miniatur|Nosie Katzmann in Potsdam (2007) Jürgen „Nosie“ Katzmann (* 1959 in Bad Neustadt an der SaaleZur Person: Nosie Katzmann bei rheinpfalz.de, abgerufen am 3. Juni 2015) ist ein deutscher Musikproduzent.

Er war in den 1990er Jahren mit mehreren Eurodance-Projekten wie Culture Beat oder Captain Hollywood Project erfolgreich, für die er Hits wie Mr. Vain oder More and More und viele andere schrieb.Musikmagazin Mint, Nr. 82, Februar 2026: „Wir waren ein Kompetenzteam“ Interview mit Musikproduzent Nosie Katzmann von Journalist Jörg Sädler. Dialog GmbH, Dortmund. S. 70–73

Werdegang Einen ersten öffentlichen Auftritt hatte Nosie Katzmann, der ursprünglich Schriftsteller werden wollte und dessen Spitzname „Nosie“ sich von dem englischen Wort „nosy“ für die Eigenschaft „neugierig“ ableitet, in seiner Jugend, als er im Musikclub Goldene Krone in Darmstadt, in dem er Schutz vor dem Regen suchte, spontan für einen ausgefallenen Musikact einsprang und mit seiner Gitarre auf der Bühne im großen Saal im oberen Stockwerk vor Publikum auftrat. Anschließend begann Katzmann, von diesem Erlebnis beflügelt, eigene Songs zu schreiben.Radio-Sendung "Rockertreff": Interview mit Studiogast Nosie Katzmann von den Moderatoren Sven Hieronymus und Sebastian "Dr. Rock" Ritter, 120 Min., auf dem Radio-Sender RPR1, 30. April 2026, Ludwigshafen am Rhein, Studio Mannheim Nosie Katzmann trat Anfang 1989 erstmals an die musikalische Öffentlichkeit mit der Veröffentlichung der Single Change/Shake it seiner damaligen Band Pirates Of Pop auf dem Plattenlabel ZYX. Vor dieser Veröffentlichung war er im Rhein-Main-Gebiet eine lokale Größe als Sänger und Frontmann diverser Bands, wie zum Beispiel The Balloons, Head over Heels und Pill and the Baby Boom. Er arbeitete mit Musikern und Produzenten wie Edo Zanki, Curt Cress oder Enrico Zabler zusammen, jedoch ohne eigenen Plattenvertrag.

1989 brachte die Darmstädter Formation Out of the Ordinary ihre erste Single beim gleichen Label ZYX wie Katzmanns Pirates of Pop auf den Markt. Während die Single von Pirates of Pop floppte, kletterte die Gruppe Out of the Ordinary in den Musikclubs die Erfolgsleiter empor. Katzmann und die Macher hinter Out of the Ordinary, Torsten Fenslau und Jens Zimmermann, freundeten sich an und beschlossen, mit vereinten Fähigkeiten einen Titel aufzunehmen. Dieser Song Alone It's Me avancierte binnen kürzester Zeit ebenfalls zu einem Clubhit und trug zum Erfolg Fenslaus bei. Schon die nächste gemeinsame Veröffentlichung Der Erdbeermund, diesmal unter dem Namen Culture Beat, inspiriert von dem lyrischen Text Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,Radio-Sendung "Rockertreff": Interview mit Studiogast Nosie Katzmann von den Moderatoren Sven Hieronymus und Sebastian "Dr. Rock" Ritter, 120 Min., auf dem Radio-Sender RPR1, 30. April 2026, Ludwigshafen am Rhein, Studio Mannheim wurde nicht nur zu einem internationalen Clubhit, sondern zum ersten großen Charthit des Trios Fenslau/Zimmermann/Katzmann.Musikmagazin Mint, Nr. 82, Februar 2026: „Wir waren ein Kompetenzteam“ Interview mit Musikproduzent Nosie Katzmann von Journalist Jörg Sädler. Dialog GmbH, Dortmund. S. 70–73 Sie gründeten gemeinsam den Musikverlag Get into Magic und hatten in den folgenden Jahren eine ganze Reihe von gemeinsamen internationalen Erfolgen (unter anderem I Like You und No Deeper Meaning).

Ende 1992 stieg Jens Zimmermann bei Culture Beat aus und Torsten Fenslau bat Katzmann um eine Zusammenarbeit für das anstehende Culture-Beat-Album Serenity, das er mit seinem neuen Produzentenpartner Peter Zweier aufnehmen wollte. Katzmann lieferte die Songs, Fenslau und Zweier die Playbacks und die Beats. Das Ergebnis war Culture Beats Mr. Vain, ein Dancehit des Jahres 1993. Das Album Serenity war ebenfalls sehr erfolgreich und konnte mit einer ganzen Reihe weiterer Hits (Anything, Got to Get It, World in Your Hands) aufwarten.

Als es 1993 zu persönlichen und vor allem musikalischen Differenzen kam, trennte man sich und Katzmann begann eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Rodgauer Produzententeam DMP, mit dem er in den Folgejahren einige internationale Erfolge verbuchen konnte. Schon die ersten beiden Kooperationen DMP/Katzmann wurden Clubhits, doch die dritte wurde ein Welthit: More and More von Captain Hollywood Project. Damit legte man den Grundstein für eine lange Serie von Hits aus dem Hause DMP/Katzmann für Künstler wie Captain Hollywood Project, Loft, Intermission und andere (Summer Summer, Piece of My Heart, Hold On etc.).

