miniatur|Friedrich Wilhelm Langerhans um 1845 Friedrich Wilhelm Langerhans (* 16. Oktober 1780 in Altlandsberg; † 16. April 1851 in Berlin) war ein deutscher Architekt und kommunaler Baubeamter in Berlin.
Langerhans war Stadtbauinspektor in Berlin und wurde am 12. September 1805Die Angabe folgt , während Kieling (2003) das Datum 6. Juli 1809 angibt. durch König Friedrich Wilhelm III. zu Berlins erstem hauptamtlichen Stadtbaurat ernannt. In diesem Amt wirkte er bis zu seiner Berentung 1849. Er war für die Anlage und Gestaltung von Schulen, Friedhöfen und Parks und den Umbau und die Rekonstruktion vieler Kirchen zuständig.
Während der Befreiungskriege gegen Napoléon verhinderte er im August 1813 durch persönliche Intervention beim Oberbefehlshaber des schwedischen Nordheeres, Jean-Baptiste Bernadotte, die Ausführung umfangreicher Schanzbauten vor der Stadtgrenze.Uwe Kieling: Berlin. Bauten und Baumeister. Berlin 2003, S. 256.
Langerhans war verheiratet mit Catharine Wilhelmine TreuerSiehe: und hatte mehrere Kinder. Sein Sohn Wilhelm Langerhans (1816–1902) wurde Reichsgerichtsrat in Leipzig; dessen Sohn Georg Langerhans später Bürgermeister von Cöpenick. Ein weiterer Sohn von Friedrich Wilhelm Langerhans, Paul Langerhans Senior (1820–1909), war Mediziner und 33 Jahre lang Berliner Stadtverordneter; unter dessen Söhnen aus zwei Ehen waren wiederum der berühmte Pathologe Paul Langerhans (1847–1888) und die Mediziner Richard (1857–1947) und Robert Langerhans (1859–1904). Ein Schwiegersohn war der Architekt Gustav Knoblauch (1833–1916).
1850 wurde Langerhans als Stadtältester von Berlin geehrt. Das oberste Teilstück der Rüdersdorfer Gewässer trägt ihm zu Ehren den Namen Langerhanskanal.
Friedrich Wilhelm Langerhans starb 1851 im Alter von 70 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Luisenstädtischen Friedhof in Berlin-Kreuzberg.Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Grabstätten. Haude & Spener, Berlin 2006. S. 81.
Werk miniatur|Von Langerhans gebauter Turm der Dorfkirche Stralau, heute um 5° geneigt miniatur|Hier stand die von Friedrich Wilhelm Langerhans 1821/22 erbaute Magistrats-Gaststätte, heute Zenner genannt. Das Lokal wurde 1945 am Kriegsende zerstört. Der an gleicher Stelle errichtet Neubau (Foto) stammt von dem DDR-Architekten Hermann Henselmann. (Bild von Andreas Steinhoff) 1812: Hofgebäude des Krosigk’schen Palais 1817: Sanierung der Nikolaikirche 1818: Sanierung der St.-Marien-Kirche 1821/1822: Kaffeehaus Zenner in Treptow 1823/1824: neuer Kirchturm der Dorfkirche in Stralau 1824–1827: Fertigstellung des Inselspeichers 1826: Sanierung der Georgenkirche 1827: Pfarrhaus in Britz 1827: Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee 1828: Erweiterung der Dorfkirche in Woltersdorf 1831/1832: Bau eines Konzertsaals für den Besitzer E.J. Roth des Hótels de Russie, Vergoldungen durch Firma Mencke und Moritz Geiß aus BerlinAllgemeine Theaterzeitung und Originalblatt für Kunst, Literatur ..., Band 26, S. 72 1834: Sanierung der Neuen Kirche 1836: Sanierung der Jerusalemkirche (Bauleitung: Carl Scheppig) 1836/1837: Aktienspeicher an der Herkulesbrücke 1838: St.-Petri-Friedhof 1841/1842: Sanierung der Luisenstädtischen Kirche 1846–1848: Volkspark Friedrichshain (Entwurf: Gustav Meyer)
Einzelnachweise
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