Die Fürst-Wrede-Kaserne ist eine militärische Liegenschaft am Standort München im Stadtteil Freimann, die 1936 vom Heeresbauamt München ostwärtig der Ingolstädter Straße als Verdun-Kaserne der deutschen Wehrmacht errichtet wurde.Winfried Nerdinger: Bauen im Nationalsozialismus. München 1993. S. 498. Am 17. April 1972 wurde der Kaserne der Name des bayerischen Generalfeldmarschalls Carl Philipp von Wrede verliehen.

Beschreibung Die Kaserne diente ursprünglich der Stationierung einer Artillerieabteilung und einer vollmotorisierten Panzerjägerabteilung (Panzerabwehrabteilung 7). Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt die Liegenschaft von der US Army den Namen Will-Kaserne und wurde ausgebaut. Zuletzt waren dort Teile der 24. US-Infanteriedivision untergebracht. Der nördliche Teil des Kasernengrundstücks wurde 2006 vom Bund an den FC Bayern München verkauft. Seit 2017 liegt dort auf 30 Hektar Fläche das Leistungszentrum des FC Bayern.

Von 2008 bis 2010 wurde die Infrastruktur der Kaserne im Rahmen einer sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaft von einer Hochtief-Tochter umgebaut und saniert und wird bis 2028 von ihr betrieben (Objektinstandhaltung, Außenanlagenpflege, Gebäudereinigung, Ver- und Entsorgung, Bewachung).Vertragsunterzeichnung ÖPP-Projekt Fürst-Wrede-Kaserne, Bundeswehr. Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen von über 160 Millionen Euro (davon nahezu 60 Millionen für Baumaßnahmen). Dies ist die erste öffentlich-private Partnerschaft des Bundes im Hochbau und dient als deutschlandweites Pilotprojekt. Die Kaserne ist mit der westlich der Ingolstädter Straße gelegenen Ernst-von-Bergmann-Kaserne mit einer Fußgängerbrücke verbunden.

Aktuell stationierte Einheiten Landeskommando Bayern, LKdo BY, Aufstellung: 01.01.2007 Landesregiment (Ergänzungstruppenteil 1), LRgt (ErgTrT 1), Aufstellung: 01.04.2019 Stabs- und Versorgungskompanie Landesregiment (Ergänzungstruppenteil 2), St/VersKp LRgt (ErgTrT 2), Aufstellung: 01.04.2019 Verbindungskommando Sanitätsdienst Landeskommando/Landesregierung Bayern, VKdo San LKdo/LReg BY, Aufstellung: 01.07.2014 Familienbetreuungszentrum München, FBZ München, Aufstellung: 01.02.2013 Jugendoffizier München, JgdOffz München, Aufstellung: 01.02.2013 Freiwillige Reservistenarbeit München, Aufstellung: 01.02.2013 Fachlich unterstellt, Unterstützungspersonal Standortältester München, UstgPers StOÄ München, Aufstellung: 01.02.2013 Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung Betreuungsstelle München, ZAW BeSt München, Aufstellung: 01.10.2014 Bundeswehrfachschulbetreuungsstelle München, BwFachSBetrSt München, Aufstellung: 01.10.2014 Evangelisches Militärdekanat München, EMilD München, Aufstellung: 01.11.2015 Katholisches Militärdekanat München, KMilD München, Aufstellung: 01.08.2007 Kraftfahrausbildungszentrum München, KfAusbZentr München, Aufstellung: 01.04.2011 BWI Informationstechnik GmbH München Garching, BWI IT München Garching, Aufstellung: 01.11.2009 Materialprüftrupp München, MatPrfTrp München, Aufstellung: 01.04.2018 Außenstelle Technische Überwachung der Bundeswehr 3, ASt TÜBw 3, Aufstellung: 01.01.2013 Tierschutzbeauftragter Bundeswehr, TierSchBeauftrBw, Aufstellung: 01.03.2015 Begutachtung Süd, Aufstellung: 01.04.2018 Feldjägerregiment 3, FJgRgt 3, Aufstellung: 01.10.2013 1. Feldjägerregiment 3, 1./FJgRgt 3, Aufstellung: 01.10.2013 3./Feldjägerregiment 3, 3./FJgRgt 3, Aufstellung: 01.04.2014 10./Feldjägerregiment 3 (Ergänzungstruppenteil 2), 10./FJgRgt 3 (ErgTrT 2), Aufstellung: 01.04.2014 12./Feldjägerregiment 3 (Ergänzungstruppenteil 2), 12./FJgRgt 3 (ErgTrT 2), Aufstellung: 01.04.2014

