Joaquín Caparrós Camino (* 18. Oktober 1955 in Utrera) ist ein spanischer Fußballtrainer, der unter anderem schon für den FC Sevilla, RCD Mallorca, Deportivo La Coruña und Athletic Bilbao verantwortlich war. Von 2020 bis 2022 war Caparrós Trainer der armenischen Nationalmannschaft.
Trainerlaufbahn Die Anfänge Der aus der Jugend von Real Madrid stammende Joaquín Caparrós entschied sich früh für eine Laufbahn als Trainer und bereits im Alter von 26 Jahren nahm er diverse Trainerjobs an. Der Durchbruch als Trainer gelang ihm 1996, als er bei Recreativo Huelva angestellt wurde. Nach drei erfolgreichen Jahren und dem Aufstieg in die Segunda División folgte der Wechsel zum FC Villarreal, den er jedoch gerade einmal sieben Spieltage betreute.Caparrós: „No me arrepiento de haber estado en el Villarreal“; El Periódico Mediterraneo, 24. Oktober 2003. Neben seiner Trainertätigkeit im Verein war er von 1998 bis 2000 für die inoffizielle Fußballauswahl von Andalusien tätig.
Seine bisher erfolgreichste Zeit waren die fünf Jahre beim FC Sevilla in seiner andalusischen Heimat, mit dem er sich zweimal für den UEFA Cup qualifizieren konnte. Zuvor führte er den Traditionsclub mit bescheidenen finanziellen Mitteln überraschend souverän (Erster der Segunda División) in die spanische Eliteliga zurück.
Abstiegskampf Ab dem Jahr 2005 wollte er ein neues Projekt beginnen und so schlug Caparrós die geplante Vertragsverlängerung in Sevilla aus.Caparrós deja el Sevilla; El País, 3. Juni 2005 Joaquín Caparrós ging zum damals hochambitionierten Deportivo La Coruña.Caparros zu la Coruna; transfermarkt.ch (Online nicht mehr verfügbar.) Während in der ersten Saison das internationale Geschäft nur knapp verfehlt wurde, drehten die Clubverantwortlichen mehr und mehr den Geldhahn zu, da die Galicier hoch verschuldet waren und so drohte 2007 sogar der Abstieg. Aus diesem Grund trat der Trainer von sich aus zurück und machte den Weg frei für seinen Nachfolger.; La Voz de Galicia, 17. Juni 2007. Trotz allem konnte die Zeit bei Depor auch wegen der geringen finanziellen Mittel seinem guten Ruf nicht schaden.
Weitere Karriere Im Sommer 2007 unterschrieb er einen Vertrag bei Athletic Bilbao.Presentación íntegra de Joaquín caparrós como entrenador del Athletic; El Correo, 13. Juli 2007 (Audio). – J. Ortiz de Lazcano: Joaquín Caparrós, nuevo entrenador del Athletic: «Garantizo un Athletic con carácter y espíritu ganador»; El Correo, 13. Juli 2007. Trotz Erreichens des sechsten Tabellenplatzes in der Saison 2010/11 wurde sein auslaufender Vertrag nicht verlängert. Danach unterschrieb Caparrós im Juli 2011 beim Schweizer Erstligisten Neuchâtel Xamax.; Schweizer Fernsehen – SportLive, 27. Juli 2011 (Video, nur in der Schweiz verfügbar). Am 3. September 2011 gab der Eigentümer und Präsident von Xamax, Bulat Tschagajew, nach nur einem Monat Amtszeit die Entlassung Caparrós’ bekannt.Wieder eine Trainerentlassung bei Xamax: Joaquin Caparros im Super-League-Verein nicht mehr genehm; NZZ Online, 2. September 2011 Am dritten Oktober 2011 wurde er neuer Trainer beim spanischen Erstligisten RCD Mallorca, wo der Däne Michael Laudrup wenige Tage zuvor zurückgetreten war. Anfang Februar 2013 wurde Caparrós nach vier Niederlagen in Folge entlassen.Mallorca feuert Caparros und installiert erneut Manzano, 5. Februar 2013 Nach 17 Punkten aus 22 Spielen in der Saison 2012/13 belegte der Verein zu diesem Zeitpunkt nur den vorletzten Platz. Zur Saison 2013/14 übernahm er den spanischen Erstligisten Levante UD.Caparrós entrenará al Levante el próximo curso; Marca.com, 9. Juni 2013 (spanisch) Am 27. Mai 2014 verabschiedete er sich von Levante UD.; Blogeintrag auf der Homepage von Joaquín Caparrós, 28. Mai 2014 (spanisch). Bereits einen Tag später wurde bekanntgegeben, dass er einen Zweijahresvertrag beim FC Granada unterschrieben hatte.M. Ángel Rodríguez: Caparrós ya es oficialmente entrenador del Granada; Marca.com, 28. Mai 2014 (spanisch). Nach einem Jahr in Granada wurde er entlassen.
Am 8. November 2016 verpflichtete ihn der CA Osasuna. Sport1.de, 8. November 2016. Von April bis Juni 2018 kehrte er nach dreizehn Jahren zum FC Sevilla interimsweise zurück. Im März 2019 wurde er erneut Trainer des FC Sevilla. Yahoo Sports, 15. März 2019. Nach Ende der Saison 2018/19 legte er sein Traineramt beim FC Sevilla nieder. Von März 2020 bis 2022 war Caparrós Nationaltrainer der armenischen Fußballnationalmannschaft.
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Einzelnachweise
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