Lauf, Junge, lauf ist ein Jugendroman des Schriftstellers Uri Orlev, der ihn nach den wahren Erlebnissen von Yoram FridmanUri Orlev: Lauf, Junge, lauf. Weinheim – Basel 2006, S. 5. erzählt. Den Roman hat Mirjam Pressler aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt, er erschien erstmals in deutscher Übersetzung 2004 bei Beltz & Gelberg.
Inhalt Dem achtjährigen jüdischen Jungen Srulik gelingt 1942 die Flucht aus dem Warschauer Ghetto. Von jetzt an muss er sich bis zum Kriegsende durchschlagen. Er gibt sich den christlich klingenden Namen Jurek Staniak, schließt sich anderen Menschen an – Jungenbanden, Bauernfamilien, Partisanen – und muss jedoch immer wieder fliehen. Gefahr droht nicht allein von deutschen Soldaten – vor allem auch von polnischen Landsleuten, die ihn zweimal gegen Belohnung an die SS ausliefern. Er erlebt das Kriegsende bei der Bauernfamilie Kowalsky. Als Jugendlicher wandert Yoram Friedman, so sein richtiger Name, in den neugegründeten Staat Israel aus. Dort trifft er eine seiner Schwestern wieder. Er gründete eine Familie, verstarb am 3. Januar 2017 in Rischon LeZion.
Pressestimmen
Auszeichnungen 2005 „Goldener Lufti“ der Lufti-Jugendbuchjury der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft 2005 Nominierung zum „Deutschen Jugendliteraturpreis“
Verfilmung Der Regisseur Pepe Danquart verfilmte das Buch unter dem Titel Lauf Junge lauf als deutsch-polnisch-französische Koproduktion.Frank Zimmermann: Danquarts neues Filmprojekt an der PH: Eine schwierige Geburt. In: Badische Zeitung, Ausgabe Freiburg, 5. Mai 2012, abgerufen am 18. Dezember 2021. Die Erstaufführung für Mitteldeutschland war am 1. April 2014 in Halle (Saale).
Ausgaben Uri Orlev: Lauf, Junge, lauf. 5. Auflage. Beltz & Gelberg, Weinheim – Basel 2008, ISBN 978-3-407-74107-3.
Einzelnachweise
Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Hebräisch) Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Roman, Epik