Sundeved (, Bedeutung „Wald am [Alsen-]Sund“)Brockhaus Konversations-Lexikon, Bd. 15, Leipzig 1895, S. 512.Salmonsens konversationsleksikon, 2. Ausgabe, Bd. 22, S. 588, Kopenhagen 1927. Onlineversion. ist eine Landschaft in Nordschleswig im südlichen Dänemark. Sie liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Aabenraa Fjord () und dem Als Fjord im Norden, dem Als Sund () im Osten und der Flensburger Förde einschließlich der Halbinsel Broager Land im Süden. Bei der Abgrenzung nach Westen gibt es unterschiedliche Auffassungen.
Geographie In einem engeren Sinn wurde als Sundeved nur das Nybøl Herred (d. h. die Harde von Nübel) bezeichnet bzw. Sundeveds Westgrenze bereits bei Vemmingbund, der Bucht östlich von Broager, gesehen.Sørensen, Sundeved, S. 5. Daneben war und ist auch heute eine ausgedehntere Auffassung gebräuchlicher, u. a. inklusive der Kirchspiele Varnæs Sogn und Gråsten-Adsbøl Sogn, bzw. die Ansicht einer Westgrenze bei der Sekundærrute 170.Sørensen, Sundeved, S. 5; die Straße hieß zu dieser Zeit noch Hovedvej A10.
Entsprechend dieser weiten Auffassung gehören zu Sundeved folgende Kirchspiele (dän.: sogne), von Westen nach Osten aufgezählt: Holbøl Sogn (), Teile des Kliplev Sogn (), Kværs Sogn (), Rinkenæs Sogn (), Felsted Sogn (), Varnæs Sogn (), Gråsten-Adsbøl Sogn (), Egernsund Sogn (), Broager Sogn (), Sottrup Sogn (), Ullerup Sogn (), Dybbøl Sogn () und Nybøl Sogn ().
Das Sundewitt ist Teil des ostjütischen Hügellands und weist die typische Moränenlandschaft mit lehmreichen, fruchtbaren Böden auf. An einigen Stellen finden sich Steilküsten. Höchste Erhebung (68 m) sind die Düppeler Höhen () im Südosten nahe dem Alsensund, die in südlicher Richtung eine eindrucksvolle Panorama-Aussicht bieten. Ein beliebter Badestrand befindet sich in Vemmingbund; außerdem verläuft der Wanderweg Gendarmstien entlang der Südküste Sundeveds.
Geschichte mini|Lage der Sundeved Kommune (1968–2006) Im Erdbuch König Waldemars von 1231 wird die Landschaft als Sundwith, das heißt „Sundwald“, genannt und dabei der Ort „Warnæs“ erwähnt.Sørensen, Sundeved, S. 5 (mit Abbildung). Die meisten Ortsnamen der Gegend sind aber späteren Ursprungs, da eine Bebauung relativ spät einsetzte.
Auf den Düppeler Höhen fand im April 1864 während des Deutsch-Dänischen Krieges die Schlacht von Düppel statt.
1968 tauchte der Name der Landschaft auch auf der politischen Landkarte auf, als sich die Sognekommunen Nybøl Sogn, Sottrup Sogn und Ullerup Sogn zur Sundeved Kommune zusammenschlossen. Seit der Kommunalgebietsreform 2007 liegt der größte Teil der Landschaft in der Sønderborg Kommune, die Kirchspiele Felsted, Holbøl, Kliplev und Varnæs jedoch in der Aabenraa Kommune.Vgl. die Karten der Kirchspiele in der Aabenraa Kommune und der Kirchspiele in der Sønderborg Kommune.
Bildergalerie
Literatur H. E. Sørensen: Sundeved. Skærbæk, Forlag Melbyhus 1983. ISBN 87-87481-56-1.
Weblinks Sundeved im Lexikon der Grænseforening (dänisch) Sundeved, die Region im Süden von Jütland (deutsch)
Einzelnachweise
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