Der Ernst-Jünger-Preis für Entomologie des Landes Baden-Württemberg ist eine wissenschaftliche Auszeichnung, mit der Wissenschaftler ausgezeichnet werden, die mit herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Entomologie hervorgetreten sind. Der Preis war im Jahr 1985 vom Bundesland Baden-Württemberg aus Anlass des 90. Geburtstages des Schriftstellers Ernst Jünger (geboren am 29. März 1895) mit dessen Einverständnis gestiftet worden. Hintergrund ist zum einen, dass Jünger sich mit seinen insektenkundlichen Interessen und seiner bekannten Käfersammlung auch in der Wissenschaft einen Namen gemacht hatte. Zum anderen hatte der Schriftsteller dadurch, dass diese Betätigungen in seine literarischen Werke Eingang fanden, das Verständnis für die Biologie der Insekten beim literarisch interessierten Publikum gefördert.

Der mit 5.000 Euro (früher 10.000 DM) dotierte Ernst-Jünger-Preis für Entomologie ist unteilbar. Erster Preisträger war 1986 Hans Georg Amsel, seither wird die Auszeichnung in dreijährlichem Turnus verliehen.

Die Herkunft der Preisträger ist dabei nicht auf Baden-Württemberg beschränkt. Die Auswahl der Preisträger nimmt eine mit Fachwissenschaftlern besetzte und in ihrer Entscheidung unabhängige Auswahl-Jury vor. Die feierliche Preisvergabe fand bis 2010 jeweils im Schloss des Freiherrn von Stauffenberg in Langenenslingen-Wilflingen – also in unmittelbarer Nähe des langjährigen Wohnhauses Ernst Jüngers – statt. Seit 2013 liegt die Organisation der Preisverleihung beim Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, wo auch die Preisverleihung stattfindet.

Preisträger 1986 – Hans Georg Amsel, Waldbronn 1989 – Gustav Adolf Lohse, Hamburg 1992 – Walter Linsenmaier, Ebikon/Schweiz 1995 – Alfons M. J. Evers, Krefeld 1998 – Friedrich Schaller, Universität Wien 2001 – Werner Funke, Universität Ulm 2004 – Günter Ebert, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe 2007 – Peter Zwick, MPI für Limnologie, Schlitz beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (mwk.baden-wuerttemberg.de); abgerufen am 21. Januar 2014 2010 – Bert Hölldobler, Arizona State University, Tempe, USA beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (mwk.baden-wuerttemberg.de); abgerufen am 21. Januar 2014 2013 – Konrad Dettner, Universität Bayreuth beim Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart (naturkundemuseum-bw.de); abgerufen am 31. März 2014 2016 – Volker Puthz, Schlitz 2019 – Rolf Beutel, Friedrich-Schiller-Universität Jena 2023 – Ulrike Aspöck, Wien 2025 – Axel Hofmann, Freiburg

Weblinks Ernst-Jünger-Preis für Entomologie – Ausschreibung für das Jahr 2007 (pdf) (338 kB) Detlef Bückmann: Erstaunliche Formen. Ernst-Jünger-Preis für Professor Funke. In: uni ulm intern, Nr. 245/Mai 2001

Einzelnachweise

Kategorie:Wissenschaftspreis (Deutschland) Kategorie:Entomologie Kategorie:Auszeichnung (Baden-Württemberg) Preis fur Entomologie Kategorie:Auszeichnung (Zoologie) Kategorie:Erstverleihung 1986 Kategorie:Biologiepreis