Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen, die bis 2008 bestand, war in drei Aufsichtsbezirke Süd, Ost und West eingeteilt, die insgesamt 18 Superintendenturen (kurz auch: Supturen) umfassten. Zum 1. Januar 2009 schloss sie sich mit der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zusammen.

Aufsichtsbezirk Süd Der Aufsichtsbezirk Süd wird vom Kreiskirchenamt in Meiningen verwaltet und umfasst die Superintendenturen Arnstadt-Ilmenau Bad Salzungen-Dermbach Hildburghausen-Eisfeld Meiningen Rudolstadt-Saalfeld Sonneberg

Superintendentur Arnstadt-Ilmenau Die Superintendentur grenzt an folgende Kirchenkreise: im Norden an Erfurt, im Nordosten an Weimar, im Osten an Rudolstadt-Saalfeld, im Süden an Hildburghausen-Eisfeld, im Südwesten an Henneberger Land mit Sitz in Suhl, im Westen an Waltershausen-Ohrdruf und im Nordwesten an Gotha.

Die Superintendentur Arnstadt-Ilmenau wurde 1920 geschaffen und umfasst das Gebiet des Ilm-Kreises mit Ausnahme der Orte Schmiedefeld am Rennsteig, Stützerbach, Frauenwald (SI Henneberger Land), Gräfenroda, Geschwenda, Gehlberg, Frankenhain (SI Waltershausen-Ohrdruf), Kirchheim (SI Erfurt) und Herschdorf (SI Rudolstadt). Heute umfasst die Superintendentur 25 Kirchengemeinden mit ca. 27.000 Gemeindegliedern.

Der Vorsitzende der Kreissynode ist Stefan Ibrügger aus Ilmenau-Roda. Die beiden Oberpfarrer sind Horst Laube und Hansgünther Reichelt.

Ehemalige Superintendenten Michael Hundertmark (bis 2006)

Zugehörige Kirchgemeinden Das Gebiet der Superintendentur ist in insgesamt 25 Kirchgemeinden unterteilt (In Klammern zugehörige Kirchen, alle Ilm-Kreis, außer wenn anders angegeben, in Klammern mit + sind Orte aufgeführt, die keine eigene Kirche besitzen und die Kirche des Nachbarortes mitnutzen): Angelhausen-Oberndorf (350 Mitglieder; Kirchen in Angelhausen, Oberndorf und Dornheim) Arnstadt (4.300 Mitglieder; Liebfrauenkirche, Oberkirche, Bachkirche, Kirche in Rudisleben) Dienstedt (Kirchen in Dienstedt, Breitenheerda (Landkr. SLF), Barchfeld (Landkr. AP), Großhettstedt, Kleinhettstedt) Elxleben (Kirchen in Elxleben, Gügleben, Elleben, Alkersleben, Ettischleben, Riechheim) Espenfeld (Kirchen in Espenfeld, Siegelbach und Dosdorf) Gehren (Kirchen in Gehren, Jesuborn und Möhrenbach) Geraberg (Kirchen in Geraberg, Elgersburg, Angelroda, Martinroda, Neusiß) Gillersdorf (Kirchen in Gillersdorf (+Friedersdorf), Willmersdorf, Pennewitz, Garsitz (Landkr. SLF), Dörnfeld/H. (Landkr. SLF)) Gräfinau-Angstedt (Kirchen in Gräfinau-Angstedt, Wümbach, Bücheloh) Griesheim (Kirchen in Griesheim (+Hammersfeld), Cottendorf, Dörnfeld/I., Geilsdorf, Nahwinden, Döllstedt, Ehrenstein) Großbreitenbach (1330 Mitglieder; Großbreitenbach und Böhlen (+Wildenspring)) Holzhausen (460 Mitglieder; Kirchen in Holzhausen, Bittstädt, Sülzenbrücken und Haarhausen) Ichtershausen (Kirchen in Ichtershausen, Eischleben, Molsdorf (Stadt EF), Rehestädt, Thörey, Rockhausen) Ilmenau (3.400 Mitglieder; St.-Jakobus-Kirche (+Oberpörlitz), Kreuzkirche, Kirche in Manebach, Kirche in Roda) Langewiesen (Kirchen in Langewiesen und Oehrenstock) Marlishausen (Kirchen in Marlishausen, Branchewinda, Dannheim, Görbitzhausen, Hausen, Wüllersleben) Neuroda (Kirchen in Neuroda, Kettmannshausen, Schmerfeld, Traßdorf, Reinsfeld und Wipfra) Neustadt am Rennsteig (Michaeliskirche, Schwarzburger Kirche sowie die Kirche in Altenfeld) Oberwillingen (Kirchen in Oberwillingen, Niederwillingen, Behringen, Roda, Großliebringen und Kleinliebringen) Plaue (Kirchen in Plaue, Liebenstein, Kleinbreitenbach und Rippersroda) Singen (Kirchen in Singen, Gösselborn, Hengelbach (Landkr. SLF), Paulinzella (Landkr. SLF)) Stadtilm (Kirchen in Stadtilm und Oberilm) Unterpörlitz (Kirchen in Unterpörlitz (+ Pörlitzer Höhe) und Heyda) Witzleben (Kirchen in Witzleben, Achelstädt, Wülfershausen, Ellichleben, Bösleben und Osthausen)