Ehemalige Einheiten der Bundeswehr 1969 wurde die Kaserne von der Bundeswehr übernommen. Bis Anfang der 1990er-Jahre waren in der Kaserne das Flugabwehrregiment 200 (FlaRgt 200; aufgelöst am 31. März 1994), die Drohnenbatterie 200 (mit dem Aufklärungssystem Drohne Canadair CL-289, unterstellt dem Artillerieregiment 4 in Regensburg später Cham) und die 4. Kompanie des Instandsetzungsbataillons 210 (4./InstBtl 210) mit Sitz des Stabes in Engstingen untergebracht. mini|Wappen des JgBtl 531 und des PzGrenBtl 561 Zusätzlich beherbergte die Kaserne in den 1970er Jahren das Jägerbataillon 531 "Münchner Jäger", das inklusive seiner Geräteeinheit Jägerbataillon 532 zum Heimatschutzkommando 18 gehörte. Dieses Jägerbataillon 531 darf nicht mit dem gleichnamigen Jägerbataillon 531 in Ahlen, das Jägerbataillon 532 nicht mit dem Jägerbataillon 532 in Euskirchen verwechselt werden. Aus dem Jägerbataillon 531 wurde 1981 das Panzergrenadierbataillon 561, aus dem Jägerbataillon 532 das Jägerbataillon 661. Beide waren dann in der Bayern-Kaserne angesiedelt.

Ab 1993 verlegte das Feldjägerbataillon 760 seinen ehemals in der Bayern-Kaserne zusammen mit der 1. und 3. Kompanie stationierten Bataillonsstab in die Fürst-Wrede-Kaserne; das Feldjägerbataillon 760 wurde 2003 in Feldjägerbataillon 451 umbenannt.

