Das MacBook Air ist ein kleines und leichtes Notebook des US-amerikanischen Unternehmens Apple. Es wurde am 15. Januar 2008 von Steve Jobs auf der Macworld San Francisco als „das dünnste Notebook der Welt“ vorgestellt.Apple-Newsroom 2008

In den Folgejahren hat der Rechner immer wieder Neuerungen erfahren. 2010 wurde das Gehäuse überarbeitet und eine zusätzliche, kleinere Variante mit 11-Zoll-Bildschirm eingeführt. Im Oktober 2018 erhielt das MacBook Air ein Retina-Display, USB-C-Anschlüsse, ein Trackpad mit Taptic Engine und ein dünneres Gehäuse. Im November 2020 wurde der Intel-Prozessor durch einen Apple M1 ersetzt und der Lüfter entfernt. Mit der vierten Generation 2022 wurde ein anderes Gehäusedesign und eine neue Version des MagSafe-Stromversorgungsanschlusses eingeführt. Seit 2023 ist eine größere Variante mit 15-Zoll-Bildschirm erhältlich.

mini|MacBook Air der ersten Generation mini|MacBook Air der ersten Generation mini|hochkant|Steve Jobs 2008 bei der Präsentation des MacBook Air mini|„SuperDrive“, optisches Laufwerk (USB) für Macs, die kein internes besitzen. An anderen Rechnersystemen werden typisch zwei USB-Buchsen und Y-Kabel benötigt.

MacBook Air (2008–2009) mini|Klappe mit Anschlüssen des MacBook Air der ersten Generation

Design Das Gerät, dessen Außenhülle aus Aluminium gefertigt ist, läuft zur Vorderseite keilförmig zu.

Das MacBook Air war mit 19,4 mm nach dem 1997 von Mitsubishi und Hewlett-Packard entwickelten Pedion zum Veröffentlichungstermin das zweitdünnste Notebook der Welt, dicht gefolgt von einer Sonderedition des Sony Vaio X505 aus dem Jahr 2004.Michael Kanellos: MacBook Air: Not the thinnest notebook ever. CNET, 15. Januar 2008; abgerufen am 1. November 2013 (englisch): „The MacBook Air, unfurled today, might be the thinnest notebook on the market today, but it’s not the thinnest of all time. That distinction belongs to the Pedion, an ill-fated notebook developed by Mitsubishi and Hewlett-Packard back in 1997. The Pedion measured 18.4 millimeters thick, which comes out to 0.7244 inch thick.“

Im Jahr 2009 wurden mit dem Dell AdamoDan Ackerman, Stefan Möllenhoff: Dell Adamo XPS: Das flachste 13,4″-Notebook der Welt. CNET Deutschland, 9. November 2009; abgerufen am 1. November 2013: „Lange Zeit war das MacBook Air mit einer Dicke von 1,9 Zentimetern der dünnste Laptop der Welt. Mit dem Adamo schaffte Dell es zunächst, die Flunder mit dem angebissenen Apfel um 0,3 Zentimeter zu überholen. Jetzt kommt der Nachfolger mit dem Namenszusatz XPS auf den Markt, der mit 9,99 Millimetern sogar flacher als das iPhone ist.“ und dem Sony Vaio X (14 Millimeter Höhe)Stefan Möllenhoff: IFA 2009: Erste Fotos von Sonys Mini-Notebook Vaio X mit UMTS-Modem. CNET Deutschland, 7. September 2009; abgerufen am 1. November 2013: „Sony zeigt auf der IFA 2009 in Berlin sein ultraflaches 11″-Notebook Vaio X. Das Gehäuse ist lediglich 14 Millimeter dick.“ noch dünnere Notebooks vorgestellt.

Der Bildschirm des MacBook Air misst 13,3″ und ist damit ebenso groß wie das der MacBook-Modelle. Er ist mit LEDs beleuchtet. Die Tastatur hat eine Hintergrundbeleuchtung. Über dem Bildschirm ist die mittlerweile in allen Apple-Notebooks eingebaute iSight-Kamera, die Apple FaceTime-Kamera genannt hat. Das Mikrofon wurde auf der linken Seite des Unterteils neben den Kopfhöreranschluss platziert.

Als Neuerung bietet das Trackpad einige der vom iPhone und dem iPod touch bekannten Multi-Touch-Funktionen. So ist es möglich, mit Gesten eines oder mehrerer Finger Steuerungen oder Funktionen direkt und vereinfacht auszuführen, wenn Programme dies unterstützen.

Ein optisches Laufwerk ist werksseitig nicht vorhanden. Dafür ist das MacBook Air in der Lage, über WLAN auf die CD/DVD-Laufwerke eines anderen Macs oder auch Windows-Rechners zuzugreifen. Das Betriebssystem kann über eine Recovery-Partition wiederhergestellt werden. Alternativ kann ein externes Laufwerk „Super Drive“ erworben werden, das über den USB-Anschluss mit Strom versorgt wird.