Superintendentur Bad Salzungen-Dermbach Die Superintendentur Bad Salzungen-Dermbach, die eine sehr unterschiedliche Prägung aufweist, ist eine der größten innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen. Sie umfasst 29 Kirchengemeinden mit ca. 35.000 Gemeindegliedern. Derzeitiger Superintendent ist Ulrich Lieberknecht (Stand Juli 2016).

Der Vorsitzende der Kreissynode war bis 2007 Ulrich Rohmer aus Weilar. Die beiden Oberpfarrer sind Helmut Tonndorf (Schwallungen) und Gerald Kotsch (Dermbach).

Ehemalige Superintendenten Andreas Müller

Zugehörige Kirchgemeinden Das Gebiet der Superintendentur umfasst folgende Kirchgemeinden: Bad Liebenstein Bad Salzungen Breitungen Dermbach Dorndorf und Merkers Empfertshausen Fischbach Frankenheim/Rhön Gehaus und Oechsen Kaltennordheim Kaltensundheim Kaltenwestheim Kieselbach und Frauensee Möhra Oberweid Pferdsdorf/Rhön Roßdorf Schwallungen Schweina Stadtlengsfeld Steinbach Sünna Tiefenort Urnshausen Vacha und Oberzella Völkershausen Weilar Wernshausen

Superintendentur Hildburghausen-Eisfeld Die Superintendentur umfasst 20 Pfarrämter, ihr derzeitiger Superintendent (Stand: 2005) ist Michael Kühne. Vorsitzender der Kreissynode ist Ulrich Neundorf.

Die Pfarrämter der Superintendentur sind: Hildburghausen Bedheim-Pfersdorf Biberschlag Brünn Crock Eisfeld Gleichamberg Heldburg-Ummerstadt Heldburg-Rieth Heubach Häselrieth Marisfeld Masserberg Reurieth Sachsenbrunn Schönbrunn Streufdorf-Stressenhausen Themar Veilsdorf Westhausen

Superintendentur Meiningen Die Superintendentur umfasst 20 Pfarrämter (Kirchspielen). Derzeitige Superintendentin ist Beate Marwede; Oberpfarrer ist Thomas Perlick und Vorsitzender der Kreissynode ist Christoph Gann (Stand: 2016).

