mini|Lage der Gemeinde Gârnic im Kreis Caraș-Severin mini|Gârnic Gârnic (, , ) ist die größte der sechs von Banater Tschechen besiedelten Ortschaften im Kreis Caraș-Severin in Rumänien. Zur Gemeinde Gârnic gehört auch das Dorf Padina Matei.
Geografische Lage Gârnic liegt ca. 15 km nördlich der Donau im Banater Gebirge auf 600–750 m Seehöhe. Ein Großteil des Gemeindegebietes gehört zum Nationalpark Eisernes Tor.
Nachbarorte
Geschichte Das Dorf wurde 1827 während der zweiten, hauptsächlich militärisch motivierten tschechischen Einwanderungswelle in das Banat gegründet. Die amtliche Ortsbezeichnung war Weitzenried.
Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts fand das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) Anwendung, einschließlich der Magyarisierung aller Toponyme auf Kartenwerken, Grundbuchauszügen und Stadtplänen.Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012. Die amtliche Ortsbezeichnung war Szörénybúzás. Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsbezeichnungen eingeführt wurden.
Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Gârnic an das Königreich Rumänien fiel.
Die Bevölkerung von anfangs ca. 500 Menschen wuchs bis zum Jahr 1934 auf 1400 an. Vor dem Fall des Ceaușescu-Regimes 1989 lebten noch 910 Einwohner in Gârnic, im Jahr 2000 waren es, bedingt vor allem durch Abwanderung in den Westen, bereits nur mehr 559. Damit ist der Ort aber immer noch die größte tschechische Gemeinde Rumäniens und hat als einziges tschechisches Dorf den Status einer eigenen Gemeinde, zu der auch noch das kleine rumänischsprachige Dorf Padina Matei gehört.
Einkommensquellen sind hauptsächlich die Landwirtschaft und in den letzten Jahren zunehmend der Tourismus. Industrie und Bergbau wie beispielsweise in Eibenthal spielen nur eine untergeordnete Rolle. Eine besondere Tradition in Gârnic hat der Abbau und das Brennen des hier gewonnenen Kalksteins in gegrabenen Kalköfen, das seit der Gründerzeit betrieben wird.
Demografie Trotz starkem Rückgang der tschechischen Minderheit ist Gârnic immer noch die größte tschechische Gemeinde in Rumänien. VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 838 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn DeutscheTschechen 1880 1376 467 1 4 904 1910 1847 804 16 2 1025 1930 2116 1003 - 3 1110 1977 1841 1046 - 2 793 2002 1533 1020 - - 513 2021 975 617 - - 165 (193 Andere)
Siehe auch Tschechische Minderheit im Banat
Karte
Weblinks
Gârnic bei ghidulprimariilor.ro Die Donau zwischen Orsova und Moldova Noua bei karpatenwilli.com Nechte se okouzlit Banátem bei banat.cz (tschechisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Banat (Rumänien)