mini|Wilhelm Sasnal, 2022 Wilhelm Tomasz Sasnal (* 29. Dezember 1972 in Tarnów, Polen) ist ein polnischer Maler, Filmemacher und Comiczeichner.

Leben und Werk Wilhelm Sasnal studierte Architektur an der Technischen Universität Krakau (1992–1994) und anschließend Malerei an der Krakauer Akademie der Schönen Künste. Er schloss das Studium 1999 ab. Von 1996 bis 2001 war er in der Künstlervereinigung Grupa Ładnie in Krakau aktiv. Verschiedene Präsentationen seiner Gemälde außerhalb Polens, insbesondere in der Kunsthalle Basel und auf der Basler Kunstmesse Liste, verhalfen ihm um 2002 zum internationalen Durchbruch.

In seinen Ölgemälden verarbeitet Sasnal Bildvorlagen aus privaten und öffentlichen, kulturellen und politischen Kontexten, etwa aktuelle Pressefotografien und historische Fotografien (oft aus Geschichtsbüchern), Skizzen alltäglicher Beobachtungen und Familienfotos, Comics und Filme. Die Bildelemente werden in realistischer Malweise wiedergegeben. Von Sasnal häufig behandelte Themen sind der Holocaust und die Geschichte Polens seit dem Zweiten Weltkrieg.

Seit 1997 entstanden Filme in Zusammenarbeit mit seiner Frau Anka Sasnal. Ihr gemeinsamer Film Z daleka widok jest piękny / It Looks Pretty from a Distance (2011) wurde zu verschiedenen Filmfestivals eingeladen, darunter im Museum of Modern Art in New York und beim International Film Festival Rotterdam. Ihr Film Huba (Parasite) (2014, 66 Min.) wurde auf der Berlinale 2014 in Berlin gezeigt.

Sasnal gewann 2006 den Preis Vincent van Gogh Biennial Award for Contemporary Art in Europe. 2027 wird ihm der Rubenspreis der Stadt Siegen verliehen.

Seine internationalen Ausstellungen beinhalten u. a. den Frankfurter Kunstverein (2006), die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf (2009), das Center for Contemporary Art in Málaga (2010), die Londoner Whitechapel Gallery (2011), das Haus der Kunst München (2012)., abgerufen am 8. Januar. 2026 ist Sasnal Teilnehmer der Manifesta 16 und stellt in der Christ-König-Kirche in Bochum aus.

Sasnal lebt und arbeitet in Krakau.

Werke in öffentlichen Sammlungen Belgien Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen Deutschland Sammlung Boros, Berlin Museum für Moderne Kunst (MMK), Frankfurt/Main MARTa Herford, Herford Städel Museum, Frankfurt/Mainhttps://sammlung.staedelmuseum.de/de/person/sasnal-wilhelm, aufgerufen am 17.12.17 Frankreich Centre Pompidou, Paris Italien Punta della Dogana – Francois Pinault Foundation, Venedig Polen Bunkier Sztuki, Krakau Centrum Sztuki Współczesnej Zamek Ujazdowski, Warschau Schweiz Fondation Beyeler, Riehen Vereinigtes Königreich The Saatchi Gallery, London (England) Tate Britain, London (England)

Literatur

Achim Borchardt-Hume: Wilhelm Sasnal, Ausst.-Kat. Whitechapel Gallery, London, 14. Oktober 2011 – 1. Januar 2012 (2011), ISBN 978-0-85488-199-4 Dominic Eichler, Andrzej Przywara, Joerg Heiser: Wilhelm Sasnal, Phaidon Press Ltd (2011), ISBN 978-0-7148-6079-4 Wilhelm Sasnal: Wilhelm Sasnal: Paintings & Films, Veenman Publishers (2006), ISBN 90-8690-004-6 Michael Zeeman: The Vincent Van Gogh Award for Contemporary Art in Europe, Veenman Publishers (2006), ISBN 90-8690-031-3

Einzelnachweise

Weblinks

2004 exhibit, culture.pl website Wilhelm Sasnal bei www.raster.art.pl (englisch) Wilhelm Sasnal ist der polnische Roy Lichtenstein, Welt am Sonntag, 25. April 2004

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