Segni (lateinisch Signia) ist eine italienische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) in der Metropolitanstadt Rom in der Region Latium. mini|links|Segni, Blick von Westen

Geographie Segni liegt 58 km südöstlich von Rom und 40 km nordwestlich von Frosinone. Es liegt am Rande der Monti Lepini auf einem Höhenrücken oberhalb des Tals des Sacco. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von 187 bis 1378 m s.l.m, auf dem Monte Lupone. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Pantano, Pietrafalla, Recchia und Torre Santi, die im Tal liegen.

Segni ist Mitglied der Comunità Montana Monti Lepini. Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).

Die Nachbargemeinden sind Artena, Colleferro, Cori (LT), Gavignano, Montelanico, Paliano (FR) und Rocca Massima (LT).

Verkehr Das Gemeindegebiet von Segni wird von der strada regionale Carpinetana (SR 609), die von Colleferro im Saccotal nach Priverno in der Pontinischen Ebene führt, durchzogen. Die nächste Autobahnauffahrt ist Colleferro an der A1 Autostrada del Sole in 11 km Entfernung.

Das Gemeindegebiet wird von der Schnellfahrstrecke Roma–Napoli ohne Halt durchquert. Der nächste Bahnhof Colleferro-Segni-Paliano in Colleferro-Scalo an der Bahnstrecke Roma–Cassino–Napoli, liegt in 9 km Entfernung.

Geschichte Segni, das antike Signia, geht auf eine Siedlung der Volsker zurück. Der römischen König Tarquinius Superbus soll 513 v. Chr. hier eine Kolonie gegründet haben.Titus Livius, Ab urbe condita, 1.55. 89 v. Chr. wurde Signia Municipium, worauf das Kürzel S.P.Q.S. (Senatus Populusque Signinus) verwendet wurde. In der römischen Antike war die Stadt in strategischer Lage über dem Saccotal eine blühende Gemeinde, die jedoch durch die Gotenkriege im 6. Jahrhundert stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. In der Folge wurde es Teil des Patrimonium Petri. Im 12. und 13. Jahrhundert war es mehrfach Residenz von Päpsten. Sixtus V. erhob es 1585 zum Herzogtum. 1870 wurde Segni Teil des Königreichs Italien.Homepage der Gemeinde Segni

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001 Einwohner 5789 6942 7323 8183 9202 8284 8306 8780 Quelle: ISTAT

Politik Stefano Corsi (Bürgerliste Impegno e Cambiamento per Segni) wurde im Juni 2009 zum Bürgermeister gewählt. Er löste Renato Cacciotti (Mitte-links-Bündnis) (seit 2004) ab, der nicht mehr kandidierte.

Wappen Auf rotem Schild eine silberne Burg, darüber ein goldener Greif, darunter die Buchstaben SPQS, umrandet mit einem Schriftband mit dem Wahlspruch „Signia Civitas prima romanorum colonia“.

Partnerstadt Mykines, das antike Mykene

Religion Die Bevölkerung von Segni gehört mehrheitlich der römisch-katholischen Kirche an. Das Bistum Segni wurde im 5. Jahrhundert gegründet und 1981 mit dem Bistum Velletri vereinigt.

Sehenswürdigkeiten mini|San Pietro mit Mauern des Iunotempels Die Konkathedrale Santa Maria Assunta wurde im 17. Jahrhundert über der Vorgängerkirche aus dem 10. Jahrhundert errichtet. Die klassizistische Fassade stammt von Valadier. Die Stadtmauer aus Zyklopenmauerwerk aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. ist noch gut erhalten. Die Kirche San Pietro (13. Jahrhundert) wurde in die Cella des Tempels der Iuno Moneta (3.–2. Jahrhundert v. Chr.) eingebaut. Um sie herum finden sich Reste der Akropolis. Das Archäologische Museum (Museo archeologico) zeigt Funde aus der über 2500 Jahre alten Geschichte von Segni.

Söhne und Töchter der Stadt Vitalian († 672), Papst Vincenzo Kardinal Fagiolo (* 1918; † 2000), Kurienkardinal Angelo Kardinal Felici (* 1919; † 2007), Kurienkardinal Ettore Felici (* 1881; † 1951), Erzbischof und Diplomat des Heiligen Stuhls Pericle Kardinal Felici (* 1911; † 1982), Kurienkardinal Lorenzo Loppa (* 1947), Bischof von Anagni-Alatri Luigi Vari (* 1957), Erzbischof von Gaeta

Einzelnachweise

Weblinks

(italienisch) Segni auf www.comuni-italiani.it (italienisch) Archäologisches Museum (italienisch)

Kategorie:Ort im Latium