Der SC DHfK Leipzig e. V. (Sportclub Deutsche Hochschule für Körperkultur Leipzig e. V.) ist ein Sportverein in Leipzig. Er war bis zur Auflösung der DHfK Leipzig dieser Sporthochschule angeschlossen. Gegründet wurde er 1954 als leistungssportlich orientierter Sportclub SC Wissenschaft DHfK Leipzig. Der Verein hat (Stand: Ende Oktober 2025) 6.200 Mitglieder und ist damit der zweitgrößte der Stadt.

Sportliche Erfolge Der SC DHfK ist der erfolgreichste Sportverein der Welt.Der SC DHfK Leipzig ist offiziell erfolgreichster Sportverein der Welt Vor allem in den Disziplinen Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Kanurennsport, Kanuslalom, Handball und Radsport bestimmten Sportler dieses Clubs die Weltspitze. Bis 1989 errangen sie 93 olympische Medaillen und 136 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften. Einige, wie Gustav-Adolf Schur, Uwe Ampler, Klaus Köste, Christian Gille, Anett Schuck, Günther Merkel, Manfred Merkel, Angelika Bahmann, Margitta Gummel, Bärbel Eckert, Siegfried Brietzke, Thomas Munkelt und Kristin Otto, seien an dieser Stelle exemplarisch genannt.

Abteilungen mini|Wasserspringerin Friederike Freyer vom SC DHfK Leipzig vor einem Wettkampfsprung Der SC DHfK Leipzig e.V. wurde 1954 gegründet und begann seine Tätigkeit mit sechs Abteilungen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Verein kontinuierlich erweitert und umfasst seit 2024 insgesamt 21 Abteilungen. Diese vertreten den Sportclub erfolgreich bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Die sportlichen Betätigungsfelder des Vereins erstrecken sich über den Wettkampf-, Spitzen- und Leistungssport bis hin zum Breiten-, Gesundheits- und Behindertensport.

Cheerdance Faustball Finswimming Fitness- und Gesundheitssport inkl. Kindersportzentrum Floorball Handball Judo Kanurennsport LAZ – Leichtathletikzentrum Laufsport Mädchen- und Frauenfußball Radsport Rollstuhlsport Rudern Schwimmen Skisport Speed- und Inlineskating Synchronschwimmen Triathlon Wasserball Wasserspringen

Cheerdance Seit 2024 ist Cheerdance eine eigenständige Abteilung im SC DHfK Leipzig. Zuvor waren die Cheerdancer viele Jahre Teil der Handballabteilung. Sie treten bei den Heimspielen der Bundesligamannschaft als „Showcolate“ auf. Seit 2012 begeistern sie mit ihren energiegeladenen Auftritten das Publikum und sorgen für Stimmung in der Halle. Ihre Choreografien verbinden Tanz, Akrobatik und Cheerleading – bekannt als Cheerdance – und stehen für Teamgeist, Leidenschaft und Freude an der Bewegung.

Faustball Die Abteilung Faustball besteht seit 2017 im SC DHfK Leipzig und ist seit 2020 eine selbständige Abteilung innerhalb des Vereins. Das sportliche Angebot richtet sich an alle Alters- und Leistungsgruppen. Es bestehen Trainingsgruppen für Kinder (U8/U10), Jugendliche (U12, U14, U16) sowie für Erwachsene und Hobbyspieler. Zudem ist die Abteilung an mehr als 25 Leipziger Schulen aktiv und gestaltet dort Ganztagsangebote im Bereich Faustball. Im Jahr 2025 nahm die Faustball-Abteilung erstmals an der Feldsaison der 2. Bundesliga teil.

Finswimming Die Abteilung Finswimming des SC DHfK Leipzig wurde 1994 gegründet und zählt zu den erfolgreichsten Abteilungen des Vereins. Die Sportler nehmen regelmäßig erfolgreich an nationalen Wettbewerben, Europa- und Weltmeisterschaften sowie an den World Games teil.

Zu den bekanntesten Athleten gehören Tina Hirschfeld, Daniel Sonnekalb, Sandra Filz, Wolf-Dieter Meier, Stefan Bordag, Elena Poschart, Max Poschart und Justus Mörstedt.

Bei den World Games 2025 erzielten die Finswimmer herausragende Ergebnisse: Max Poschart gewann Gold über 100 Meter Flossenschwimmen in 33,81 Sekunden (neuer World-Games-Rekord) sowie Silber über 50 Meter Apnoe. Justus Mörstedt sicherte sich Silber über 100 Meter und 200 Meter Flossenschwimmen und stellte dabei einen neuen deutschen Rekord auf. Gemeinsam mit Niklas Loßner und Marek Leipold (Tauchsport Erfurt) holten Max Poschart und Justus Mörstedt Gold in den Staffeln über 4 × 50 Meter und 4 × 100 Meter Flossenschwimmen.

