Diese Liste der Kletterbegriffe enthält alphabetisch geordnet Begriffe aus allen Bereichen des Kletterns. Nicht darin enthalten sind die Namen von Routen, Bergen, Wänden, Klettergebieten, sowie Hersteller und Ausrüster, die für den Klettersportbereich tätig sind. Die Namen von Kletterern und Bergsteigern sind in den Listen bekannter Sportkletter und berühmter Bergsteiger zu finden.

Bei nur noch historisch bedeutsamen Begriffen ist die Erklärung mit Historisch eingeleitet.

0–9 3-Bein-Logik: Von Walter Britschgi formulierte Grundsätze der Partnersicherung, um Kletterunfälle zu vermeiden. 3-D-Karabiner: Verwrungen geformter Karabiner der Marke Stubai, der durch seine spezielle Form spezifische Vorteile beim Sichern bietet.

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A(0/1/2/3/4/5): Schwierigkeitsgrad für technisches Klettern (A steht für französisch artificiel). A0: Freiklettern mit vereinzeltem Benutzen von Zwischensicherungen als Haltepunkt oder Tritt. Abalakow: Fixpunkt im Eis durch eine mit Eisschrauben gebohrte und mit einer Reepschnur versehenen Sanduhr. Ab! Seilkommando für: „Lass mich am Seil hängend zum Boden ab!“, (Synonym: „Runter!“). Abbauen: Im Seil hängendes Entfernen des mitgebrachten Materials aus einer Route. Abbinden: Mit einem Knoten fixieren; bspw. wenn die Öse eines Hakens zu weit von der Felswand weg ist, entsteht eine ungünstige Hebelwirkung, die durch eine am Schaft felsnah angebrachte Reepschnur minimiert wird. Ablassen: Einen im Seil hängenden Kletterer zum Boden oder zu einem Standplatz herunterlassen. Abseilachter: Gerät zum Abseilen in Form einer Acht, wird auch zum Sichern anderer Kletterer benutzt. Abseilen: Sich selbst am Seil mit einem Abseilgerät hinunterrutschen lassen. Abseilgerät: Gerät zum Abseilen. Abseilpiste: Mit soliden Fixpunkten versehene Strecke zum Abseilen in einer höheren Felswand. Abspecken: Durch Schweiß und mechanische Belastung verursachte glattere Felsoberfläche, die das Greifen und Treten erschwert. Absprunggelände: Das Gelände unter einem Boulder. Abstieg: Die Strecke vom Ende einer Route zum Ausgangspunkt zurück. Absturzsicherung: Sicherungsmaßnahmen gegen Absturz. Achter: Kurzform für: Abseilachter; Achterknoten. Achterband: Band zur Verbindung von Brust- und Sitzgurt. Achterknoten: Standardknoten zum Anseilen. a. f.: Abkürzung für „alles frei“. Freies Klettern mit erlaubtem Ruhen an Zwischensicherungen. Affenfaust: Knoten in einem Stück Seil, der als Zwischensicherung in einen Riss geklemmt wird. Vor allem im Klettergebiet Sächsische Schweiz gebräuchlich. Affenindex: Synonym Ape-Index. Bezeichnung für eine Zahl, die sich aus Armspannweite und Körperhöhe berechnet. After Work Auch Work-Out: Form des Kletterwettkampfes, bei der der Kletterer eine gewisse Zeit bekommt, um die Wettkampfroute einzuüben. After Work Route: Wettkampfroute in einem After-Work-Wettkampf. Ägypter: Bezeichnung für eine bestimmte klettertechnische Beinposition mit einem nach innen unten gedrehten Knie, die optisch an gehende Ägypter auf historischen Gemälden erinnert (Synonyme: Dropknee, Lolotte, Igor). Aliens: Bestimmte Klemmgeräte. Alles Frei: Synonym für a. f. Freies Klettern mit erlaubtem Ruhen an Zwischensicherungen. All Free: englisches Synonym für a. f. Freies Klettern mit erlaubtem Ruhen an Zwischensicherungen. Allroundsteigeisen: Gezackter Schuhuntersatz aus Metall zur Fortbewegung im Eis jeglicher Art und Steilheit. Alpines Sportklettern: Übertragung des Sportklettergedankens auf alpine Mehrseillängenrouten. Alpinstil: Sportlich hochwertiger Begehungsstil beim Höhenbergsteigen. Alumnahead: Klemmkeilartiges kleines Aluminiumplättchen mit einer eingearbeiteten Drahtschlinge für das technische Klettern. Der Drahtkabelring wird mit dem Hammer in Felsstrukturen geschlagen. Anerkannter Kletterstil: Von der Klettergemeinschaft anerkannter Begehungsstil. Heute sind dies on Sight/on-sight/onsight, flash und