Der Große Wilde ist ein hoher Berg in den Allgäuer Alpen.
Man unterscheidet bei ihm den Hauptgipfel (Mittelgipfel, ), den Nebengipfel Hinterer Wilder (Südgipfel, ) und eine nördliche Kammerhebung (Nordgipfel, ). Nach Westen fällt der Große Wilde als eindrucksvolle Felsmauer zum Wildenfeld hinab. Der Gipfel wurde schon früh durch Einheimische begangen und erfordert auch auf dem einfachsten Anstieg Klettergewandtheit und Erfahrung im weglosen Schrofengelände. Sehr beliebt ist dabei der Aufstieg vom Himmelecksattel über den Nordgrat zum Nordgipfel und die anschließende Überschreitung zum Südgipfel mit Abstieg zur Wildenfeldscharte. Der Fels der mittelschweren Anstiege ist durchwegs brüchig.
Anstiege
Nordgrat Schwierigkeit: II Zeitaufwand: 1 1/4 Stunden Ausgangspunkt: Himmelecksattel Erstersteiger: Hermann v. Barth, 1869
Durch die Gamswanne Schwierigkeit: I+ Zeitaufwand: 1 1/2 Stunden Ausgangspunkt: Himmelecksattel Erstersteiger: unbekannt
Westwand des Südgipfels Schwierigkeit: VI- Zeitaufwand: 3 Stunden Ausgangspunkt: Wildenfeld Erstersteiger: O. Huber, Ph. Risch, 1926 Bemerkung: selten begangen
Südgipfel von Wildenscharte Schwierigkeit: I+ Zeitaufwand: 3/4 Stunde Ausgangspunkt: Wildenfeldscharte Erstersteiger: unbekannt Bemerkung: besonders im Abstieg schwierige Orientierung
Skibergsteigen
Der Große Wilde ist ein beliebtes, wenn auch anspruchsvolles Ziel für Skibergsteiger. Während der Anstieg von Hinterhornbach auch im Hochwinter begangen wird, werden die Anstiege aus dem Ostrachtal durch die Gamswanne, sowie der Anstieg von Oberstdorf über die Wildenfeldscharte meist erst im Frühjahr durchgeführt.Kristian Rath, Skitouren und Skibergsteigen Allgäu, Panico-Alpinverlag, Köngen 2009, S. 146 Sie gelten im Allgäu als typische Saisonsabschlusstouren.
Bilder
Literatur
Robert Jasper: Allgäu-Kletterführer, Leipzig, Mountain Explorer in der Akademischen Verlagsanstalt (AVA), 1998, ISBN 3-931982-08-4 Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen, Lindenberg, Kunstverlag Josef Fink, 2007, ISBN 978-3-89870-389-5 Thaddäus Steiner: Die Flurnamen der Gemeinde Oberstdorf im Allgäu, München, Selbstverlag des Verbandes für Flurnamenforschung in Bayern, 1972 Zettler/Groth: Alpenvereinsführer Allgäuer Alpen. München, Bergverlag Rudolf Rother 1984. ISBN 3-7633-1111-4
Weblinks
Einzelnachweise
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