Fitness- und Gesundheitszentrum mit dem Kindersportzentrum Das Fitness- und Gesundheitszentrum (FGZ) ist seit 1991 Teil des SC DHfK Leipzig. Es bietet vielfältige Sportangebote in den Bereichen Fitness, Reha und Prävention, Diagnostik, betriebliche Gesundheitsförderung sowie Sauna und Entspannung. Ergänzt wird das Angebot durch ein umfangreiches Kursprogramm, ein modernes Fitnessstudio und den Bereich Kindersport.

Das Kindersportzentrum des SC DHfK Leipzig ist seit 2006 die zentrale Anlaufstelle für kindgerechte Bewegungs- und Sportangebote in Leipzig. Ziel ist es, Kindern eine vielseitige sportliche Grundausbildung zu ermöglichen und Freude an Bewegung zu vermitteln. In altersgerechten Gruppen werden motorische Fähigkeiten gefördert und die individuelle Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. Unter dem Motto „Kindersport ist seit 2006 unser Programm“ bietet das Zentrum wöchentlich mehr als 90 Sportkurse mit über zehn unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten an.

Floorball Die Floorball (Unihockey)-Abteilung hat ihren Ursprung im SSC Leipzig (vormals SV Pädagogik Leipzig). Eine Gruppe von Spielern des SSC gründet 2003 die Floorball-Abteilung Canoniers Floorball Club im Verein RBS Leipzig. Zunächst noch drittklassig und aus lediglich einer Mannschaft bestehend entsprang relativ schnell der Anspruch komplett eigene Strukturen in allen Altersbereichen zu schaffen. Mit zeitweilig vier Herrenmannschaften und einer Damenmannschaft ist der Anfang auch gemacht worden. Mit dem gewachsenen Anspruch stellte sich auch schnell heraus, dass ein größerer Hauptverein gebraucht wird. Dass ausgerechnet auch der SC DHfK Leipzig sich um eine Verbreiterung seines Angebotes bemühte, machte den Wechsel relativ schnell und leicht. So trat man dem SC DHfK Leipzig im Jahr 2005 als eigenständige Abteilung bei. Weiterhin unter dem Teamnamen "Unihockeyteam CFC" spielend treten die Teams seit 2008/09 unter der Bezeichnung SC DHfK Leipzig Floorball zu Spielen an. 2008 gewann das damalige Unihockeyteam CFC des SC DHfK Leipzig die deutsche Vizemeisterschaft hinter Rekordmeister UHC Weißenfels. 2011 stieg man in die 2. Floorball-Bundesliga ab.

Die erste Herren-Großfeldmannschaft spielte dann 2015/16 und von 2020 bis 2022 wieder erstklassig. Nach dem Sieg in der Relegationsserie gegen den VfL Red Hocks Kaufering gelang der erneute Aufstieg 2025 in die Bundesliga. Als Aufsteiger gelang unter den Trainern Ruben Seilnacht und Nicolas Kujat die direkte Teilnahme an den Playoffs.

Auszeichnungen 2025/2026: Ruben Seilnacht (Trainer der Saison), Noah Wolbold (Rookie der Saison).

Die zweite Herren-Großfeldmannschaft spielt seit 2021 wieder in der drittklassigen Regionalliga.

Handball

Judo Die Judo-Abteilung des SC DHfK Leipzig bietet Trainingsangebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern und Familien. Im Mittelpunkt steht die individuelle Förderung jedes Mitglieds, um sportliche und persönliche Ziele gleichermaßen zu unterstützen. Ein hoher Qualitätsanspruch im Training sowie sportwissenschaftlich begleitete Didaktik und Methodik bilden die Grundlage für die sportliche, persönliche und soziale Entwicklung der Judoka. Ziel ist es, Talente in der Region zu fördern und den Judosport auch international weiterzuentwickeln.

Die Geschichte des Judosports am SC DHfK Leipzig reicht bis in die 1950er Jahre zurück. Am Institut für Kampfsport an der DHfK wurde im September 1953 die Fachrichtung Judo mit den Lehrkräften Horst Wolf und Siegmund Haunschild eingerichtet. Unter den Sportstudenten fand der Judosport viele Anhänger, die eine kampfstarke Judo-Sektion in der HSG Wissenschaft DHfK bildeten. Nach der Gründung des Sportclubs an der DHfK gewannen die Studenten Hubert Sturm (1959), Hans Müller-Deck (1960), Burkhardt Daßler (3 ×, ab 1962) und Helmut Howiller (4 ×, ab 1964) insgesamt neun DDR-Meistertitel. Die Judo-Mannschaft des SC DHfK Leipzig errang 1961 und 1965 die DDR-Vizemeisterschaft. 1966 und 1968 wurde der SC DHfK Dritter der DDR-Mannschaftsmeisterschaften. Ab 1969 erfolgte auf Veranlassung des Deutschen Judo-Verbandes die Konzentration der wettkampfstärksten Leipziger Judoka im Sportclub Leipzig (SCL).

