mini|Toma bei der Einweihung ihres Sternes auf dem Boulevard der Stars in Berlin (2012) Ruth Toma (* 1956 als Ruth Wenzl in Kötzting) ist eine deutsche Drehbuchautorin.
Leben Toma studierte von 1976 bis 1981 an der Akademie der Bildenden Künste in München und war bis 1990 Schauspielerin und Autorin bei der Freien Theatergruppe Fliegende Bauten. Ihre Ausbildung setzte sie 1992 bis 1994 im Aufbaustudiengang Film an der Universität Hamburg fort.
Sie gewann zahlreiche Preise, unter anderem den Adolf-Grimme-Preis 2002 für ihre Mitwirkung am Drehbuch zu Hermine Huntgeburths Fernsehfilm Romeo und den Drehbuchpreis beim Bayerischen Filmpreis 2003 für ihr durch Fatih Akın verfilmtes Drehbuch zu Solino. Ihren ersten großen Erfolg hatte sie zusammen mit Rolf Schübel mit Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday (1999), für das ein Deutscher Drehbuchpreis verliehen wurde. Für Ruhe! Hier stirbt Lothar wurde sie mit dem Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen 2021 in der Kategorie Drehbuch und beim Fernsehfilmfestival Baden-Baden 2021 mit dem Sonderpreis für das herausragende Drehbuch ausgezeichnet.
Toma gehört zum Verlag der Autoren und sitzt bisweilen in Filmpreisjurys. 2003 war sie eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie.
Toma ist Unterzeichnerin des Kontrakt 18 und hat sich verpflichtet, nur noch bei Filmvorhaben zu arbeiten, bei denen u. a. sämtliche Bearbeitungen des Drehbuchs von ihr autorisiert werden müssen und sie Mitspracherecht bei der Auswahl des Regisseurs hat.
Filmografie (Auswahl) 1996: Der schönste Tag im Leben 1997: Woanders scheint nachts die Sonne (Fernsehfilm) 1997: Das vergessene Leben 1999: Ein Lied von Liebe und Tod – Gloomy Sunday 2000: Jetzt oder nie – Zeit ist Geld 2000: Ehemänner und andere Lügner 2000: LiebesLuder 2001: Romeo (Fernsehfilm) 2001: Kollaps 2002: Solino 2003: Der Herr der Wüste 2004: Kebab Connection 2004: Erbsen auf halb 6 2006: Emmas Glück 2006: Nette Nachbarn küsst man nicht 2006: Freundinnen fürs Leben 2008: Friedliche Zeiten 2008: Liesl Karlstadt und Karl Valentin (Fernsehfilm) 2009: Same Same But Different 2010: Die letzten 30 Jahre (Fernsehfilm) 2011: Schenk mir dein Herz 2012: Jeder Tag zählt 2013: 3096 Tage 2014: Einmal Hans mit scharfer Soße 2014: Dessau Dancers 2014: Der Koch 2015: Der verlorene Bruder 2017: Mein Blind Date mit dem Leben 2018: Nichts zu verlieren 2018: Der Junge muss an die frische Luft 2021: Ruhe! Hier stirbt Lothar 2021: Sweet Disaster 2025: Die Frau in Blau
Weblinks
Ruth-Toma-Archiv im Archiv der Akademie der Künste, Berlin
Einzelnachweise
Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Grimme-Preisträger Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Frau