mini|hochkant|Hannoverscher Bahnhof 1847 Alexander Schröder (* 14. April 1813 in Sandersleben (Anhalt); † 6. Februar 1877 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden Sterberegister Dez. 1876 Dez. − Aug. 1877 Nr. 122.) war ein deutscher Architekt.
Biografie mini|110px|Krankenhaus Sankt-Jürgen-Straße Er war der Sohn des zuletzt in Dessau tätigen anhaltischen Regierungsrates Karl Schröder. Schröder studierte Architektur bzw. Baukunst in München. Er arbeitete zunächst als Bauinspektor für das Fürstentum Anhalt-Dessau. 1846 kam er in den Dienst der Stadt Bremen. Als Baurat entwarf und realisierte er zusammen mit Baurat Mohr von 1846 bis 1847 den Hannoverschen Bahnhof im klassizistischen Stil. Schröder wurde bald darauf Baudirektor in Bremen. mini|110px|Schule an der Schmidtstraße Die erste städtebauliche Planung für eine über den Dobben hinausgehende, östliche Erweiterung von Bremen durch den Ortsteil Fesenfeld erfolgte 1852 durch ihn. mini|110px|Landherrn-Amt mini|110px|Schule Dechanatstraße mini|110px|Hauptgebäude der JVA Er gestaltete zahlreiche öffentliche Bauten in Bremen: Von 1847 bis 1851 entstand das erste noch erhaltene Gebäude der Krankenanstalt an der St.-Jürgen-Straße an der Einmündung zur Humboldtstraße. Von 1856 bis 1857 wurde das Landherrnamt an der Dechanatstraße (erhalten und heute St.-Johannis-Schule) gebaut. Er plante und baute zusammen mit Johann Rippe von 1871 bis 1873 die Strafanstalt in Oslebshausen und zum gleichen Zeitraum die Hauptschule an der Dechanatstraße. Seine spätklassizistische Bauweise wird dem Rundbogenstil zugeordnet.
Im Zuge einer Stadt- und Verkehrsplanung für die Vorstädte (Ostertor, Steintor, Schwachhausen) plante er auch den so genannten Schröder-Ring (Waller Ring, Utbremer Ring, Schwachhauser Ring, Kirchbachstraße und Hastedter Ring), der nur teilweise realisiert wurde, da der entstehende Bürgerpark eine Verwirklichung nicht mehr zuließ.
Nachdem 1876 Schröder im Rang eines Baudirektors in den Ruhestand trat, kehrte er nach Dessau zurück.
Werke mini|110px|Schule am Buntentorsteinweg 1847: Hannoverscher Bahnhof im klassizistischen Stil zusammen mit Baurat Mohr 1851: Krankenanstalt an der St.-Jürgen-Straße; Stil: Historismus 1852: Städtebauliche Planung für eine östliche Erweiterung von Bremen (Östliche Vorstadt) 1853: Violenstraße 13, Umbau der ehem. Freischule, Klassizismus 1853: Umbau Freischule Großenstraße 1854: Schule an der Schmidtstraße, Historismus 1855: Nicht erhaltener Umbau der Bremer Staatsbibliothek im ehem. Katharinenkloster in der Altstadt von Bremen 1857: Landherrnamt an der Dechanatstraße, Klassizismus 1857: Geschäftshaus für die Hannoversche Bank in Hannover, Georgstraße Ecke SchillerstraßeFranz Rudolf Zankl: „Schillerplatz“, in ders. (Text), Harald Koch (Fotos): Plätze in Hannover [früher und heute]. Theater am Küchengarten. Eine Gegenüberstellung historischer Photographien und aktueller Aufnahmen von Harald Koch und Texten von Franz Rudolf Zankl, Hannover: TAK-Verlag, 1998, ISBN 3-9806454-0-1, S. 52f. 1858/1860: Kinderkrankenhaus (heute Gesundheitsamt) 1859: Weserbahnhof in Bremen, um 1944 zerstört 1861: Schule am Buntentorsteinweg, Klassizismus 1861: Haus Tannenberg, Landhaus Loose, Klassizismus 1862: Schule am Neustadtwall, um 1944 zerstört 1874: Schule Buntentorsteinweg 1870/1873: Strafanstalt in Oslebshausen im Stil der Neugotik zusammen mit Johannes Rippe 1875: Altes Gymnasium ehem. Hauptschule, Dechanatstraße 13/15, Historismus 1877: Hochschule Bremen, M-Trakt am Neustadtswall zusammen mit Johannes Rippe
Schriften Die neue Krankenanstalt in Bremen. In: Zeitschrift für praktische Baukunst, 10. Jahrgang 1850, S. 357–382. Das Gebäude der Hannoverschen Bank in Hannover. In: Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, 9. Jahrgang 1863, S. 274. Der Weserbahnhof in Bremen. In: Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, 10. Jahrgang 1864, S. 19–25.
Literatur Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.
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