Sat.1 HD (verschlüsselt) ProSieben HD (verschlüsselt) Großer Feldberg, Europaturm, Fernmeldeturm Hohe Wurzel
DVB-T in ganz Hessen Am 29. Mai 2006 wurde im Rahmen des Hessentags in Hessisch Lichtenau feierlich in den restlichen Gebieten des Landes Hessen auf digitales Antennenfernsehen umgestellt und das Analogfernsehen abgeschaltet, wobei sich daran nur die öffentlich-rechtlichen Programmanbieter beteiligten. Der Startschuss erfolgte durch Knopfdruck um 15:05 Uhr von Ministerpräsident Roland Koch sowie den Intendanten Helmut Reitze (hr) und Markus Schächter (ZDF). Mit der Umstellung kam es auch im Rhein-Main-Gebiet zu umfangreichen Veränderungen bezüglich der Kanalbelegung und des Programmangebots.
Rückzug der RTL-Gruppe Die RTL-Gruppe hat zum 1. August 2013 die Ausstrahlung im Raum München eingestellt. Die für den 31. Dezember 2014 angekündigteDVB-T: RTL zieht sich aus terrestrischer Verbreitung zurück auf heise online vom 1. August 2013 bundesweite Einstellung der terrestrischen Verbreitung wurde bislang nicht umgesetzt.
Sendegebiet Das Sendegebiet von DVB-T Rhein-Main umfasst laut MedienberichtenDVB-T-Start im Rhein-Main-Gebiet, 3. Oktober 2004, heise online ein Einzugsgebiet von rund 6,5 Millionen Einwohnern und reicht bis nach Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Unterfranken in Bayern hinein. Ausgehend vom prognostizierten Empfang wird das Sendegebiet in drei Zonen gegliedert (s. o. Prognosekarte hr).
Im Kernbereich ist ein stabiler Empfang mit einer Zimmerantenne innerhalb von Gebäuden prognostiziert. Dieser Bereich erstreckt sich über weite Teile der Wetterau und den westlichen Rand des Main-Kinzig-Kreises über das Stadtgebiet von Frankfurt und Offenbach entlang des Mains nach Wiesbaden und Mainz. Den Rhein flussaufwärts ist der Empfang im südöstlichen Teil des rheinland-pfälzischen Landkreises Mainz-Bingen sowie im gesamten hessischen Landkreis Groß-Gerau bis nach Gernsheim im Süden garantiert. Des Weiteren ist der Vordertaunus überaus gut versorgt. Im Hintertaunus variiert die Empfangsfeldstärke je nach Lage sehr stark.
Am Rande des Kernbereichs liegt ein Bereich mit mittlerer Empfangsfeldstärke, in dem stabiler Empfang mit Außenantenne prognostiziert wird. Dort kann es durchaus vorkommen, dass eine Zimmerantenne zum Empfang ausreicht, garantiert wird der Empfang jedoch nur außerhalb von Gebäuden. Dieser Bereich erweitert den Kernbereich zusätzlich um etwa 10 bis 15 Kilometer. Er umfasst die Landkreise Offenbach, Darmstadt-Dieburg in Hessen und Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz.
Der äußere Bereich mit prognostiziertem Dachantennenempfang erweitert die inneren Bereiche vor allem im Norden des Rhein-Main-Gebiets um Teile Mittelhessens und im Süden um den Rheingau und Rheinhessen. Er reicht im Westen bis Bingen am Rhein, im Norden bis in den Westerwald sowie nach Gießen und im Osten bis Gelnhausen und Aschaffenburg. Trotz seiner Nähe wird der Odenwald vom Rhein-Main-Gebiet nur in Lagen mit direkter Sicht zum nordwestlichen Horizont versorgt. Im Süden sind die Rhein-Main-Programm Multiplexe entlang der Oberrheinischen Tiefebene bis nach Mannheim, Ludwigshafen am Rhein, Heidelberg und Speyer in der Region Rhein-Neckar zu empfangen. Dort überschneidet sich das Sendegebiet von DVB-T Rhein-Main mit dem von DVB-T Rhein-Neckar, bei dem sich jedoch bis dato keine privaten Programmanbieter, sondern nur Öffentlich-Rechtliche an Ausstrahlungen beteiligen.
Weitere im Rhein-Main-Gebiet je nach Lage mit Richt-Dachantenne empfangbare DVB-T-Standorte Standort Versorgungsgebiet Koordinaten Zuständige Rundfunkanstalt Ergänzende Programme Anmerkung Kreuzberg (Rhön) Bayern: Nördliches Unterfranken BR Kanal 36 (594 MHz): EinsPlus Arte (24 h)
Kanal 46 (674 MHz): ARD alpha MDR Fernsehen Thüringen BR Fernsehen Nord (Franken) (in besserer Qualität) Empfang in östlicher Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Durch gerichtetes Antennendiagramm ab Darmstadt kein Empfang. Heidelstein (Rhön) Hessen: Osthessen hr Kanal 35 (586 MHz): MDR Fernsehen Thüringen Empfang in östlicher Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Rimberg (Knüll) Hessen: Osthessen hr Kanal 35 (586 MHz): MDR Fernsehen Thüringen Empfang in Kernzone Rhein-Main teilweise gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Würzberg (Odenwald) Hessen: Südhessen/Odenwald hr Kanal 53 (730 MHz): SWR Fernsehen Baden-Württemberg (in besserer Qualität) WDR Fernsehen Köln Empfang in Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Angelburg (Dillenburg) Hessen: Mittelhessen hr Kanal 24 (498 MHz): WDR Fernsehen Köln Empfang in nördlicher Kernzone Rhein-Main teilweise sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Pfaffenberg (Spessart) Bayern: Mittleres Unterfranken BR Kanal 36 (594 MHz): EinsPlus Arte (24 h)
Kanal 46 (674 MHz): ARD alpha MDR Fernsehen Thüringen BR Fernsehen Nord (Franken) (in besserer Qualität) Empfang in Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Donnersberg (Pfälzer Wald) Rheinland-Pfalz: Pfalz SWR (Rheinland-Pfalz) Kanal 57 (762 MHz): EinsPlus Arte (24 h)
Kanal 44 (658 MHz): WDR Fernsehen Köln SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz (in besserer Qualität) Empfang in Kernzone Rhein-Main sehr gut. Zum Teil über Zimmerantenne oder Außenantenne nutzbar. Hoher Meißner (Meißner) Hessen: Nordhessen hr Kanal 55 (746 MHz): NDR Fernsehen Niedersachsen MDR Fernsehen Thüringen WDR Fernsehen Köln Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich. Im Norden des Taunus und im Vogelsberg teilweise gut über Dachantenne empfangbar. Essigberg (Habichtswald) Hessen: Nordhessen hr Kanal 55 (746 MHz): NDR Fernsehen Niedersachsen MDR Fernsehen Thüringen WDR Fernsehen Köln Empfang in Kernzone Rhein-Main nur sehr schlecht möglich. Im Norden des Taunus und im Vogelsberg teilweise gut über Dachantenne empfangbar. Königstuhl (Heidelberg) Baden-Württemberg: Kurpfalz SWR (Baden-Württemberg) Kanal 60 (786 MHz): EinsPlus Arte (24 h)
Kanal 49 (698 MHz): WDR Fernsehen Köln