Aribert Weis (* 3. Januar 1948 in Heidenburg) ist ein deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Produzent von Dokumentar- und Spielfilmen.

Leben Aribert Weis begann im Alter von 15 Jahren eigene Filme zu drehen. Später studierte er an der Werkkunstschule in Trier Graphik und Architektur und übersiedelte nach Berlin. Es folgten erste professionelle Filmarbeiten mit Max Willutzki und Christian Ziewer.

Mit seinem ersten Kinokurzfilm erntet er diverse Preise (u. a. 1972 bei den Filmfestspielen Venedig). 1977 drehte seinen ersten Dokumentarfilm fürs Fernsehen. Seine Schwerpunkte im dokumentarischen Bereich sind eine Zeit lang ethnographische Filme. Zusammen mit Regine Heuser realisierte er Die Leute von Lich-Steinstraß; der Dokumentarfilm wurde Fernsehspiel des Monats und Fernsehspiel des Jahres.

1981 inszenierte Weis seinen ersten Kinofilm Das Haus im Park. 1986 heiratete er die Schauspielerin Angelika Bartsch und übersiedelte nach Irland. Dort drehte er für die deutschen Sender an die zehn Dokumentarfilme und arbeitete zeitweilig für den Hörfunk. Es folgten Filme, in denen er sich mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt. You enter Germany aus dem Jahre 2007 beschreibt die Schlacht im Hürtgenwald.

Filmografie Spielfilme 1967: Die Narren 1971: Sascha 1981: Das Haus im Park 1988/89: POL

Dokumentarfilme (Auswahl) 1966: Falken 1969: Matador 1977: Gezwungen, in die Welt zu gehen 1978: Hambacher Forst 1979: Die Leute von Lich-Steinstraß 1982/84: Völker im Schatten: Sarden / Ladiner / Deutsche in Ungarn / Inuits auf Grönland 1979/86: Requiem für ein Maiglöckchen 1990: Anton 1991: Irakische Künstler in Deutschland 1992: Nordirlands Scheideweg: Die Falls Road in Belfast 1992: Heimweh nach Irland oder: Leben auf der Grenze 1993: Der Rinderwahnsinn – eine Gefahr für den Menschen 1994: Fremde in einer fremden Heimat – Ungarische Minderheiten in Europa 1995: Lord Haw-Haw – Ein Anglo-Ire im Reichsrundfunk 1995: Der Siegeszug der Kartoffel – Wie die Kartoffel nach Europa kam 1996: Zwei Pfarrer – Zwei Welten – Portrait zweier irischer Priester 1996: The Book of Kells – Das schönste Buch der Welt 1997: „Operation Shamrock“ – Deutsche Kriegskinder in Irland 1997: Streets of Dublin – Ein ungewöhnlicher Priester in Dublin 1998: Der irische Traum – Portrait über den irischen Friedensnobelpreisträger John Hume 1999: Am Ende eines Alptraumes? – Schottlands langer Kampf um Unabhängigkeit 2000: Galway – Irlands blaue Stadt 2000: Aalfang am Shannon 2001: Versuchte Abtreibung – Reportage über das holländische Abtreibungsschiff Aurora 2005–07: You enter Germany – Hürtgenwald und der lange Krieg am Westwall

Auszeichnungen Preis bei den Filmfestspielen von Venedig 1972 für Sascha Filmothek der Jugend, Oberhausen 1972 Ehrendiplom der Leipziger Woche für Dokumentar- und Kurzfilm Die Leute von Lich-Steinstraß: Fernsehspiel des Monats August 1980 Die Leute von Lich-Steinstraß: Fernsehspiel des Jahres 1980 Filmband in Silber; Deutscher Filmpreis 1974; Mannheimer Golddukaten 1973 für Der Lange Jammer (als Co-Autor; Regie: Max Willutzki) Das Haus im Park: Offizieller Wettbewerbsbeitrag bei den Filmfestspielen Moskau 1983; Prädikat: wertvoll

Literatur Werner Biedermann, Angela Haardt: Bilder aus der Wirklichkeit / 4. Duisburger Filmwoche ’80. Filmforum, Duisburg 1981. Wilhelm Roth: Der Dokumentarfilm seit 1960. Bucher, München / Luzern 1982, ISBN 3-7658-0397-9. Lothar R. Just: Filmjahr 1981/82. Büchse der Pandora, Wetzlar 1982, ISBN 3-88690-022-3. Fischer Film Almanach 1982. Fischer, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-596-23674-6. Hans Günther Pflaum: Jahrbuch Film 81/82. Berichte/Kritiken/Daten. Carl Hanser Verlag, München/Wien 1981, ISBN 3-446-13456-5. Hubert Ortkemper: Film in Berlin. Colloquium, Berlin 1983, ISBN 3-7678-0595-2.

Weblinks Homepage von Aribert Weis

Homepage des Films You enter Germany – Hürtgenwald und der lange Krieg am Westwall

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