Der Friedrich-Luft-Preis, benannt nach dem bedeutenden Berliner Theaterkritiker Friedrich Luft, ist ein von der Tageszeitung Berliner Morgenpost seit 1992 verliehener Theaterpreis, der seit 2021 gemeinsam mit Deutschlandfunk Kultur vergeben wird. Er würdigt jährlich die beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung, die von einer siebenköpfigen Jury bestimmt wird, und ist derzeit mit 7500 Euro dotiert.
Die Jury besteht derzeit aus acht Mitgliedern: Ernst Elitz (Gründungsintendant des Deutschlandradios), der Theaterkritikerin Katrin Pauly, Elena Philipp und Susanne Burkhardt, den Schauspielerinnen Martina Gedeck und Claudia Wiedemer, dem Morgenpost-Kulturchef Felix Müller und Hans-Dieter Heimendahl, Ressortleiter Kultur beim Deutschlandfunk.
Preisträger 1992: Rheinische Rebellen unter der Regie von Frank Castorf an der Volksbühne Berlin 1993: Ein Stück vom Paradies unter der Regie von Andrej Woron im Teatr Kreatur 1994: Kriemhilds Rache unter der Regie von Thomas Langhoff am Deutschen Theater Berlin 1995: Lila unter der Regie von Stefan Bachmann am Theater Affekt Emmi Göring an der Seite ihres Mannes unter der Regie von Oliver Reese im Studio des Maxim-Gorki-Theaters Weihnachten bei Ivanovs unter der Regie von Tom Kühnel und Robert Schuster der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin im Maxim-Gorki-Theater 1996: Eins auf die Fresse unter der Regie von Rüdiger Wandel am GRIPS-Theater 1997: Messer in Hennen unter der Regie von Thomas Ostermeier in der Baracke des Deutschen Theaters Berlin 1998: Pariser Leben unter der von Regie Christoph Marthaler an der Volksbühne Berlin 1999: Gäste unter der Regie von Hans-Joachim Frank im Theater 89 2000: Richard II. unter der Regie von Claus Peymann des Berliner Ensembles 2001: Emilia Galotti unter der Regie von Michael Thalheimer am Deutschen Theater Berlin 2002: Der Idiot unter der Regie von Frank Castorf an der Volksbühne Berlin 2003: Andromache unter der Regie von Luk Perceval an der Schaubühne am Lehniner Platz 2004: Grete unter der Regie von Anja Gronau im Theater unterm Dach 2005: Der Kick unter der Regie von Andres Veiel im Maxim-Gorki-Theater in Zusammenarbeit mit dem Theater Basel 2006: Maria Stuart unter der Regie von Luk Perceval an der Schaubühne am Lehniner Platz 2007: Heaven (zu Tristan) unter der Regie von Armin Petras am Maxim-Gorki-Theater 2008: Staats-Sicherheiten unter der Regie von Clemens Bechtel am Hans Otto Theater 2009: Linie 2 – der Alptraum unter der Regie von Rüdiger Wandel am GRIPS-Theater 2010: Testament der Gruppe She She Pop am Theater Hebbel am Ufer 2011: Maß für Maß unter der Regie von Thomas Ostermeier an der Schaubühne am Lehniner Platz 2012: Die Räuber unter der Regie von Antú Romero Nunes am Maxim-Gorki-Theater 2013: For the Disconnected Child unter der Regie von Falk Richter an der Schaubühne am Lehniner Platz (in Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden) 2014: Karamasow unter der Regie von Thorsten Lensing in den Sophiensælen Berlin 2015: Und dann kam Mirna unter der Regie von Sebastian Nübling am Maxim-Gorki-Theater 2016: Bekannte Gefühle unter der Regie von Christoph Marthaler an der Volksbühne Berlin 2017: Tod eines Handlungsreisenden unter der Regie von Bastian Kraft am Deutschen Theater Berlin 2018: zu gleichen Teilen anBerliner Friedrich-Luft-Preis 2018 vergeben. Bei: nachtkritik.de, 24. Februar 2019, abgerufen am 25. Februar 2019 Drei Milliarden Schwestern von Bonn Park inszeniert an der Volksbühne Berlin #BerlinBerlin von Jörg Steinberg inszeniert am Theater Strahl 2019/2020: Der Menschenfeind von Molière in der Regie von Anne Lenk am Deutschen Theater Berlin 2020: Show Me a Good Time von Gob SquadFriedrich-Luft-Preis 2021 an Gob Squad: „Poesie des Alltags“, nachtkritik.de vom 28. Mai 2021, abgerufen am 31. Mai 2021. 2021/2022: Berlau :: Königreich der Geister am Berliner Ensemble vom deutsch-schweizerischen Kollektiv „Raum+Zeit“ um Regisseur Bernhard Mikeska 2022/2023: Dschinns am Maxim Gorki Theater Berlin, Regisseur Nurkan Erpulat nach dem gleichnamigen Roman von Fatma AydemirDeutschlandradio Pressemitteilung vom 1. September 2023: Theaterpreis von Deutschlandfunk Kultur und Berliner Morgenpost Friedrich-Luft-Preis für die Inszenierung „Dschinns“ von Nurkan Erpulat, abgerufen am 2. September 2023 2023/2024: The Silence an der Schaubühne am Lehniner Platz, Regie: Falk Richter 2025: Der Schnittchenkauf an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Text von René Pollesch 2026: Mateja Koležniks Inszenierung von Anton Tschechows "Drei Schwestern" am Berliner EnsembleFriedrich-Luft-Preis 2026 für Mateja Koležnik und das BE, nachtkritik.de vom 28. September 2026, abgerufen am 29. September 2026
Weblinks
Die Preisträger. In: Berliner Morgenpost, 10. Juni 2008
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterpreis (Deutschland) Kategorie:Kulturpreis (Berlin) Kategorie:Theater (Berlin) Kategorie:Erstverleihung 1992