mini|Großer und Kleiner Wilder mini|Großer und Kleiner Wilder, Höllhörner und Jochspitze
Der Kleine Wilde ist ein hoher Berg in den Allgäuer Alpen. Er liegt südlich des Großen Wilden und ist von diesem durch die Wildenfeldscharte getrennt.
Auf den Kleinen Wilden führt kein markierter Weg. Auch die leichtesten Anstiege über die Nordwestflanke bzw. den Westgrat erfordern Klettererfahrung, sowie Erfahrung im weglosen Gelände. Aus diesem Grund wird er relativ selten bestiegen.
Die Südwestseite des Kleinen Wilden bricht mit gewaltigen Wänden ab. Hier finden sich zum Teil sehr schwere Anstiege. Lange Zeit galten die Große Südwestverschneidung neben der Schneck-Ostwand als schwierigste Klettertouren in den Allgäuer Alpen. Im Winter 1992/93 sind in der Südwestwand große Wandteile abgebrochen, so dass die Kleemaier-Führe durch diese Wand seitdem nicht mehr begangen werden kann. In den 1990er Jahren wurden von Sportkletterern verschiedene sehr schwere Routen erschlossen.
Obwohl der Kleine Wilde ein Felsberg ist, findet man hier auch botanische Seltenheiten wie die Zwergalpenrose am Südgrat.
Anstiege
Nordwestflanke Schwierigkeit: II Zeitaufwand: 2 Stunden Ausgangspunkt: Wildenfeldhüttchen Erstersteiger: Stritzl und Kranzfelder, 1892 Bemerkung: Route der Erstbegeher
Westgrat Schwierigkeit: II+ Zeitaufwand: 2 Stunde Ausgangspunkt: Wildenfeldhüttchen Erstersteiger: E. Heimhuber, Dr. Madlener, 1902 Bemerkung: Unterster Teil des Westgrates V
Südgrat Schwierigkeit: III Zeitaufwand: 2 Stunde Ausgangspunkt: Wildenfeldhüttchen Erstersteiger: E. Heimhuber, Dr. Madlener, 1902 Bemerkung: Der lohnendste unter den leichteren Anstiegen
Nordgrat Schwierigkeit: III Zeitaufwand: 1 Stunde Ausgangspunkt: Wildenfeldscharte Erstersteiger: unbekannt Bemerkung: unlohnend und gefährlich aufgrund brüchigem Fels
Südwestkamin (Blenkkamin) Schwierigkeit: III+ Zeitaufwand: 2½ Stunden Ausgangspunkt: Wildenfeldhüttchen Erstersteiger: W. Blenk, 1905 Bemerkung: Eine der klassischen Kaminklettereien der Allgäuer Alpen
Kleine Südwestverschneidung Schwierigkeit: V- Zeitaufwand: 2½ Stunden Ausgangspunkt: Wildenfeldhüttchen Erstersteiger: unbekannt Bemerkung: Eine der klassischen Kaminklettereien der Allgäuer Alpen
Große Südwestverschneidung Schwierigkeit: VI/A2 Zeitaufwand: ? Ausgangspunkt: Wildenfeldhüttchen Erstersteiger: Kleemaier, Nieberle, 4. September 1955
Südwestwand Schwierigkeit: VI- Ausgangspunkt: Wildenfeldhüttchen Erstersteiger: Kleemaier, Weißenhorn, 1950 Bemerkung: Route aufgrund Felssturz nicht mehr begehbar
Literatur Bergkamerad, Aug. 1972 Robert Jasper: Allgäu-Kletterführer, Leipzig, Mountain Explorer in der Akademischen Verlagsanstalt (AVA), 1998, ISBN 3-931982-08-4 Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen, Lindenberg, Kunstverlag Josef Fink, 2007, ISBN 978-3-89870-389-5 Thaddäus Steiner: Die Flurnamen der Gemeinde Oberstdorf im Allgäu, München, Selbstverlag des Verbandes für Flurnamenforschung in Bayern, 1972 Zettler/Groth: Alpenvereinsführer Allgäuer Alpen. Bergverlag Rother, München 1984. ISBN 3-7633-1111-4
Weblinks
Kleiner Wilder: Errichtung des Gipfelkreuzes. Deutscher Alpenverein, Sektion Oy
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