Rotpunkt. Ankerstich: Bestimmter Kletterknoten. Anseilen: Herstellen einer kraftschlüssigen Verbindung zwischen Kletterer und Seil. Anseilgurt: Klettergurt. Anseilknoten: Knoten, die besonders zum Anseilen geeignet sind. Anseilschlaufe: Bestandteil des Klettergurtes, der Hüft- und Beinschlaufen verbindet. Schlaufe, an der angeseilt, ein Sicherungsgerät befestigt oder eine Selbstsicherungsschlinge angebracht wird. Antreten: Das Platzieren und Belasten des Fußes auf einem Tritt. Antzbremse: Spezielles halbautomatisches Sicherungsgerät und auch eines der ersten; benannt nach seinem Erfinder. Ape Index: Synonym: Affenindex. Bezeichnung für eine Zahl, die sich aus Armspannweite und Körperhöhe berechnet. Aper: schneefrei (Schneefreiheit von Fels- und Eiswänden sowie von Gletschern). Artificiel: franz. für künstlich; Synonym für technischer Kletterei. Artif Klettern: ungebräuchlicheres Synonym für technisches Klettern (französisch: artificiel = „künstlich“). Form des Kletterns, bei der technische Hilfsmittel wie Haken nicht nur zur Sicherung, sondern auch zur Fortbewegung verwendet werden (Synonym: Künstliches Klettern) ATC: Der Markenname der vom Hersteller Black Diamond vertriebenen Tubes mini|150px|Aufgestellte Finger, hier mit Zusatzdruck durch den Daumen Aufgestellte Finger, aufgestelltes Halten: Fingerstellung beim Halten von Griffen mit relativ stark gebeugten Fingern und einer geschlossenen Handstellung, bei der der Daumen durch Druck den Zeigefinger unterstützen kann. Diese Haltung erleichtert das Halten kleiner Leisten, beansprucht aber die Fingergelenke sehr stark. Aufleger: Runder, abschüssiger, meist größerer Griff (Synonym: Sloper). Ausbouldern: Herausfinden der Bewegungsfolgen einer Kletterroute (Synonym zu Auschecken) Auschecken: Herausfinden der Bewegungsfolgen einer Kletterroute (Synonym zu Ausbouldern). Ausgesetztheit: Exponiertheit einer Route, die im Falle eines ungesicherten Sturzes eine große Fallhöhe zur Folge haben könnte Ausgleichsverankerung: Die Verbindung von zwei oder mehr Fixpunkten durch eine Schlinge, an der dann Selbst- und Fremdsicherung am zentralen Karabiner eingehängt werden. Dies ermöglicht bei Standplätzen eine gleichmäßige Verteilung der Belastung der Fixpunkte (Synonym: Kräftedreieck). Ausklettern: Leichtes Klettern am Schluss eines Klettertrainings mit dem Ziel, die Erholung positiv zu beeinflussen. Ausseilen: Das Ausbinden eines Kletterers oder Bergsteigers aus dem Seil. Ausstieg: Der Übergang vom Fels zu anderem Gelände am Ende einer Kletterroute. A Vue: Französisches Synonym für On Sight.

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Backstep: Seitlich eingedrehte Körperposition mit einem rückseitig stehenden Fuß und angewinkeltem Bein. Ball-Lock: Spezieller Safebinerverschluss des Herstellers Petzl. Band: Ebener, horizontaler Absatz in einer Fels- oder Kunstwand. Bandmaterial: Gurt oder Schlauchband mit hoher Zugfestigkeit aus Nylon oder Dyneema zum Nähen oder Binden von Bandschlingen. Bandschlinge: Schlinge aus Bandmaterial mit hoher Haltekraft. Base Camp: Englisch für Basislager. Ausgangs- und Übernachtungspunkt für größere einsame Klettertouren. Baseclimb: Kurze Sportkletterroute am Anfang einer hohen Felswand. Bashies: (englisch) Bezeichnet alle Drahtkabel mit angebrachtem weichen Metallkopf zum Einschlagen in den Fels, um beim technischen Klettern die Fortbewegung zu ermöglichen (zum Beispiel Copperheads). Das eher ungebräuchliche deutsche Synonym heißt hämmerbare Hardware. Basislager: Ausgangs- und Übernachtungspunkt für größere einsame Klettertouren. Bauchgurtöse: Teil des Sitzgurtes, der die Hüftschlaufe mit der Anseilschlaufe verbindet. Begehung: Durchsteigung einer Kletterroute mit anerkanntem Begehungsstil. Begehungsstil: Art und Weise, mit der eine Kletterroute begangen wird. Beinschlaufe: Schlaufen um die Beine als hauptsächlich energieabsorbierender Bestandteil des Sitzgurtes. Beinschlaufensteg: