mini|Amerikanische Pekingenten mini|Schwimmende Amerikanische Pekingenten Die Pekingente (Anas platyrhynchos domestica) ist eine domestizierte Form der Stockente und die häufigste Form der Hausente. Die meisten im Handel angebotenen Enten sind Zuchtformen der Amerikanischen Pekingente.

Geschichte Die Pekingente kam aus Südostasien. In Asien wurde gleichermaßen viel Wert auf die Fleischleistung einer Rasse gelegt wie auf die Legeleistung. Die Ente wurde traditionell auf Karpfenteichen gehalten, wobei ihre Exkremente das Wasser düngten, was das Wachstum kleiner Pflanzen förderte, die Wirbellosen und kleinen Fischen als Nahrung dienten, von denen sich wiederum die Enten ernährten.

Rassen Sowohl die Deutsche Pekingente als auch die Amerikanische Pekingente stammen von 1872 durchgeführten Importen ab, bei denen jedoch unklar ist, ob es sich vielleicht auch um verschiedene Schläge oder gar Rassen handelte. Die englischen und deutschen Züchter der Pekingenten legten besonderen Wert auf eine aufrechte Körperhaltung, die amerikanischen Pekingenten wurden auf ihre Wirtschaftlichkeit hin selektiert. Ihre Körperhaltung ist nur leicht angehoben und liegt etwas über der Waagerechten. Im Europaverband für Kleintierzucht sind beide Rassen anerkannt. In Amerika sind jedoch keine Deutschen und in England keine Amerikanischen Pekingenten anerkannt.

Deutsche Pekingente mini|Deutsche Pekingenten mit aufrechter Körperhaltung („Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht“ von 1926) Deutsche Pekingenten haben eine aufrechte Körperhaltung und einen eckigen Körper mit angezogenem Hinterteil. Diese Körperhaltung ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von anderen Entenarten. Die Aylesbury-Ente, die der Pekingente im Federkleid gleicht, trägt ihren Rücken parallel zum Boden. Das Gefieder der Pekingente ist weiß, der kurze Schnabel und die Füße sind gelb. Die Haut ist gelblich.

Die Deutschen Pekingenten werden seit Mitte des letzten Jahrhunderts nicht mehr zur landwirtschaftlichen Produktion gehalten, haben aber zahlreiche Liebhaber in der Rassegeflügel­zucht.

Amerikanische Pekingente Die Amerikanische Pekingente stammt von neun Pekingenten ab, die ein Kapitän eines Klippers 1873 aus China in die Vereinigten Staaten brachte. Aufgrund ihrer guten Mast- und Fortpflanzungseigenschaften gewann die Rasse dort rasch wirtschaftliche Bedeutung und wurde insbesondere auf Long Island in großem Umfang gehalten. Enten dieser Herkunft wurden in den USA auch als Long Island Ducks bezeichnet. Verglichen mit der britischen Aylesbury-Ente weist die Amerikanische Pekingente eine höhere Legeleistung auf, die unter anderem aus einer längeren Legeperiode und einer geringeren Neigung der Enten zur Bebrütung der Eier resultiert. Zudem gilt sie als fortpflanzungsfreudiger.

Ein bekanntes Zeugnis der einst bedeutenden Pekingentenzucht auf Long Island ist das 1931 errichtete Bauwerk Big Duck. Das in Form einer überdimensionalen Pekingente gestaltete Gebäude diente ursprünglich als Verkaufsstelle einer Entenranch und erlangte als Beispiel mimetischer Architektur architekturgeschichtliche Bedeutung.Denise Scott Brown, Robert Venturi, Steven Izenour: Learning from Las Vegas: The forgotten symbolism of architectural form. Revised Edition. MIT Press, Cambridge, Massachusetts 1977, ISBN 0-262-72006-X, S. 87–92.

Literatur Janet Kear: Man and Wildfowl. T. & A.D. Poyser, London 1990, ISBN 0-85661-055-0.

Weblinks

Sonderverein der Entenzüchter Deutschlands von 1895 e. V., Beschreibung Rassestandard der Amerikanischen Pekingente, enten-sv.de Sonderverein der Entenzüchter Deutschlands von 1895 e. V., Beschreibung Rassestandard der Deutschen Pekingente, enten-sv.de Das Rasseportrait: Deutsche Pekingente. Vielfältige Initiativen zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (VIEH), Archivlink abgerufen am 14. April 2023 www.pekingente.ch: Informationen über die Deutsche Pekingente

Einzelnachweise

Kategorie:Entenrasse Kategorie:Gefährdete Nutztierrasse