Die Pfarrämter der Superintendentur sind:

Bettenhausen-Helmershausen Bibra Friedelshausen Hermannsfeld Jüchsen Kirchengemeinde Meiningen Meiningen I Meiningen II Meiningen III Metzels Milz im Grabfeld Obermaßfeld-Grimmenthal Queienfeld Römhild Stepfershausen Unterkatz Vachdorf Walldorf Wasungen Kirchengemeinde Zella-Mehlis Zella-Mehlis I Zella-Mehlis II

Superintendentur Rudolstadt-Saalfeld Die Superintendentur umfasst 38 Pfarrämter mit 39 Pastoren, 19 hauptamtlichen Mitarbeitern und etwa 36.500 Gemeindegliedern, die etwa 30 % der Gesamtbevölkerung ausmachen. Sie ist die größte Superintendentur der Thüringischen Landeskirche; ihr derzeitiger Superintendent (Stand: 2006) ist Peter Taeger. Oberpfarrer sind Beate Kopf und Reinhard Zimmermann, Vorsitzender der Kreissynode ist Eberhard Rau.

Die Pfarrämter der Superintendentur sind: Rudolstadt Allendorf Bad Blankenburg Braunsdorf Drognitz Döschnitz Gräfenthal-Großneundorf Heilingen Hoheneiche Kamsdorf Katzhütte Kaulsdorf Kirchhasel Königsee Könitz Lehesten Leutenberg Marktgölitz Mellenbach-Glasbach Meuselbach-Schwarzmühle Neusitz Oberhain Obernitz Oberweißbach Probstzella Quittelsdorf Remda Rudolstadt-Schwarza Rudolstadt-Volkstedt Saalfeld Saalfeld-Gorndorf Saalfeld-Graba Scheibe-Alsbach Schmiedefeld Teichel Uhlstädt Unterwellenborn Wallendorf

Superintendentur Sonneberg Die Evangelisch-Lutherische Superintendentur Sonneberg ist am Südhang des Thüringer Waldes gelegen und grenzt an die Superintendenturen Hildburghausen-Eisfeld und Rudolstadt-Saalfeld der Thüringer Landeskirche sowie an den Kirchenkreis Bayreuth der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Superintendent seit dem Jahr 2005 ist Wolfgang Krauß.http://www.suptur-sonneberg.de/

Gebiet der Superintendentur Die Superintendentur Sonneberg umfasst insgesamt 20 Kirchgemeinden mit ca. 21.300 Gemeindegliedern, die sich in 4 Gebiete aufteilen.

Stadt Sonneberg: Sonneberg

Hinterland (Schaumburger Land): Effelder Mengersgereuth-Hämmern Meschenbach (zum Pfarramt Rauenstein) Rauenstein Schalkau

Unterland: Judenbach Gefell (zum Pfarramt Oberlind) Heinersdorf (zum Pfarramt Judenbach) Köppelsdorf Mupperg Neuhaus-Schierschnitz Oberlind

Oberland: Haselbach (zum Pfarramt Spechtsbrunn) Lauscha Lichtenhain (zum Pfarramt Spechtsbrunn) Neuhaus am Rennweg Spechtsbrunn Steinach Steinheid

Aufsichtsbezirk Ost Der Aufsichtsbezirk Ost wird vom Kreiskirchenamt in Gera verwaltet und umfasst die Superintendenturen Altenburger Land Eisenberg Gera Greiz Jena Schleiz

Superintendentur Altenburger Land Die Superintendentur Altenburger Land ist die östlichste Superintendentur der Landeskirche, die im Westen an die Superintendentur Gera grenzt.

Die letzte Superintendentin war seit 2006 Anne-Kristin Ibrügger. Seit Dezember 2013 ist Jörg Dittmar bis zur Neubesetzung der amtierende Superintendent.https://www.suptur-abg.de/

Die Superintendentur Altenburger Land umfasst folgende 14 Kirchspiele mit ca. 20.000 Gemeindegliedern: Altenburg (6 Kirchgemeinden) Altenburg-Zschernitzsch Dobitschen (7 Kirchgemeinden) Ehrenhain-Nobitz (4 Kirchgemeinden) Flemmingen (7 Kirchgemeinden) Gößnitz (4 Kirchgemeinden) Großenstein (12 Kirchgemeinden) Rositz (Lucka I) Meuselwitz (Lucka II, 4 Kirchgemeinden) Ronneburg Saara-Ponitz (6 Kirchgemeinden) Schmölln (5 Kirchgemeinden) Thonhausen (5 Kirchgemeinden) Treben

