mini|Statue Dafydds ap Gwilym, Cardiff City Hall Dafydd ap Gwilym (* um 1320 in Ceredigion (Cardiganshire); † um 1350Dieses Todesjahr wird u. a. genannt in ) wird als der bedeutendste walisische Dichter angesehen. Wolfgang Meid zählt ihn, obwohl er „wie die meisten kymrischen [= walisischen] Dichter außerhalb Wales so gut wie unbekannt ist, [...] zu den großen Dichtern von Weltrang“.Wolfgang Meid: Die Kelten. 2. Auflage. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-018921-4, S. 224.
Biografie Dafydd ap Gwilym stammte aus einer adligen Familie, war kein berufsmäßiger Barde, aber meisterhaft im Gebrauch walisischer Versformen. Ihm ist die Popularisierung der Cywydd-Metrik zu verdanken.
Aus seinen Werken ist ein großräumiger europäischer Einfluss erkennbar, zum Beispiel von umherziehenden Minstrels und französischen Troubadouren, was auf eine Vielzahl von Reisen, auch auf den Kontinent, hindeutet. In seinen Werken bedient er sich der zeitgenössischen Umgangssprache der gebildeteren Stände, vermeidet altertümliche Ausdrucksweisen und gilt damit als Begründer neuerer walisischer Poesie.
Sein Hauptthema ist die Liebe, seine Gedichte sind vielen Frauen gewidmet, im Besonderen aber einer Morfudd. Seine wohl bekannteste Arbeit ist Die Mädchen von Llanbadarn, wo er davon spricht, sonntags alleine deshalb zur Kirche zu gehen, um die Schönheiten des Dorfes zu sehen.
Viele seiner Werke sind im Llyfr Gwyn Hergest („Weißes Buch von Hergest“) aufgezeichnet.
Literatur Primärliteratur
Sekundärliteratur
Weblinks
Neuedition der Werke von Dafydd ap Gwilym (engl.), ein Projekt der University of Wales, Swansea
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (14. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Walisisch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Waliser Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 14. Jahrhundert Kategorie:Mann