miniatur|150px|Boris Podrecca auf dem Wiener Nordbahnhofgelände Boris Podrecca (* 30. Januar 1940 in Belgrad) ist ein in Wien lebender Architekt mit Büros in Wien, Stuttgart und Venedig.

Werdegang Als Sohn einer Slowenin aus Triest und eines Herzegowiners verbrachte er seine Kindheit in Zagreb und Triest. Er hat die Volksschule und das Gymnasium in Triest absolviert. Nach der Matura begann er mit dem Architekturstudium in Wien, welches er in der Meisterklasse des Architekten Roland Rainer im Jahr 1968 abschloss. Serbien-Forum, 8. November 2007

Seine Architektur zeichnet sich durch ein besonderes Gefühl für öffentliche Räume aus, vom Gesamtzusammenhang einer Landschaft oder Stadt bis zum Detail einer Kante oder der Beschaffenheit des verwendeten Materials, und der Gebrauchsfreundlichkeit für die Benutzer, die Freude am Anblick einschließt.Belege aus der Architekturkritik? Oder Selbstdarstellung???

Die Projekte umfassen Platzgestaltungen, Verkehrsstationen, Firmengebäude und den Wohnbau bis zum Hochhaus.

Podrecca lehrte als Gastprofessuren an der EPF Lausanne, in Paris, Venedig, Philadelphia, London, Harvard, Cambridge (USA), Wien, Zagreb, Triest, Ljubljana und Maribor und als Professor für Raumgestaltung und Entwerfen an der Universität Stuttgart (1988–06).

Projekte und Realisationen miniatur|Tartiniplatz, Piran, Slowenien, 1987–89 miniatur|Piazza XXIV Maggio, Cormons, Italien. Platzgestaltung von Boris Podrecca

Tartiniplatz, Piran, 1987–1989 Piazza XXIV Maggio, Cormòns, 1989–1990 Erweiterung der Ganztagsschule Dirmhirngasse, Wien-Liesing (23. Bezirk), 1991–1994 mit Marco Zordan: Museum Moderner Kunst Ca’Pesaro, Venedig, 1992–2002 Greif-Areal, Büros Wohnungen Shopping Center Hotel, Bozen, 1992–2000 Wohnbau Judeca Nova, Giudecca Venedig, 1995–2003 In der Wiesen Nord, Sozialer Wohnbau, Wien Erlaa (23. Bezirk), 1996–2000 mit Gustav Peichl und Rudolf F. Weber: Millennium Tower Wien, Wien Handelskai (20. Bezirk), 1997–1999 mit Michelangelo Pistoletto: Bahnhofsplatz Krems an der Donau, 1997 Neugestaltung Hauptplatz Leoben, 1997 Weingut Novi Brič, an der slowenisch-kroatischen Grenze, 1998–2002 Hotel und Konferenzzentrum Mons, Ljubljana, 2000–2004 mit Marco Zordan und A. Vesentini: Platzgestaltung, Motta di Livenza, Italien, 2001–2002 mit B. Edelmüller und Werner Sobek: Platzgestaltung Praterstern, mit Überdachung mittels Glas-Stahl-Membrane, Entwurf 2002, Baubeginn 2008, siehe auch: Bahnhof Wien Praterstern Vienna BioCenter 1, Wien (3. Bezirk), 2003–2005 Skidome und Multi-Functional Center, Garching bei München, 2005 Punta Skala Resort: Hotels, Apartments und Villen, Zadar, seit 2005 U-Bahn Neapel, Linie 6, Station San Pasquale, Neapel, seit 2006 Landesdirektion Wiener Städtische Versicherung, Graz, seit 2006 Museum für Wissenschaft und Technik, Belgrad, seit 2007 Gestaltung Neuer Platz, Klagenfurt, 2008 Umbau des Palais Hansen zum Hotel Kempinski, Wien (1. Bezirk), bis 2012 Hotel Falkensteiner, Belgrad, 2012 Dom Museum Wien, ab 2012Der Umbau 2013-2016. Dom Museum Wien, abgerufen am 31. Jänner 2024.

Ausstellungen 2007: Architektur im Ringturm, Wien Architektur im Ringturm 23. November 2007 – 18. Januar 2008 BORIS PODRECCA Architektur 2020: Architektur im Ringturm, Wien anlässlich des 80. Geburtstages von Boris Podrecca

Auszeichnungen 1986: Ritter des Ordre des Arts et des Lettres, Paris 1996: Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten 1997: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2001: Orden der Freiheit der Republik Slowenien in Silber 2000: Ehrendoktor der Universität Maribor, Slowenien 2004: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

Schüler

Rainer Weitschies

Publikationen mit Friedrich Achleitner und Walter Zschokke: Boris Podrecca: Arbeiten 1980–1995, Basel 1996, ISBN 3-7643-5441-0; Katja Steiner (Übers. ins Englische): Boston ISBN 0-8176-5441-0.

Literatur Michael Grossmann, Adolph Stiller (Hrsg.): BORIS PODRECCA Architektur. Katalog Ausstellung im Ringturm Wien 2007, Texte von Friedrich Achleitner, Francesco Dal Co, Otto Kapfinger, José Rafael Moneo, Werner Oechslin, Walter Zschokke. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2007, ISBN 3-7025-0580-6. Michael Großmann (Hrsg.): Theophil Hansen, Architekt 1813–1891, Müry Salzmann, Salzburg 2013, ISBN 978-3-99014-076-5.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Hochschullehrer (Universität Stuttgart) Kategorie:Mitglied der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste Podrecca Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien Kategorie:Träger des Ordre des Arts et des Lettres (Ritter) Kategorie:Ehrendoktor der Universität Maribor Kategorie:Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten Kategorie:Architekt (Wien) Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Jugoslawe Kategorie:Mann