Seit 2011 besteht beim SC DHfK Leipzig wieder eine aktive Judo-Abteilung. Neben dem Breitensport steht auch die Förderung einzelner Leistungssportlerinnen im Fokus. Das aktuelle Aushängeschild der Abteilung ist Marie Branser, die den Verein bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio im Halbschwergewicht (78 kg) vertrat und den 17. Platz für die Demokratische Republik Kongo belegte. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris startete sie erneut im Halbschwergewicht und erreichte den 9. Platz für Guinea.

Kanu Die Kanu-Abteilung des SC DHfK Leipzig konzentriert sich auf den Kanurennsport und bietet Trainingsangebote für Kinder, Jugendliche und Leistungssportler. Dazu gehörten die Kinder-Kanu-Schule, Vereins- und Kindersport sowie Eltern-Kind-Paddeln. Leipzig fungiert seit 1991 als Landes- und Bundeskaderstützpunkt, weshalb auch Sportlerinnen und Sportler anderer sächsischer Vereine hier trainieren.

Die Abteilung unterteilt ihre Trainingsgruppen nach Altersklassen: Kinderkanu (7–9 Jahre), Schüler B Team (10–12 Jahre), Schüler A Team (13–15 Jahre), Jugendliche (ab 15 Jahre) sowie Wandersport für alle Interessierten. Das Trainerteam um Kay Vesely und Gunar Kirchbach legt Wert auf die sportliche, soziale und persönliche Entwicklung der Athletinnen und Athleten.

Zu den erfolgreichsten Kanuten des SC DHfK Leipzig zählen unter anderem Dieter Krause, Angelika Bahmann, Reinhard Eiben, Andreas Stähle, Anett Schuck, Christian Gille, Peter Kretschmer und Melanie Gebhardt.

Laufsport Die Abteilung Laufsport des SC DHfK Leipzig gehört seit 2019 zu einer eigenständigen Abteilung, zuvor war sie Teil der Abteilung Leichtathletik. Sie richtet sich an Läuferinnen und Läufer aller Altersgruppen und Leistungsstufen, die gemeinsam trainieren, sich auf Wettkämpfe vorbereiten oder einfach in der Gemeinschaft aktiv sein möchten. Die Läuferinnen und Läufer des SC DHfK Leipzig sind regelmäßig bei lokalen, nationalen und internationalen Veranstaltungen am Start, darunter Stadtmarathons, Landschaftsläufe, Landes- und Deutsche Meisterschaften. Darüber hinaus organisiert die Abteilung eigene Laufveranstaltungen wie den Leipziger Citytrail, den Glockenturmlauf – eine der ältesten Laufserien Deutschlands – und den Leipziger Brückenlauf.

Historisch gesehen wurde der SC DHfK Leipzig am 22. September 1954 gegründet und war lange Zeit stark auf Leistungssport ausgerichtet. Einer der Leichtathleten der ersten Stunde, Manfred Grieser, Olympiateilnehmer und ehemaliger deutscher Rekordhalter im Diskuswurf, ist bis heute als Übungsleiter aktiv.

Zu den herausragenden Athletinnen und Athleten der Abteilung zählen unter anderem Matthias Körner, Stephan Freigang, Dirk Nürnberger und Marcus Schöfisch, die seit 2000 als Deutsche Meister im Marathon erfolgreich waren. Weitere bekannte Läuferinnen sind Sandra Boitz, Sindy Kermer, Jana Schönlebe, Kathrin Bogen, Andrea Weber, Juliane Meyer und Rosemarie Fiedler, während im männlichen Bereich Nic Ihlow, Sven Richter, Roberto Schumann, Max Betsch, Alexander Enge und Jörg Matthé hervorstechen.

Auch Senioren sind aktiv: Dr. Hansjörg Kuppardt und Heinz Ebermann wurden Weltmeister in der Altersklasse M85. Im Geherbereich ist insbesondere Heinz Fiedler, Deutscher Meister der M80, erfolgreich tätig.

Leichtathletikzentrum Das Leichtathletikzentrum des SC DHfK Leipzig gehört zu den führenden Adressen der deutschen Leichtathletik. Seit seiner Gründung haben herausragende Athleten und Trainer wesentlich zum internationalen Renommee der Abteilung beigetragen. Das Zentrum ist Bundes- und Landesstützpunkt für Lauf/Gehen und Sprint/Hürden und bietet zudem Trainingsmöglichkeiten in den Disziplinen Wurf und Sprung.