Urbich ist ein Ortsteil der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt. Urbich hat eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung mit Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.
Geografie Urbich liegt nördlich des Steigerwalds am Übergang zum Thüringer Becken. Das Dorf liegt am Urbach, der den Namen gabInformationen des Ortsteilbürgermeisters, zwischen Dittelstedt im Westen, Linderbach im Norden, Büßleben im Osten und Niedernissa im Süden in einer unbewaldeten, landwirtschaftlich genutzten Ortsflur.
Urbich liegt etwa fünf Kilometer südöstlich der Erfurter Altstadt.
Geschichte mini|Karte von Urbich (1843) Urbich wurde im Jahr 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zur Grafschaft Vieselbach, die die Grafen von Gleichen 1343 an die Stadt Erfurt verkauften. Somit wurde Urbich Erfurter Küchendorf und damit Teil von Kurmainz. 1802 wurde Kurmainz säkularisiert und Urbich ging gemeinsam mit der Stadt Erfurt in preußischen Besitz über, in dem es bis 1945 verblieb. Von 1806 bis 1813 war es allerdings französisch besetzt und gehörte zum „Fürstentum Erfurt“, das Napoleon sich persönlich unterstellt hatte.
Am 1. Juli 1950 wurde der Ort in die Gemeinde Büßleben eingegliedert. Zusammen mit ihr wurde das Dorf am 1. Juli 1994 in die Stadt Erfurt eingemeindet.Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
Einwohnerentwicklung Jahr 1843 1910 1939 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 91Handbuch der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1843. 176 334 475 1070 1157 1130 1076 Bevölkerung mit Hauptwohnsitz am 31. Dezember 2015. In: Stadtverwaltung Erfurt. 1113
Wirtschaft und Verkehr Nahe gelegene Gewerbegebiete sind zum einen Linderbach und Neuschmidtstedt im Norden, zum anderen das Gewerbegebiet am Herrenberg im Süden. Das Dorf selbst ist ein nahezu reiner Wohnort.
Urbich liegt an der Konrad-Adenauer-Straße (Erfurter Osttangente), die es mit der Bundesstraße B 7 im Norden und der Bundesautobahn A 4 im Süden verbindet. Weitere Straßen führen nach Büßleben, Niedernissa und über Dittelstedt in die Erfurter Innenstadt. Die Stadtbuslinien 51 und 60 sowie der Regiobus 155 schließen den Ort an den ÖPNV an. Die Linie 51 führt von Windischholzhausen (dort Anschluss an die Stadtbahnlinie 3) über Niedernissa und Urbich nach Büßleben und weiter über Linderbach zum Erfurter Hauptbahnhof und nach Hochheim. Die Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 3 liegt rund 1 km südlich des Dorfs beim Urbicher Kreuz. Die Linie 60 führt von Windischholzhausen über Niedernissa nach Urbich weiter nach Dittelstedt zum Erfurter Hauptbahnhof und nach Möbisburg-Rhoda.
mini|Ulrichskirche Sehenswürdigkeiten Ev. Kirche St. Ulrici Kriegerdenkmal für die Gefallenen und Vermissten aus der Gemeinde in den beiden Weltkriegen. Daneben wurde im November 2013 eine spendenfinanzierte Gedenktafel für zwei von den Franzosen zwangsrekrutierte, namentlich bekannte junge Urbicher aufgestellt, die aus der Völkerschlacht von Leipzig 1813 nicht wiederkamen.
Bildung In Urbich befindet sich eine Gemeinschaftsschule der Klassenstufen 1 bis 10. Gegründet aus der Grund- und der Regelschule (ehemals Artur-Becker-Oberschule).
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Erfurt Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Erfurt) Kategorie:Ersterwähnung 1232 Kategorie:Gemeindeauflösung 1950