miniatur|250px|Kegelstumpfform und Unterlage für den Setzversuch Der Setzversuch (engl. slump test) ist ein Versuch zur Bestimmung der Konsistenz von Frischbeton und ist hauptsächlich für Betone im mittleren Konsistenzbereich geeignet. Der Ablauf ist in der DIN EN 12350-2 beschrieben.

Versuchsdurchführung Die kegelstumpfförmige Metallform ohne Boden von vorgegebenen Ausmaßen wird auf eine Unterlegplatte gestellt. Der zu prüfende Beton wird in drei gleichdicken Lagen eingebracht. Jede Lage wird mit 25 Stößen verdichtet. Der nach dem Einbringen vorhandene Überstand wird mit einer Sägebewegung bündig abgezogen. Dann wird die Form innerhalb von 2 bis 5 Sekunden ohne Drehen oder seitliche Verschiebung langsam nach oben abgezogen. Unmittelbar nach dem Entfernen der Form wird die höchste Höhe des zusammengesunkenen Betonstumpfes ermittelt. Die Differenz zwischen dieser Höhe und der Höhe der Form ist das „Setzmaß“. Je nach der Größe des Setzmaßes (10 mm bis über 220 mm) wird der Beton in die Klassen S1 bis S5 eingestuft.

+ Setzmaßklassen Klasse Setzmaß in mm Konsistenz S1 10 – 40 plastisch S2 50 – 90 weich S3 100 – 150 (sehr) weich S4 160 – 210 sehr weich S5 ≥ 220 fließfähig

Normen und Standards DIN EN 12350-2 – Prüfung von Frischbeton – Teil 2: Setzmaß

Kategorie:Betonprüfverfahren