mini|Ansicht von Eitelborn (2020) Eitelborn ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.

Geographische Lage Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Koblenz, Höhr-Grenzhausen, Montabaur und Bad Ems. Nachbargemeinden sind Kadenbach im Norden, Arzbach im Osten und Neuhäusel im Nordwesten. Der nördlich von Kadenbach gelegene Eitelborner Wald gehört zur Gemarkung.

Zu Eitelborn gehören auch die Wohnplätze Am Stundenstein, Denzerheide, Forsthaus Eitelborn und Ölmühle.

Geschichte

Eitelborn wurde 1325 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Um 1300 gelangten die Helfensteiner, die als Ministerialen im Dienste des Erzbischofs von Trier standen, in den Besitz des Herrenhofes „Denzinrode“ (heute Denzerheide) bei Eitelborn. 1310 erbaute Heinrich von Helfenstein an beherrschender Stelle über dem Tal des Emsbaches die Sporkenburg, so genannt nach dem Bannforst. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zerstörten die Franzosen die Burg, deren Ruine heute rheinland-pfälzisches Eigentum ist. Das Geschlecht derer von Pfaffendorf mit der Seitenlinie der Meinefelder von Ehrenbreitstein war 1325 und noch 1375 mit dem Dorf Eitelborn belehnt. Diese wurden 1440 von den Helfensteinern abgelöst. Die Herren der Sporkenburg, die Wentz von Niederlahnstein (seit 1524) und die Boos von Waldeck (seit 1729) waren am Eitelborner Hubengericht beteiligt.

Eitelborn, das seit 1925 eine eigene Kirche Mariä Himmelfahrt besitzt, löste sich 1953 aus der katholischen Pfarrei Arzbach. Maßgebend für den Bau der Kirche in Eitelborn waren der damalige Pfarrer Quernheim und der Kirchenrechner Johann Wilhelm Simon (nach dem eine Straße zur Kirche benannt wurde).

Von 1965 bis zur Gründung der Verbandsgemeinde 1972 schlossen sich die Ortsgemeinden Eitelborn und Neuhäusel zu einer gemeinsamen Bürgermeisterei zusammen. Deren Sitz war Eitelborn mit einer Außenstelle in Neuhäusel. Der damalige Bürgermeister war der spätere Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Montabaur, Heinz Reusch.

1967 wurde die Augst-Gemeinde Eitelborn als „schönstes Dorf“ gekürt.

Einwohnerentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Eitelborn, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 541 1835 802 1871 872 1905 1.068 1939 1.101 1950 1.254 Jahr Einwohner 1961 1.377 1970 1.787 1987 2.325 2005 2.517 2011 2.410 2017 2.454

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Eitelborn besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD CDU BLL WGB WGS WGZ WGR Gesamt 2024 3 – 6 5 2 4 – 20 Sitze 2019 3 – 5 4 2 2 – 16 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: 2014 6 – – – – – 10 16 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: 2009 6 – – – – – 10 16 Sitze 2004 6 3 – – – – 11 20 Sitze

Bürgermeister Benedikt Knopp (Bürgerliste Labonte) wurde am 12. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Eitelborn. Bei der Stichwahl am 23. Juni 2024 hatte er sich mit 63,0 % gegen seinen Vorgänger durchgesetzt, nachdem bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 keiner der ursprünglich drei Bewerber eine ausreichende Mehrheit erreicht hatte.

Knopps Vorgänger Daniel Best hatte das Amt im Sommer 2019 ebenfalls nach einer Stichwahl von Norbert Blath übernommen, der es seit 25 Jahren ausgeübt hatte und bei der Wahl 2019 nicht erneut angetreten war.

Wappen

Wahlen

Bei vergangenen Wahlen gewann die CDU die meisten Stimmen.

Ergebnisse im Detail Landratswahl 2026 28,4 % 43,4 % — — 9,5 % 4,8 % 8,7 % 5,3 % (Volt: 5,3 %) Landtagswahl 2026 24,6 % 39,0 % 7,6 % 2,2 % 13,6 % 3,9 % 4,2 % 4,9 % Bundestagswahl 2025 18,4 % 34,0 % 9,6 % 5,7 % 17,7 % 6,6 % 1,2 % 6,8 % Europawahl 2024 15,5 % 30,7 % 9,3 % 5,1 % 17,0 % 2,4 % 3,4 % 16,6 % Die Tabelle zeigt Parteien, die bei Bundestagswahlen oder Landtagswahlen seit 1990 Sitze errungen haben. Andere Parteien werden unter Sonstige benannt, wenn sie bei der jeweiligen Wahl mindestens fünf Prozent der Stimmen errangen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Bauwerke Etwa einen Kilometer südlich des Dorfes liegt die Sporkenburg. In den Jahren 1923 bis 1925 wurde die Kirche Mariä Himmelfahrt erbaut.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Eitelborn mini|Die Sporkenburg südöstlich von Eitelborn

Naturdenkmäler Siehe Liste der Naturdenkmale in Eitelborn

Verkehr Individualverkehr In Neuhäusel besteht Anschluss an die Bundesstraße 49. In Montabaur besteht Anschluss an die Bundesautobahn 3 in Richtung Köln und Frankfurt.

Öffentlicher Personenverkehr Eitelborn wird täglich durch die Busse der Linie 460 (Koblenz Hbf – KO Zentralplatz – KO-Ehrenbreitstein – Neuhäusel – Montabaur Adenauerplatz –Montabaur Bahnhof/FOM) des Rhein-Mosel-Bus angefahren, es gilt der Tarif des Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM). Montags bis freitags gibt es zudem Verbindungen mit der Linie 557 über Neuhäusel, Kadenbach und Arzbach nach Bad Ems. Dort besteht Bahnanschluss. Anschluss an den Eisenbahnfernverkehr besteht in Koblenz Hauptbahnhof sowie am Bahnhof Montabaur. In Koblenz wird außerdem der SPNV in Richtung Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Luxemburg, Saarbrücken, Neuwied, Limburg, Mainz und Wiesbaden erreicht.

Persönlichkeiten Gerd Silberbauer (* 1953), Schauspieler Boris Stein (* 1984), Triathlet

Weblinks

Ortsgemeinde Eitelborn auf den Seiten der Verbandsgemeinde Montabaur

Einzelnachweise

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