Truppenteil Abkürzung Zeitraum der Stationierung Verbleib / Zusätzliche Information 4./Instandsetzungsbataillon 210 4./InstBtl 210 Am Standort mindestens von 1981 bis 1989. Korpstruppen des II. Korps der Bundeswehr Fernmeldenachschub- und Instandsetzungskompanie 200 FmNsch-/InstKp 200 Aufstellung: 1972, Auflösung: 30.09.1975 Umbenennung in 4./InstBtl 210. Drohnenbatterie 200 DroBttr 200 Aufstellung: 01.10.1985, Auflösung: 31.12.2003 Korpstruppe II. Korps, unterstellt Artilleriekommando 2 Flugabwehrführungsgruppe 210 FlaFüGrp 210 Am Standort mindestens von 1989 bis 1989. Flugabwehrregiment 200 FlaRgt 200 Aufstellung: 1981, Auflösung: 31.03.1994 Korpstruppe II. Korps, unterstellt Flugabwehrkommando 2 3./gemischtes Instandsetzungsbataillon 220 3./gemInstBtl 220 Aufstellung: 16.10.1966, Auflösung: 30.09.1972 Korpstruppe II. Korps, unterstellt Instandsetzungskommando 2Umbenennung in 2./InstBtl 480. 2./Instandsetzungsbataillon 480 2./InstBtl 480 Aufstellung: 01.10.1972, Auflösung: 30.09.1975 Umbenennung in 4./GebInstBtl 8. 2. Luftverteidigungsdivision 2. LvDiv Aufstellung: 01.04.1959, Verlegung: 30.07.1959 4./Gebirgsbeobachtungsbataillon 83 4./GebBeobBtl 83 Aufstellung: 1980, Auflösung: 1993 Kalibrierlabor 22 (mot) KalLab 22 (mot) Aufstellung: 01.04.1982, Auflösung: 30.06.2002 4. Grenadierdivision 4. GrenDiv Aufstellung: 1956, Verlegung: 15.09.1956 Bundeswehrfachschul-/Zivile Aus- und Weiterbildungsbetreuungsstelle München BwFachS/ZAW-BetrSt München Aufstellung: 01.04.2006, Auflösung: 31.03.2015 Evangelischer Standortpfarrer München III EvStOPf München III Am Standort mindestens von 1985 bis 1986. Evangelisches Militärdekanat München EMilD München Aufstellung: 01.07.2007, Auflösung: 30.04.2013 Neuaufstellung in der Dachauer Straße. Fahrschulgruppe München 1 FahrSGrp München 1 Aufstellung: 01.01.1986, Auflösung: 31.03.1994 Fusionierung mit den anderen Münchener Fahrschulgruppen zum KfAusbZentr München. Kraftfahrausbildungszentrum Militärkraftfahrlehrer München KfAusbZentr MKL München Aufstellung: 01.12.2007, Auflösung: 01.04.2011 Umbenennung in KfAusbZentr München. Feldjägerbataillon 760 FJgBtl 760 Aufstellung: 02.11.1971, Auflösung: 30.09.2002 Umbenennung in FJgBtl 451. Mobilmachungs­vorbereitungsgruppe Feldjägerbataillon 760 MobVorbGrp FJgBtl 760 Am Standort mindestens von 1989 bis 1993. Feldjägerbataillon 451 FJgBtl 451 Aufstellung: 01.10.2002, Auflösung: 31.10.2013 1./Feldjägerbataillon 451 1./FJgBtl 451 Aufstellung: 01.10.2002, Auflösung: 31.10.2013 2./Feldjägerbataillon 451 2./FJgBtl 451 Aufstellung: 01.10.2002, Auflösung: 30.04.2014 6./Feldjägerbataillon 451 (Ergänzungstruppenteil 2) 6./FJgBtl 451 (ErgTrT 2) Aufstellung: 15.02.2007, Auflösung: 30.04.2014 Regionales Netzführungszentrum Süd RegNFüZ Süd Aufstellung: 1993, Auflösung: 30.09.1996 Umbenennung in RegNFüZ 60. Regionales Netzführungszentrum 60 RegNFüZ 60 Aufstellung: 01.10.1996, Auflösung: 30.09.2008 Landeskommando Bayern - Familienbetreuungszentrum München LKdo BY - FBZ München Aufstellung: 01.01.2007, Auflösung: 31.01.2013 Umbenennung in FBZ München. Materialprüfkommando IV MatPrfKdo IV Aufstellung: 01.01.2009, Auflösung: 30.06.2012 Neuaufstellung zum 01.07.2012. Materialprüfkommando IV MatPrfKdo IV Aufstellung: 01.07.2012, Auflösung: 31.03.2019 Materialprüftrupp IV/1 MatPrfTrp IV/1 Aufstellung: 01.01.2009, Auflösung: 30.06.2012 Neuaufstellung zum 01.07.2012. Materialprüftrupp IV/1 MatPrfTrp IV/1 Aufstellung: 01.07.2012, Auflösung: 31.03.2019 Prüfgruppe § 78 BHO 43 PrfGrp§78BHO 43 Aufstellung: 01.04.1997, Auflösung: 30.06.2012 Neuaufstellung zum 01.07.2012. Prüfgruppe § 78 BHO 43 PrfGrp§78BHO 43 Aufstellung: 01.07.2012, Auflösung: 31.03.2019 Außenstelle Begutachtung Süd ASt Begutachtung Süd Aufstellung: 01.01.2013, Auflösung: 31.03.2018 Umbenennung in Begutachtung Süd. Wehrbereichskommando IV - Jugendoffizier München WBK IV - JgdOffz München Aufstellung: 01.01.2007, Auflösung: 31.01.2013 Umbenennung in Jugendoffizier München. Feldjägerbataillon 762 (Geräteeinheit) FJgBtl 762 (GerEinh) Aufstellung: 1980, Auflösung: 30.06.2006 Fernmelderevisionsdiensttrupp 623/113 FmRevDstTrp 623/113 Am Standort mindestens von 1989 bis 1989. Fernmelderevisionsdiensttrupp 623/133 FmRevDstTrp 623/133 Am Standort mindestens von 1989 bis 1989. Fernmelderevisionsdiensttrupp 623/133 FmRevDstTrp 623/133 Am Standort mindestens von 1989 bis 1989. Festes Fernmeldezentrum der Bundeswehr 663/900 FFmZBw 663/900 Aufstellung: 01.10.2006, Auflösung: 31.03.2009 Fernmeldesystemzentrum der Bundeswehr München FmSysZBw München Aufstellung: 01.04.1991, Auflösung: 01.10.2006 Umbenennung in FFmZBw 553/900. Mobilmachungsvorbereitungsgruppe Heimatschutzbrigade 66 MobVorbGrp HSchBrig 66 Am Standort mindestens von 1989 bis 1989. Katholischer Standortpfarrer München III KathStOPf München III Am Standort mindestens von 1985 bis 1986. Materialausstattung Sanitätsbereich 65/19 MatAusstg SanBer 65/19 Aufstellung: 01.07.1972, Auflösung: 30.09.1998 mittlere Instandsetzungskompanie 201 mInstKp 201 Aufstellung: 01.10.1966, Auflösung: 16.10.1966 Umbenennung in 3./gemInstBtl 220. 4./Gebirgsinstandsetzungsbataillon 8 4./GebInstBtl 8 Aufstellung: 01.10.1975, Auflösung: 31.12.2003 Kasernenfeldwebel München 2 KasFw München 2 Aufstellung: 01.04.1981, Auflösung: 31.03.1999 Standortfernmeldeanlage 623/121 StOFmAnl 623/121 Am Standort mindestens von 1989 bis 1989. Truppenarzt München 1 TrArzt München 1 Aufstellung: 01.04.1984, Auflösung: 31.12.1998 Wehrbereichskommando IV "Süddeutschland" WBK IV "Süddeutschland" Aufstellung: 2001, Auflösung: 31.03.2013 Stationierungskonzept 2011 Zahnstation (Terr) H 640 München-Freimann 2 ZahnStn (Terr) H 640 München-Freimann 2 Aufstellung: 01.10.1974, Auflösung: 31.03.1981 Zahnarztgruppe 612/2 ZahnArztGrp 612/2 Aufstellung: 01.04.1981, Auflösung: 31.12.1996 Internetauftritt des ZMSBw, abgerufen am 16. November 2021

Siehe auch Liste der Militärkasernen in München

Weblinks

Bauprojektseite des Streitkräfteunterstützungskommandos

Einzelnachweise

Kategorie:Kaserne in München Kategorie:Kaserne der Bundeswehr Kategorie:Ehemalige militärische Einrichtung der Vereinigten Staaten in Deutschland Kategorie:Bauwerk in Freimann Kategorie:Architektur im Nationalsozialismus Kategorie:Carl Philipp von Wrede