Katzmann schrieb weitere Hits für Acts wie Jam & Spoon (Right in the Night, Find Me), Scooter (Break It Up) und DJ Bobo (Love Is All Around, Love Is the Price). Ende 1996 zog sich Katzmann aus gesundheitlichen Gründen etwas zurück. Er produzierte sporadisch Künstler wie Gil oder Judy Weiss. Außerhalb des Dancegenres lieh er Alternative-Undergroundtracks seine Stimme (Phonekiller – Bite) und schrieb gelegentlich für befreundete Produzenten. Auf der Basis des Musikverlags Get into Magic gründete Nosie Katzmann Anfang 2008 das Label GIM Records.

Seit September 2015 nimmt er gemeinsam mit dem Rockgitarristen Stefan Kahne aus Bad Dürkheim Musik unter dem Namen Kahne Katzmann auf.Kahne Katzmann – Honey & Sugar 2026 war er regelmäßiger Gast in der YouTube-Serie Decoded des Senders 90s90s. Mit dem Gastgeber Tom Wax bespricht er dort seine Kompositionen.

Diskografie Singles 1986–1989 Listen What Your Girlfriend Says – Balloons Don’t Talk Too Much to Stangers – Balloons Wir wollen tanzen – Peter Gleichauf 1000 Küsse – Peter Gleichauf Change / Shake It – Pirates Of Pop Alone (It’s Me) – Abfahrt Der Erdbeermund – Culture Beat 1990 I Like You – Culture Beat Running – Tyrell Corp. 1991 Tell Me That You Wait – Culture Beat No Deeper Meaning – Culture Beat Good Friend – Paris Red Dancin’ Alone – Daniel Gomez Two Lonely Hearts – Tears Before Sadness 1992 Lobe Says Don’t – Hank In Lolas Drugstore Breakdown – Voyage Sur Vinyl Come into My Life – Abfahrt River – Public Art The Black – ABS More and More – Captain Hollywood Project 1993 Temporary Thing – Voyage Sur Vinyl Honesty – Intermission Piece of My Heart – |Intermission Only with You – Captain Hollywood Project All I Want – Captain Hollywood Project Impossible – Captain Hollywood Project Mr. Vain – Culture Beat Got to Get It – Culture Beat Show Me – Kim Sanders Summer Summer – Loft Right in the Night – Jam & Spoon Touch – Ray Dante Hold On – Leon Heaven (My Mind Is a Playground) – Tully Hoo Next Time (I Promise) – Flame Anything – Culture Beat Tell Me That You Want Me – Kim Sanders Hold On – Loft

1994 Nani Nani – Kima Party of One – Natascha Wright Sell Me Your Secrets – Vanilla World in Your Hands – Culture Beat The Colour of My Dreams – B.G. The Prince of Rap Find Me – Jam & Spoon Wake the World – Loft Rock a Bit – B.G. The Prince of Rap Ride – Kim Sanders You Better Run – Dark A.T.8 How Can I – Men Behind The Reason Is You – Nina Nimm’N – Clubfish Luck – Sin Club Lovely Lie – Natascha Wright Machine Gun – Party Nation Love Is All Around – DJ Bobo I Didn’t Know What to Expect – Microbots1995 Angel – Jam & Spoon Little Jesus – Skywalker Say You Think of Me – Natascha Wright Until All Your Dreams Come True – Nina Out of My Head – Steven Levis Project Free Me – Loft The Way Love Is – Captain Hollywood Project Honey – Mike Diehl Inside Out – Culture Beat Try a Little Harder – Indian Fire 1996 Late Night Letter – Affinity 3 Was guckt’n die – Clubfish In Her Shoes – Nina Love Is the Price – DJ Bobo Jealousy – Kim Sanders Haus der drei Sonnen – Randell I Feel It – Coke Head Take My Hand – Affinity 3 Man on the Moon (El hombre en la luna) – Raquel Break It Up – Scooter Don't Let It Be Me – Scooter

1997 Call Me – Le Click Who Wants to Be Your Lover – Jimmy James Rhythm of Love – Linda M. The Reason Is You (One on One) – Samantha Fox Dance the Night Away – Pyromaniacs Leave in Silence – Scooter Heaven’s Got to Be Better – Le Click It Drums – Morrison Long 1998 Don’t Call It Love – Jam & Spoon Zum Lachen in den Keller gehen – Tobsucht 1999 Your Crown – Infernal Hypothetic – Judy Weiss 2000 Burning Flame – Krystal 2001 Be. Angeled – Jam & Spoon Danger Sign – Captain Hollywood Beautiful Child – Madelyne Bite – Phonekiller Food for Thought – Kim Sanders

2003 Talk with God – Nathalie Makoma On Faith – Nathalie Makoma 2004 Cynical Heart – Jam & Spoon Butterfly Sign – Jam & Spoon Mary Jane – Jam & Spoon

2006 Cosmic Angel – Phonekiller 2008 Greatest Hits 1 – Nosie Katzmann 2010 Greatest Hits 2 – Nosie Katzmann 2014 Katzmann – Nosie Katzmann 2016 Honey & Sugar – Kahne Katzmann 2018 I See Signs – Kahne Katzmann

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Einzelnachweise

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