Hohe Börde ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Verwaltungssitz ist Irxleben.

Geografie Durch das Gebiet fließen die Bäche Schrote, Beber, Olpe, die kleine und große Sülze und der Brumbyer Bach. Große Teile des Gemeindegebietes liegen in der Magdeburger Börde.

Nachbargemeinden Im Norden liegen die Kreisstadt Haldensleben und die Gemeinde Niedere Börde. Nordöstlich befindet sich die Gemeinde Barleben. Im Osten grenzt die Landeshauptstadt Magdeburg an, im Süden liegen die Stadt Wanzleben-Börde, sowie die Gemeinde Eilsleben und von Südwesten nach Nordwesten erstrecken sich Erxleben, Altenhausen und Süplingen.

Ortschaften

Die Gemeinde Hohe Börde ist eine Einheitsgemeinde und besteht aus den Ortschaften

Ackendorf mit den Ortsteilen Ackendorf und Glüsig Bebertal mit den Ortsteilen Alvensleben und Dönstedt Bornstedt Eichenbarleben mit den Ortsteilen Eichenbarleben und Mammendorf Groß Santersleben Hermsdorf Hohenwarsleben Irxleben Niederndodeleben mit den Ortsteilen Niederndodeleben und Schnarsleben Nordgermersleben mit den Ortsteilen Brumby, Nordgermersleben und Tundersleben Ochtmersleben Rottmersleben mit den Ortsteilen Rottmersleben und Klein Rottmersleben Schackensleben mit Klein Santersleben Wellen

Geschichte Die Gemeinde Hohe Börde entstand am 1. Januar 2010 aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Börde.StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 Die Verwaltungsgemeinschaft stellte den Zusammenschluss der bereits seit 1994 bestehenden Verwaltungsgemeinschaft Hohe Börde mit der Verwaltungsgemeinschaft Nördliche Börde dar, wobei der Name Hohe Börde beibehalten wurde. Seit 1. Januar 2010 werden die ehemaligen Gemeinden Rottmersleben und Bornstedt von der Gemeinde mitverwaltet, am 1. September 2010 wurden sie in die Gemeinde Hohe Börde eingemeindet.

Bevölkerung Jahr Einwohner 2010 18.459 2015 18.168 2020 18.707 Jahr Einwohner 2021 18.703 2022 18.832 2023 18.886 2024 18.747 2025 18.648

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Hohe Börde besteht aus 28 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 61,6 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 CDU 20,9 % 6 28,5 % 8 AfD 13,0 % 4 23,2 % 7 Freie Wählergemeinschaft Hohe Börde (FWG) . 3 14,0 % 4 Aktive Bürger Gemeinde Hohe Börde (AB-GHB) – – 7,5 % 2 PRO Hohe Börde . 6 7,3 % 2 SPD 7,2 % 2 4,8 % 1 Feuerwehr Hohe Börde . 1 4,4 % 1 Die Linke 7,7 % 2 3,4 % 1 Hohenwarsleber für die Hohe Börde (Howa-HB) . 1 2,9 % 1 FDP 4,6 % 1 2,4 % 1 Bündnis 90/Die Grünen 4,9 % 2 1,7 % – Insgesamt 100 % 28 100 % 28

Bürgermeister 2010–2023: Steffi Trittel (parteilos) seit 2024: Andreas Burger (parteilos)

Burger wurde bei der Bürgermeisterstichwahl am 8. Oktober 2023 mit 51,3 % der gültigen Stimmen gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 8. Oktober 2023 Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61

Wappen Das Wappen wurde am 19. Februar 2010 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In Grün ein mit einem schwarzen Faden belegter silberner Pfahl, rechts davon ein goldener Turm mit Treppe, schwarzer Türöffnung und zwei schwarzen Fensteröffnungen, links eine goldene Garbe aus sechs Weizenähren.“ (PDF; 602 kB)

Die Farben der Gemeinde sind - abgeleitet von den Hauptmotiven und der Schildfarbe des Wappens - Gold (Gelb) - Grün.

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 21. Januar 2010 wurde beschlossen das Wappen der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Hohe Börde weiterzuführen.

Der grüne Schild, ein Symbol für die Fruchtbarkeit der Magdeburger Börde, in der die Gemeinde Hohe Börde liegt, fasst die Hauptsymbole aus den ehemaligen Wappen der Verwaltungsgemeinschaften Hohe Börde (den Bismarckturm) und Nördliche Börde (Garbe aus sechs Weizenähren) zusammen. Gleichzeitig steht der goldene Turm für den Namen Hohe sowie die goldenen Ähren für Börde. Der silberne Pfahl symbolisiert die Bundesautobahn 2, die durch das Gebiet verläuft und viele Orte tangiert.

Das Wappen wurde von dem Magdeburger Heraldiker Ernst Albrecht Fiedler gestaltet.

Flagge Die Flagge ist Gelb - Grün (1:1) gestreift (Längsform: Streifen senkrecht verlaufend, Querform: Streifen waagerecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Sehenswürdigkeiten Die in der Gemeinde befindlichen Kulturdenkmale sind in der Liste der Kulturdenkmale in Hohe Börde verzeichnet, die Bodendenkmale in der Liste der Bodendenkmale in Hohe Börde.

Verkehr mini|Haltepunkt Wellen (b Magdeburg)

Straße Die Bundesstraße B 1 zwischen Helmstedt und Magdeburg durchquert das Gemeindegebiet, ebenso ein Abschnitt der B 245 zwischen Eilsleben und Haldensleben. Auf dem Gebiet der Gemeinde verlaufen rund 16 Kilometer der Bundesautobahn A 2 mit den Anschlussstellen Bornstedt und Irxleben und etwa 7 Kilometer der sie hier kreuzenden A 14.

Eisenbahn Die Gemeinde Hohe Börde liegt mit den Haltepunkten Ochtmersleben, Wellen (b Magdeburg) und Niederndodeleben an der Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg. Die Haltepunkte Ackendorf, Schackensleben und Nordgermersleben lagen an der Bahnstrecke Haldensleben–Eilsleben, welche stillgelegt ist. Der Bahnhof Bebertal lag am Abzweig der Bahnstrecke Haldensleben–Weferlingen.

Bus In der Gemeinde betreibt die BördeBus Verkehrsgesellschaft mbH mehrere Buslinien. Ziel ist vor allem die Landeshauptstadt Magdeburg, aber auch die Kreisstadt Haldensleben und die Stadt Oschersleben werden angesteuert.

Literatur Kurt Bartels: Familienbuch Mammendorf (Landkreis Börde), 1695–1890. Leipzig 2011 (= Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung (Hrsg.): Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher der AMF. 57)

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2010