Technische Details Die erste Revision des Gerätes bot in der Standardausführung einen 1,60-GHz-Prozessor, 2 GB auf der Platine fest integrierten Arbeitsspeicher und eine 80-GB-Festplatte, die mit 1,8″ dasselbe Format hat wie Festplatten der iPod-Modelle, jedoch mit 4.200/min schneller dreht als die 3.400/min drehenden Festplatten in den iPods. Auf Wunsch gab es eine Version mit 1,80-GHz-Prozessor und einem 64 GB großen Flashspeicher (Solid-State-Drive) statt einer Festplatte. Der Massenspeicher war über die mittlerweile veraltete Parallel-ATA-Schnittstelle angebunden.

Das Prozessorgehäuse war eine Besonderheit, da es im sogenannten Small Form Factor Package von Intel gefertigt wurde. Mit einer Fläche von 22 mm × 22 mm war er etwa 60 Prozent kleiner als ein normaler Prozessor. Technisch basierten beide Prozessormodelle auf dem Intel Core 2 Duo mit Merom-Kern, weshalb sie dessen Funktionen inklusive 4 MB Shared-L2-Cache hatten.MacBook Air: Das dünnste Notebook der Welt. ComputerBase.de, 15. Januar 2008; abgerufen am 1. November 2013.

Die Stromversorgung erfolgte durch einen fest eingebauten Lithium-Polymer-Akku, der das Gerät nach Herstellerangaben bis zu viereinhalb Stunden betreiben kann. In verschiedenen Tests mit unterschiedlicher Beanspruchung erreichte das MacBook Air Laufzeiten zwischen zweieinhalb und knapp fünf Stunden. Ferner verfügte es über WLAN nach dem 802.11n-Standard und Bluetooth 2.1 + EDR.

Die günstigste Variante mit 1,6 GHz-Prozessor und 80 GB Festplatte kostete 1.699 €. Das Modell mit 1,8 GHz-Prozessor und 64 GB SSD kostete 2.379 €.

Software Als Betriebssystem dient für alle Geräte Mac OS X. Die erste Generation aus Anfang 2008 (MacBook Air 1,1) kann maximal Mac OS X 10.7 Lion ausführen. Generation 2 (MacBook Air 2,1) ab Ende 2008 und alle Generation danach einschließend, kann jedes MacBook Air Mac OS X El Capitan ausführen. Lediglich für Mac OS Sierra und höher ist mindestens ein MacBook Air ab Ende 2010 (MacBook Air 3,1) erforderlich.

OS X bzw. Mac OS lässt sich ohne externe Datenträger über die zeitgleich mit Lion eingeführte Funktion „Internet-Wiederherstellung“ neu installieren, selbst wenn die SSD komplett formatiert sein sollte. Bei den vorherigen Geräten wurde das System auf einem Micro-USB-Stick ausgeliefert, um das Betriebssystem ohne DVD-Laufwerk neu aufsetzen zu können. Neu ist die Software Remote Disc. Sie ermöglicht es, drahtlos auf optische Laufwerke anderer Macs oder PCs zuzugreifen und von ihnen Programme zu installieren. Über Boot Camp kann Windows auf dem Macbook Air installiert werden. Die dazugehörigen Treiber werden davor vom Programm Boot Camp auf einen USB-Stick oder auf eine CD/DVD gespeichert, damit die Treiber unter Windows installiert werden können.

Umweltverträglichkeit Nach der Kritik an der fehlenden Umweltverträglichkeit hat Apple in das MacBook Air einen quecksilber- und arsenfreien LED-hintergrundbeleuchteten Bildschirm eingebaut. Dieses war zuvor bereits im MacBook Pro erhältlich. Weiterhin finden PVC-freie Kabel Verwendung. Das MacBook Air erfüllt neben „Energy Star“ auch die Anforderungen für „EPEAT Gold“.

Ende 2008 Am 14. Oktober 2008 wurde eine verbesserte Neuauflage des MacBook Air „MacBook Air (Ende 2008)“ vorgestellt.

Der Chipsatz (Hauptplatine) wurde nicht mehr von Intel, sondern Nvidia geliefert. Dadurch wurde auch der Intel-Chipsatz-Grafikprozessor durch den bis zu viermal schnelleren Nvidia-9400M-Chipsatz-Grafikprozessor mit 256 MB DDR3-SDRAM (shared memory) ersetzt, der eine Auflösung von bis zu 2560 × 1600 Pixeln auf einem externen Bildschirm unterstützt. Der Takt des weiterhin von Intel gelieferten Prozessors Core 2 Duo blieb mit 1,60 GHz beim Einstiegsmodell unverändert, darüber hinaus war ein mit 1,86 GHz getakteter Prozessor erhältlich. Die zuvor beschriebene Sonderbauform eines verkleinerten Intel-Merom-Prozessors wurde durch Standard-Prozessoren mit 6 MB Level-2-Cache aus der neuen „Penryn“-Serie von Intel ersetzt.

