mini|300px|Blick über den Ortsteil Brohl im Rheintal mini|300px|Blick auf den Ortsteil Lützing oberhalb des Rheintals Brohl-Lützing ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Breisig an.

Geographie Die Gemeinde gliedert sich in die beiden Ortsteile Brohl und Lützing. Zum Ortsteil Brohl gehört auch der Wohnplatz Schloss Brohleck, zum Ortsteil Lützing die Wohnplätze Auf dem Eichholz, Haus Drei Birken, Haus Netz, Netzermühle, Schweppenburg, Waldesruh und Zerwasmühle.

Geschichte Der direkt am Rhein liegende Ortsteil Brohl wurde 1252 erstmals urkundlich erwähnt. Dies war anlässlich der dort überlassenen Güter für den Templerhof im etwas weiter stromabwärts liegendem Niederbreisig (heute Bad Breisig).

Die heutige Gemeinde entstand am 7. November 1970 durch Zusammenschluss in Form einer Neubildung aus den bis dahin eigenständigen Gemeinden Brohl (damals 2.017 Einwohner) und Niederlützingen (955 Einwohner). Der Gemeindename Brohl-Lützing wurde am 1. Februar 1971 verliehen.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brohl-Lützing bezogen auf das Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 1.014 1835 1.409 1871 1.430 1905 2.546 1939 2.617 1950 2.949 1961 2.968 Jahr Einwohner 1970 2.958 1987 2.609 1997 2.636 2005 2.670 2011 2.405 2017 2.492

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Brohl-Lützing besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD CDU FWG WGS Gesamt 2024 – – 11 9 20 Sitze 2019 – – 11 9 20 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. 2014 – – 9 7 16 Sitze 2009 3 9 8 – 20 Sitze 2004 5 11 4 – 20 Sitze

Bürgermeister Frank Gondert wurde am 13. August 2019 Ortsbürgermeister von Brohl-Lützing. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 62,53 % für fünf Jahre gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er ohne Gegenkandidat mit 78,8 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Gonderts Vorgänger als Ortsbürgermeister waren von 2014 bis 2019 Michael R. Schäfer und zuvor Christel Ripoll, die das Amt 15 Jahre ausübte.

Wappen

Sonstiges mini|hochkant|Kirchenfenster von 1681 der ehemaligen Kapelle St. Johannes der Täufer in Brohl mit den Namen ihrer Stifter, heute in der gleichnamigen Pfarrkirche als „Stifterfenster“ museal gezeigt. Kirchengemeinden: St. Johannes der Täufer in Brohl (r. k.) und St. Lambertus in Niederlützingen (r. k.), ein gemeinsamer Pastor, der auch für die Filialgemeinde in Oberlützingen (Gemeinde Burgbrohl) zuständig ist; die evangelischen Mitbürger gehören zu der Gemeinde, die in Bad Breisig beheimatet ist Kindergärten: zwei; ein kirchlicher in Brohl, ein kommunaler in Niederlützingen

Leo-Stausberg-Schule An der Halbtagsgrundschule in Brohl (Leo-Stausberg-Schule) werden 78 Kinder in 5 Klassen betreut (Oktober 2009). Das Einzugsgebiet umfasst die Orte Brohl (Rhein) und Lützing.

Die Geschichte der Schule beginnt 1923 mit Grundsteinlegung für das Gebäude der Volksschule Brohl am jetzigen Standort. Mit dem Bau der Turnhalle auf dem Schulhof wurde die Schule 1972 erweitert. Durch die Schulreform von 1973 erfolgte die Umordnung in eine ein- bzw. zweizügige Grundschule, die dann 1976 mit der Grundschule Niederlützingen zusammengelegt wurde. Ihren heutigen Namen erhielt die Schule erst 1993 anlässlich des 70. Schuljubiläums in Erinnerung an Leo Stausberg (1901 – 1968), Rektor u. a. dieser Schule, Bürgermeister und Heimatforscher.Leo Stausberg: Ländchen Breisig und Fürstentum Essen, eine heimatgeschichtliche Studie. Amtsverwaltung Bad Niederbreisig, 1963. Im Jahre 1997 wurde die Schule dann durch die Errichtung des Anbaus erneut erweitert. Weiterhin besteht ein Schullandheim.

Touristik Schmalspurbahn Vulkan-Express, regelmäßig auch mit Dampflok Barock-Schlösschen Schweppenburg (privat) und Schweppenburger Mühle, die immer noch als Wassermühle betrieben wird Rheinanlagen mit Aufenthaltsbereichen, historischem Aalschokker und Schiffsanleger Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren: Radweg entlang des Rheins in Richtung Bonn oder Koblenz oder das Rad im Vulkan-Express in die Eifel mitnehmen und dann zurück zum Rhein rollen lassen Katharinaweg und Himmelsleiterweg Rhein-Burgen-Wanderweg (kann in Brohl mit dem Rheinsteig konkurrieren) Brohltalwanderweg (Wanderkarte Nr. 10 herausgegeben vom Eifelverein) oder den Vulkanpark Osteifel per Auto oder zu Fuß erkunden Tor zum Brohltal mit historischem Trassabbau Trass im Umland liegen Maria Laach/Laacher See, der Geysir Andernach bei Andernach-Namedy und ehemaliges Kloster Antoniusstein bei Kell (Tönissteiner Sprudel) Brunnenbesichtigung beim Brohler Mineral- und Heilbrunnen. Radfahrer und Wanderer dürfen ihre Trinkflaschen wieder auffüllen

Siehe auch Brohltalbahn Schloss Brohleck Liste der Kulturdenkmäler in Brohl-Lützing

Weblinks

Ortsgemeinde Brohl-Lützing Kurzporträt von Brohl-Lützing bei SWR Fernsehen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort am Mittelrhein Kategorie:Gemeindegründung 1970