Superintendentur Eisenberg Die Superintendentur Eisenberg liegt zwischen Gera und Jena im Gebiet zwischen Elster und Saale und deckt im Wesentlichen das Gebiet des Saale-Holzland-Kreises ab. Sie umfasst 111 Kirchengemeinden in 205 Orten mit derzeit 31 Pfarrstellen und 14 Mitarbeitern im Verkündigungsdienst, die derzeit (Stand: 2006) ca. 24.000 Gemeindeglieder betreuen.

Das heutige Gebiet der Superintendentur entstand in den vergangenen 10 Jahren aus den früheren Superintendenturen Eisenberg, Camburg, Stadtroda und Kahla. Zunächst wurden die Supturen Eisenberg und Camburg zusammengelegt, anschließend wurden 1998 noch die Regionen Stadtroda und Kahla zugeordnet.

Superintendent ist Arnd Kuschmierz, Oberpfarrer ist Ulrich Katzmann, Vorsitzende der Kreissynode ist Christiane Kranich.

Die Pfarrämter der Superintendentur Eisenberg sind: Altendorf Bad Klosterlausnitz Bürgel Camburg-Region Camburg-Leislau Casekirchen Dorndorf Eckolstädt Eisenberg Etzdorf Frauenprießnitz Großkröbitz Gumperda Hainspitz Hermsdorf Hummelshain Kahla Königshofen Neidschütz Orlamünde Ottendorf Petersberg Renthendorf Schöngleina Seifartsdorf Stadtroda Stadtroda-Mörsdorf Trockenborn Tröbnitz

Superintendentur Gera In einer Neuordnung der Landeskirche nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Superintendenturen Gera-Stadt, Gera-Land und Weida eingerichtet. Im Jahr 1977 wurden die beiden Geraer Supturen vereinigt, im Zuge der Strukturreform im Jahr 1998 wurden die Superintendentur Gera und Weida zur neuen Superintendentur Gera vereinigt.

Die heutige Superintendentur Gera umfasst 21 Pfarrstellen mit etwa 22.000 Gemeindegliedern. Seit November 2002 ist Gabriele Schaller Superintendentin des Kirchenkreises. Vorsitzender der Kreissynode ist Klaus-Peter Machnitzke.http://www.ev-kirchenkreis-gera.de/

Die Superintendentur wird heute in die Stadt-Region, die Nord-Region und die Süd-West-Region eingeteilt. Die zugehörigen Pfarrämter sind: Stadt-Region Pfarramt Gera (St. Trinitatis, St. Salvator, St. Johannis, Gemeindezentrum Bieblach) Pfarramt Gera-Untermhaus Pfarramt Frankenthal Stadtjugendpfarramt Gera Klinikseelsorge Waldklinikum Gera Ev. Jugendhaus Shalom Nord-Region Bad Köstritz Gera Langenberg Aga Roschütz Pölzig St. Gangloff Süd-West-Region Gera-Lusan Gera-Zwötzen Weida Wünschendorf Münchenbernsdorf Niederpöllnitz Sirbis Markersdorf Rüdersdorf

Superintendentur Greiz Das Zentrum der Superintendentur bilden die Städte Greiz sowie Zeulenroda-Triebes, der Sitz ist Greiz. Sie besteht aus 57 Kirchen mit 18 Pfarrämtern mit 25.000 Gemeindegliedern. Superintendent ist Andreas Görbert.http://www.kirchenkreis-greiz.de/

Die Pfarrämter der Superintendentur sind: Auma Berga/Elster Fraureuth Fröbersgrün-Schönbach Greiz Greiz-Caselwitz Greiz-Reinsdorf