Veliš (deutsch Welisch) ist eine Gemeinde im Okres Jičín in Tschechien. Sie liegt sechs Kilometer südwestlich von Jičín am südlichen Fuße des Berges Veliš.
Geschichte mini|links|Veliš mini|Burg Veliš um 1650 Veliš wurde erstmals 1140 in einer Gründungsurkunde des Klosters Strahov erwähnt. Die auf einer Anhöhe über dem Dorf um 1300 errichtete königliche Burg ist für 1316 belegt. 1327 erwarben die Herren von Wartenberg die Herrschaft Veliš zunächst als Pfandschaft und zehn Jahre später als erblichen Besitz. Für 1438 ist Hašek von Waldstein als Besitzer nachgewiesen, von dem es 1452 der spätere böhmische König Georg von Podiebrad erwarb. Von dessen Söhnen erwarb es 1482 Samuel von Hradek und Valečov, dem die Trčka von Leipa folgten. Jan Rudolf Trčka von Lípa verkaufte Veliš 1606 an Matthias von Thurn, der nach der Schlacht am Weißen Berg enteignet wurde. Nachfolgend gelangte es an Albrecht von Wallenstein, nach dessen Ermordung 1634 an Heinrich von Schlick, den 1650 sein Sohn Franz Ernst beerbte.
Von wirtschaftlicher Bedeutung war im 19. Jahrhundert ein Basaltsteinbruch.
Ortsteile Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Veliš und Vesec.
Sehenswürdigkeiten katholische Kirche mit dem Patrozinium des böhmischen Landesheiligen Wenzel Ruine der ehemaligen königlichen Burg auf dem Berg Veliš Gruft für Angehörige des Adelsgeschlechts Schlick.
Persönlichkeiten Karel Pařík (1857–1942), Architekt
Literatur
Joachim Bahlcke, Winfried Eberhard, Miloslav Polívka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Böhmen und Mähren (= Kröners Taschenausgabe. Band 329). Kröner, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-32901-8, S. 655.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Ersterwähnung 1140