mini|hochkant|Tibor Halmay
Tibor von Halmay, auch Tibor Halmay (* 20. Dezember 1894 in Nagyszentmiklós, Österreich-Ungarn; † 3. November 1944 in Budapest) war ein ungarischer Schauspieler.
Leben Halmay wurde der Familientradition entsprechend Offizier. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitslos, ließ er sich auf Vermittlung eines Freundes zum Schauspieler ausbilden und trat an Budapester Theatern in Operetten auf.
In den 20er Jahren holte ihn Max Reinhardt an seine Bühnen nach Berlin. 1930 wirkte er in seinem ersten Film mit, und in den folgenden Jahren sah man Halmay regelmäßig in Komödien und Musikfilmen, oftmals mit ungarischem Hintergrund. Halmay konnte auf drollige Weise zugleich komisch und vornehm wirken und gab in dieser Art wiederholt Tanzeinlagen.
Von Halmay stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Halmay, Tibor von. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 299
Eine Version seiner Lebensgeschichte besagt, dass er jüdischer Herkunft war und dies bis zuletzt verbergen konnte. Demnach wurde er noch zum Kriegsdienst eingezogen und fiel.Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Jahrgang 1931, 2. Auflage 1991, S. 83.
Filmografie 1929: Der Erzieher meiner Tochter 1930: Ihre Majestät die Liebe 1930: Nur Du 1930: Ein Tango für Dich 1930: Zwei Herzen im Dreiviertel-Takt 1931: Liebeskommando 1931: Die lustigen Weiber von Wien 1931: Der falsche Ehemann 1931: Die nackte Wahrheit 1931: Die Försterchristl 1931: La fille et le garçon (französische Version von Zwei Herzen und ein Schlag) 1932: Zwei Herzen und ein Schlag 1932: Durchlaucht amüsiert sich 1932: Gitta entdeckt ihr Herz 1932: Ein Lied, ein Kuß, ein Mädel 1932: Teilnehmer antwortet nicht 1932: Liebe in Uniform 1933: … und es leuchtet die Puszta 1933: Rakoczy-Marsch 1934: Frühjahrsparade 1934: Der letzte Walzer 1934: Ende schlecht, alles gut 1934: Salto in die Seligkeit 1934: Früchtchen (Csibi, der Fratz) 1935: Es flüstert die Liebe 1935: 4½ Musketiere 1935: Wer wagt – gewinnt 1935: Csardas 1936: Rendezvous in Wien 1936: Donaumelodien 1936: Der Postillon von Lonjumeau 1936: Schatten der Vergangenheit 1936: Wo die Lerche singt 1937: Pat und Patachon im Paradies 1937: Die unentschuldigte Stunde 1937: Sein letztes Modell 1938: Rote Rosen – blaue Adria 1938: Adresse unbekannt 1938: Ihr Leibhusar 1939: Hotel Sacher 1939: Leinen aus Irland 1939: Sprung ins Glück 1940: Donauschiffer 1940: Frau nach Maß 1943: Maske in Blau 1943: Karneval der Liebe 1944: Schrammeln 1944: Orient-Express
Literatur Kay Weniger: ‘Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …’. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 630 f.
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Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellende Kunst (Nationalsozialismus) Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn) Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Ungarn) Kategorie:Person (Transleithanien) Kategorie:Ungar Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1944 Kategorie:Mann