Magnus Stifter, gebürtig Magnus Josef Stift, auch Magnus Josef Stift-Berénÿi,Er wurde 1915 von Dr. Ludwig Berénÿi adoptiert, Eintrag im Trauungsregister der Stadt Wien, Eheschließung mit Maria Reitter am 12. Februar 1898; kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com. (* 23. Jänner 1878 in Wien; † 8. September 1943 ebenda) war ein österreichischer Schauspieler und Filmregisseur.
Leben Magnus Stifter besuchte die Handelsakademie und erhielt seine Ausbildung zum Schauspieler bei Otto. 1899 gab er sein Debüt in Innsbruck, 1901 spielte er in Salzburg, 1903 in Linz und von 1905 bis 1908 in Berlin. In der Spielzeit 1908/09 agierte er am Deutschen Theater in New York.
1909 erhielt er ein Engagement am Schauspielhaus Dresden und zugleich den Titel „Hofschauspieler“. Zu seinem Repertoire hier gehörten Egmont, Mercutio und Fiesco.
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war Stifter Oberleutnant der Artillerie, doch um diese Zeit begann seine Karriere als gefragter Stummfilmschauspieler. Bei zwei Filmen mit Asta Nielsen führte er 1916 zudem Regie.
Nachdem er zunächst tragende Rollen erhalten hatte, verminderten sich in den 20er Jahren seine Filmaufgaben, und Stifter wandte sich wieder stärker dem Theater zu. Ab 1929 arbeitete er am Theater der Jugend und ab 1934 am Theater des Volkes. Am Bühnenschiedsgericht und Arbeitsgericht fungierte er unter anderem als Obmann, Schriftführer und Beisitzer. Sein Sohn Magnus Stifter (1906–1940) wurde ebenfalls Schauspieler.
Filmografie (Auswahl) 1914: Weiße Rosen 1914: Der Schienenweg unterm Ozean 1915: Das erste Weib 1916: Die Rose der Wildnis 1916: Dora Brandes (nur Regie) 1916: Seltsame Köpfe 1916: Diebe – und Liebe 1916: Das Liebes-ABC (auch Regie) 1917: Die Richterin 1917: Strandgut oder Die Rache des Meeres 1917: Die toten Augen 1917: Wenn das Herz in Haß erglüht 1918: Carmen 1918: Inge 1918: Die Liebe des van Royk 1918: Das verwunschene Schloß 1918: Seelen in Ketten 1918: Veritas vincit 1919: Staatsanwalt Jordan 1919: Die Insel der Glücklichen 1919: Das Recht der freien Liebe 1919: Der Mädchenhirt 1919: Kreuziget sie! 1919: Vendetta 1919: Prinz Kuckuck 1919: Madame Dubarry 1920: Gräfin Walewska 1920: Der Januskopf 1921: Die Verschwörung zu Genua 1921: Der Stier von Olivera 1921: Aschermittwoch 1921: Die Abenteurerin von Monte Carlo (3 Teile) 1922: Othello 1922: Der brennende Acker 1922: Der Graf von Essex 1923: Der Mann mit der eisernen Maske 1924: Zalamort 1924: Der Mönch von Santarem 1924: Orient 1925: Wallenstein (2 Teile) 1927: Der Sprung ins Glück 1927: Luther – Ein Film der deutschen Reformation 1928: Quartier Latin 1929: Verirrte Jugend 1929: Napoleon auf St. Helena 1929: Rosen blühen auf dem Heidegrab 1931: Elisabeth von Österreich 1932: Rasputin, Dämon der Frauen 1932: Die elf Schill’schen Offiziere 1939: Maria Ilona 1941: Friedemann Bach
Einzelnachweise
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Siebter Band R – T. Robert Ryan – Lily Tomlin, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 497 f.
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