Die Systembusgeschwindigkeit wurde von 800 auf 1066 MHz angehoben, der Arbeitsspeicher entsprach nun dem schnelleren DDR3-Standard. Der interne Datenträger wurde fortan über die weitverbreitete SATA-Schnittstelle angebunden. Standardmäßig wurde eine 120 GB fassende 1,8″-Festplatte mit 4.200/min eingebaut; die Solid-State-Disk-Variante hatte 128 GB statt 64 GB.

Der speziell für das MacBook Air Revision A entwickelte Micro-DVI-Port wurde in Revision B durch den neuen Mini-DisplayPort ersetzt.

Erste Tests zeigten einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs der Revision B, trotz der nominell fast unveränderten Prozessorgeschwindigkeiten. Auch gehören die häufig berichteten Probleme der Vergangenheit an, bei denen sich das MacBook Air (Revision A) bei prozessorintensiven Aufgaben überhitzte und einen Prozessorkern abschaltete.

Die günstigste Variante mit jetzt 120 GB (zuvor 80 GB) Festplatte kostete weiterhin 1.699 €. Das Modell mit 128 GB SSD wurde im Preis auf 2.299 € gesenkt. Der Vorgänger kostete 2.379 € für 64 GB.

Mitte 2009 Am 8. Juni 2009 kündigte Apple mit dem Motto „Dünn wie immer. Schnell wie nie.“ auf der WWDC die Revision C des MacBook Air an. Diese Version war nun wahlweise mit einem 1,86 GHz oder 2,13 GHz Intel-Prozessor lieferbar und somit leistungsstärker als bisher. Zugleich sanken die Preise für beide MacBook-Air-Modelle. Das Modell mit Festplatte kostete 1.399 €, das mit SSD 1.699 €.

Technische Daten Legende: – ModellAnfang 2008Ende 2008Mitte 2009 ModellbezeichnungMacBookAir1,1 (A1237)MacBookAir2,1 (A1304) Modellnummer MB003LL/A MB543LL/A, MB940LL/A MC233LL/A, MC234LL/A Bildschirm13,3″, 1280 × 800 Glänzender LED-hintergrundbeleuchteter TN-LCD-Breitbildmonitor Grafikkartegeteilt mit Systemspeicher Intel GMA X3100 mit 144 MB DDR2‑SDRAMNvidia GeForce 9400M mit 256 MB DDR3‑SDRAM Front Side Bus 800 MHz1066 MHzProzessorMeromPenryn 1,6 GHz (L7500) oder 1,8 GHz (L7700) Intel Core 2 Duo mit 6 MB on-chip L2 cache 1,6 GHz (SL9300) oder 1,86 GHz (SL9400) Intel Core 2 Duo mit 6 MB on-chip L2 cache 1,86 GHz (SL9400) oder 2,13 GHz (SL9600) Intel Core 2 Duo mit 6 MB on-chip L2 cache Speicherfest verlötet 2 GB mit 667 MHz DDR2‑SDRAM2 GB mit 1066 MHz DDR3‑SDRAM Massenspeicher 80 GB 1,8″-ZIF ATA, 4200-rpm HDD oder 64 GB SSD120 GB 1,8″ Serial ATA, 4200-rpm HDD oder 128 GB SSD Tastaturweiße Buchstaben hintergrundbeleuchtet FunkverbindungenWi-Fi 4 (802.11n)Bluetooth 2.1 + EDReingebauter Infrarot (IR) Empfänger für Apple Remote Anschlüsse1 × MagSafe1 × USB 2.01 × Micro-DVI1 × Mini DisplayPort1 × 3,5 mm für Kopfhörer Akku 37 Wh Lithium‑Polymer 40 Wh Lithium‑Polymermit verschraubtem Rahmen und Steckkontakt, leicht erneuerbar45W-MagSafe-Netzteil im Lieferumfang enthaltenUrsprüngliches BetriebssystemMac OS X 10.5 LeopardAktuelles BetriebssystemMac OS X 10.7 LionOS X 10.11 El CapitanEinstiegspreisUS1.799 $1.499 $DE/AU1.699 €1.399 €CH2'499 CHF2'399 CHF1'899 CHF Abmessungen (B×T×H)330 mm × 227 mm × 4,1–19,4 mmFarbenSilber Masse1,36 kg

MacBook Air (2010–2019)

Design mini|MacBook Air der zweiten Generation, erkennbar an der flachen Seitenlinie und dem schwarzen Scharnier des Bildschirms mini|MagSafe-, USB- und Kopfhörer-Anschluss, Bohrungskreis zu einem Mikrofon (MBA 11 Zoll, Foto: Oktober 2010)