Albert Diedrich Dunkel (* 23. Dezember 1856 in Bremen; † 1. Oktober 1905 in Bremen) war ein deutscher Architekt.
Biografie mini|Villa Dunkel des Architekten, Parkallee 101 Albert D.(iedrich) Dunkel stammte aus einer Familie, die schon mehrere Baumeister hervorgebracht hatte. Seine Cousins Johann Diedrich Dunkel jun. (1845–1887) und Fritz Dunkel waren ebenfalls als Architekten in Bremen tätig. Nach dem Schulbesuch und einer praktischen Ausbildung erhielt er die Ausbildung zum Architekten an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. Er war ein Architekt der Stilrichtung des Historismus und bevorzugte Entwürfe im Stil der Neorenaissance. Er beteiligte sich mit der „altbremischen Straße“ an der Norddeutschen Gewerbe- und Industrieausstellung in Bremen. Das Essighaus aus der Renaissance in der Langenstraße (Altstadt) wurde 1897 nach seinen Plänen umgebaut. Das von ihm geplante Gebäude „Neue Sparkasse“, am Markt 14, entstanden von 1895 bis 1898, wurde vom Bankhaus Neelmeyer übernommen und im Krieg 1944 zerstört. Er plante weiterhin den Umbau der Bremer Kunsthalle (1902) und zusammen mit Diedrich Tölken die Gebäude für die Bremer Bank, Am Domshof 8/9 (1905) sowie für den kaufmännischen Verein „Union“ an der Ecke Wachtstraße / Tiefer (1903; zerstört 1944).
Familie Dunkel war der Vater von Manfred Dunkel, dem langjährigen Inhaber der Firma E. Leybolds Nachfolger in Köln, Vorsitzender des AGV M+E in Köln (1964–1966) und Stifter des Gaede-Preis der Deutschen Vakuumgesellschaft. Cousin von Dunkel war der Kaufmann und Politiker Richard Dunkel, Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und von 1919 bis 1930 Präsident der Bremer Bürgerschaft.
Werke mini|hochkant|Villa Oesselmann, Bremen 1888 mini|hochkant|Bremer Lebensversicherungs-anstalt, Domshof 17–18, 1891 mini|hochkant|Haus Oelrichs in der Kohlhökerstraße 34, 1894 mini|hochkant|Geschäftshaus des kaufmännischen Vereins „Union“, Wachtstraße/Ecke Tiefer, 1903 mini|192x192px|Erweiterung Kunsthalle Bremen, 1902-1904 1885: Herrenhaus für Konsul August Wilhelm Brauer, Osterholzer Heerstraße / Hans-Bredow-Straße (Landgut Kriete), BremenDenkmaltopographie Osterholz, 1982, S. 39Osterholz 1860-1945, Bremen 2001, S. 52–54 1886: Geschäftshaus Heinrich Ludewig, Obernstraße 2, Ecke Sögestraße, Bremen Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 393 1887–1888: Villa Oesselmann, Waltjenstraße 140, BremenDenkmaltopographie Gröpelingen, 1982, S. 76 1890: Wohnhaus Eduard Wätjen, Contrescarpe 74/75, Bremen (mit Eduard Gildemeister)Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 495 1891: Bremer Lebensversicherungsanstalt, Domshof 17–18Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 377 1892: Wohnhaus Christian Heinrich „Emil“ Wätjen, Am Dobben 112, Bremen Bremer Häuser erzählen Geschichte, Bd. 2, 2001, S. 79–85 1893: Geschäftshaus Eduard Wätjen, Domshof 10 (für den Neubau der Bremer Bank abgebrochen) 1894: Wohnhaus Kohlhökerstraße 20 (Haus Banck) Bremen und seine Bauten 1900, S. 461, Fig. 528 1894: Wohnhaus Kohlhökerstraße 34 (Haus Oelrichs) Bremen und seine Bauten 1900, S. 461 Mühlberg, Robert (Hrsg.): Kleine Architekturen und Details. Eine Sammlung kleiner Villen und Wohnhäuser, Berlin o. J. , Serie I, Blatt No. 92, Grundriß auf Bl. R 1895: Neue Sparkasse, Am Markt 14, Bremen Bremen und seine Bauten 1900, S. 389, Fig. 389–391 1896: Parkwärterhaus (Wätjenhaus) im Bremer Bürgerpark Bremen und seine Bauten 1900, S. 580, Fig. 478Meydenau, Julius von: Neuere Bremer Baukunst, in: Deutsche Bauhütte 5 (1901), S. 32 1897: Villa Dauelsberg, Schwachhauser Heerstraße 61, Bremen Bremen und seine Bauten 1900, S. 453 1897: Villa Dunkel, Parkallee 101, Bremen Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 506–509 1897: Wohnhaus Schwachhauser Heerstraße 55 Haus Julius Banck, Bremen 1897: Wohnhaus Schwachhauser Heerstraße 57, Haus Eduard Michaelsen (Konsul von Spanien) 1897: Esszimmer und Diele im Essighaus, BremenBremen und seine Bauten 1900, Fig. 315–316 1898: Doppelhaus Parkallee 83–85Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 535–536 1898: Erweiterung und innerer Ausbau des Wohnhauses Carl Schünemann, Contrescarpe 60/61Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 534Meydenau, Julius von: Neuere Bremer Baukunst, in: Deutsche Bauhütte 5 (1901), S. 32 1898: Umbau Wohnhaus Wätjen, Osterdeich, Bleicherstraße 35, BremenBremen und seine Bauten 1900, Fig. 440–443, 498–499 1898–1899: Umbau Wohnhaus Aline von Kapff, Schwachhauser ChausseeBremen und seine Bauten 1900, Fig. 459 1899: Häusergruppe an der Contrescarpe, Ansgariithor, Bremen Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 221 1899: Loge „Zum Ölzweig“, Philosophenweg Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 303–305 1899–1900: Geschäftshaus Th. Gräser, Sögestraße-/Ecke Pelzstraße, BremenBremen und seine Bauten 1900, Fig. 411–412 1899–1900: Villa Buchholz, Hollerallee 6, Bremen; Inneneinrichtung von Heinrich Bremer Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 510–516, Fig. 451 (S. 473)Süddeutsche Bauzeitung 10 (1900), S. 324, Fig. 9 (Empfangszimmer) 1900: Umbau Wohnhaus Gust. Lahusen, Breitenweg 7 Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 445–448 (S. 470–471) 1900: Umbau und Erweiterung Kunsthalle Bremen (mit Eduard Gildemeister) Bremen und seine Bauten 1900, Fig. 276–277 Bremen und seine Bauten 1900-1951, Kap.XI: Hochbauten, e) Museen, S. 325–326 1902–1904: Bremer Bank, Domshof 8–9, Bremen (mit Diedrich Tölken) Bremen und seine Bauten 1900-1951, Abb. XI g 3 1903: Kaufmännischer Verein „Union“, Wachtstraße 9–13/Ecke Tiefer, Bremen (mit Diedrich Tölken) Handbuch der Architektur, IV. Theil: Entwerfen, Anlage und Einrichtung der Gebäude, 1. Halbband: Die architektonische Composition, 3. Auflage, Stuttgart 1904, S. 348-350, Fig. 442-444
Siehe auch Liste bedeutender Bremer Bauwerke Liste Bremer Architekten
Literatur Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X. Carl Thalenhorst (Hrsg.): Bremen und seine Bauten 1900-1951. Bremen Carl Schünemann Verlag 1952.
Einzelnachweise
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