Teil des Sitzgurtes, der die Beinschlaufen mit der Anseilschlaufe verbindet. BelayMaster: Spezieller Schraubkarabiner (HMS) des Herstellers DMM, bei dem eine zusätzliche Kunststoffklappe das Aufschrauben oder Verdrehen des Karabiners verhindern soll. Bergrettungsknoten: Knoten zum Fixieren eines Verunfallten. Bergschrund: Spalten zwischen einem Gletscher und den umliegenden steileren Eiswänden. Beta: Vorinformationen über eine Kletterroute / Bewegungsablauf (Griff Tritt-Kombi und Technik) zum Lösen einzelner Boulder-Stellen oder der gesamten Route. Betaflash: Flash-Begehung einer Route mit Vorinformationen. Bicycle: Ein Fuß zieht und der andere drückt an einem Tritt, um Klemmwirkung zu erzielen. Bierhenkel: Wie Henkel. Bezeichnung für einen großen, guten Griff für alle Finger. Bigwall: Hohe Felswand mit vielen Seillängen, die üblicherweise in technischer Kletterei begangen wird. Bigwall Technik: Begehungsstil für Bigwalls, bei dem der Seilzweite nicht nachklettert, sondern mit Steigklemmen am fixierten Seil hochsteigt (siehe auch Jümaren). Blankeis: Eis ohne Schnee in Eiswänden. Bleau Ausstieg: Runder griffloser Ausstieg in Anlehnung an die typischen Ausstiege im Bouldergebiet Fontainebleau (Frankreich). Bleausard: Boulderer aus dem Gebiet Fontainebleau (Frankreich). Bloc: Französisches Synonym für Boulder und Boulderblock. Seilkommando für: „Spann’ das Seil, ich möchte reinsitzen/reinfallen!“ (Synonyme: „Zu!“, „Dicht!“, „Block!“, „Zieh an!“). Block! Seilkommando für: „Spann’ das Seil, ich möchte reinsitzen/reinfallen!“ (Synonyme: „Zu!“, „Dicht!“, „Bloc!“, „Block!“, „Zieh an!“). Blockierarm: Bezeichnung für den durch das Halten eines Griffes belasteten Arm (Synonym: Haltearm). Blockieren: Einen Griff während des Weitergreifens mit angewinkeltem Arm halten. Den Seildurchlauf im Sicherungsgerät stoppen. Blockierhand: Bezeichnung für die durch das Halten eines Griffes belastete Hand (Synonym: Haltehand). Blumenkohleis: Eis an gefrorenen Wasserfällen mit Lufteinschlüssen und knolliger (blumenkohlartiger) Struktur. Board: Balken oder Brett aus Holz oder Kunststoff mit verschiedenen Griffen für das Training von Sportkletterern (Synonyme: Griffbalken, Kletterbalken, Griffbrett, Trainingsboard, Griffboard). Bodensturz: Risikoreicher Sturz beim Seilklettern, bei dem der Kletterer nicht rechtzeitig durch die Sicherungskette gefangen wird. Bohren: Kurz für Einbohren: Ausstatten einer Kletterroute mit Bohrhaken zur Sicherung. Bohrhaken: Fixpunkt zum Einhängen eines Karabiners, der in einem gebohrten Loch verdübelt oder eingeklebt ist. Bolt: Englisches Synonym für Bohrhaken. Boulder: Kletterroute im Bouldern, zum Begehen ohne Sicherungsseil in Absprunghöhe. Im englischen auch Synonym für Boulderblock. Boulderblock: Wenige Meter hoher Felsblock, der sich zum Bouldern eignet. Bouldermatte: Absprungmatte zum Bouldern (Synonym: Crashpad). Bouldern: Seilfreies Klettern in Absprunghöhe 150px|mini|Die untere Hand (Bremshand) hält das Seil hinter dem Sicherungsgerät (Bremsseil) Bremshand: Diejenige Hand des Sichernden, die das Bremsseil umfasst und handhabt. Bremshandprinzip: Fordert, dass bei der Handhabung eines jeden Sicherungsgeräts, sei es manuell oder ein Halbautomat, jederzeit mindestens eine Hand das Bremsseil umfasst. Bremsseil: Derjenige Abschnitt des Seils, der vom Sicherungsgerät in Richtung des Sichernden läuft und an dem ein Sturz des Kletterers abgebremst wird. Brustgurt: Form des Klettergurts, die nur aus einer Schlaufe um die Brust besteht. Bühler, Bühlerhaken: Von Oskar Bühler entwickelter, hauptsächlich im Klettergebiet Frankenjura gebrauchter Bohrhaken aus Edelstahl, der einzementiert wird. Buildering: Klettern und Bouldern an Gebäuden. Bulin, Bulinknoten: Knoten (Synonym: Palstek), der beim Klettern nur noch in der doppelten oder anderthalbfachen Form als Anseilknoten verwendet wird. Die einfache Form wird aus Sicherheitsgründen nicht mehr angewendet.