mini|Convair CV-580, Allegheny Airlines US Airways war eine US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in Tempe (Arizona), die mit jährlich mehr als 66 Millionen Passagieren (Stand: 2013) zu den größten der Welt zählte.US Airways: Zahlen & Fakten, staralliance.com, April 2013.
US Airways entstand aus einer Regionalfluggesellschaft, die vorwiegend den Nordosten der USA bediente, und begann 1987 noch als USAir nach Zukäufen von anderen Fluggesellschaften mit dem internationalen Flugverkehr. Im Jahr 2005 wurde US Airways von America West aufgekauft, wobei der Name US Airways beibehalten wurde. Die Fluggesellschaft galt bis 2013 in den USA neben American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines als eine der vier verbliebenen großen Linienfluggesellschaften mit umfangreichem Streckennetz, den Legacy carriers. Am 9. Dezember 2013 fusionierte US Airways mit American Airlines zur größten Fluggesellschaft der Welt.Neuer Weltmarktführer – Gericht genehmigt Fusion von US-Airlines, manager-magazin.de, 28. März 2013.
Geschichte Erste Jahre Am 5. März 1937 wurde in Pittsburgh die Fluggesellschaft All American Aviation gegründet, die ab 1939 Postflüge durchführte. Einhergehend mit dem ersten Passagierflug am 7. März 1949 mit einer Douglas DC-3 wurde die Airline in All American Airways umbenannt.
Allegheny Airlines mini|Eine Douglas DC-9 in der Farbgebung der Allegheny Airlines. Am 1. Januar 1953 wurde der Firmenname in Anspielung auf die Allegheny Mountains in Allegheny Airlines geändert. Der erste Turboprop-Flugzeugtyp der Fluggesellschaft war die Convair 540, die nur 1962 aktiv war. Der erste Strahlflugzeugtyp im Betrieb von Allegheny war die Douglas DC-9-14, die am 29. Mai 1966 geliefert wurde.
Ab 1967 deckte das Streckennetz von Allegheny Airlines den Nordosten der Vereinigten Staaten ab. Ebenfalls 1967 gründete Allegheny einen Verbund von Zubringer-Fluggesellschaften als Allegheny Commuter, zu dem auch die eigenständige Crown Airlines aus Jefferson County (Pennsylvania) gehörte, die ab 1969 Zubringerflüge durchführte. Am 14. April 1967 kaufte Allegheny Airlines die Regionalfluggesellschaft Lake Central Airlines auf, am 14. Dezember 1972 folgte Mohawk Airlines. Bis zum Airline Deregulation Act von 1978 expandierte das Unternehmen und vergrößerte sein Streckennetz.
USAir Am 28. Oktober 1979 wurde Allegheny Airlines in USAir umbenannt, um dem Firmennamen einen weniger regionalen Klang zu verleihen. USAir expandierte besonders im Jahr 1987, als man Pacific Southwest Airlines aus San Diego und Piedmont Airlines aus Winston-Salem übernahm. Durch den Kauf von Piedmont Airlines von deren Muttergesellschaft Piedmont Aviation sowie die damit verbundenen Flugrechte nach London-Gatwick begann USAir mit dem internationalen Flugverkehr und übernahm dafür mehrere Boeing 767-200ER, die bislang für Piedmont auf dieser Route im Einsatz waren. USAir gehörte damit erstmals zu den größten Fluggesellschaften der Welt und führte täglich über 5.000 Flüge durch. Im Jahr 1990 fügte die Gesellschaft Linienflugverbindungen nach Frankfurt und 1992 nach Paris ihrem Streckennetz hinzu.
Der Name Piedmont wurde zwar 1989 nach der vollständigen Integration deren Flotte in die USAir vorübergehend aufgegeben, allerdings 1993 durch USAir wiederbelebt als die 1987 erworbene Zubringerfluggesellschaft Henson Airlines (1961 als Henson Aviation gegründet, 1983 von Piedmont Aviation aufgekauft) als neue Piedmont Airlines Zubringerflüge für USAir anbot. Ab 1990 nutzten alle von der Unternehmensgruppe aufgekauften Regionalfluggesellschaften den einheitlichen Markenauftritt USAir Express. Das Tochterunternehmen Piedmont Airlines ist seit 2013 im Besitz von American Airlines.
US Airways mini|Der Sitz von US Airways in Tempe USAir wurde 1996 zu US Airways umfirmiert und führte ein neues Corporate Design ein. Im November 1996 unterzeichnete die Gesellschaft einen Vertrag mit dem Flugzeughersteller Airbus über die Lieferung von 150 Maschinen der Airbus A320-Familie sowie 250 Optionen, die größte Einzelbestellung in der Geschichte der Zivilluftfahrt. Im Jahr 1997 präsentierte das Unternehmen für seine internationalen Langstreckenflüge eine neue Business-Klasse namens Envoy Class sowie seine Flughafenlounges unter dem Namen Envoy Lounge. Eine First Class gab es bei US Airways ausschließlich für den inländischen US-Markt, und dort – wie bei den meisten US-Fluggesellschaften – statt einer Business-Klasse. Am 4. Mai 2004 trat US Airways dem Airline-Verbund Star Alliance bei.
Nachdem US Airways sich seit Ende der 1990er-Jahre in finanziellen Schwierigkeiten befand und seit September 2004 unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 stand, wurde sie am 27. September 2005 von America West Airlines übernommen. Die fusionierte Fluggesellschaft behielt aus Marketinggründen den Namen US Airways bei. Der Hauptsitz wurde von Arlington (Virginia) nach Tempe (Arizona) verlegt, dem Sitz der America West. Intern lief die übernommene US Airways als US Airways East, während die ehemalige America West Airlines intern als US Airways West bezeichnet wurde. Im September 2008 wurde die Fusion durch Nutzung eines gemeinsamen ICAO-Codes (AWE) und Rufzeichens (Cactus) abgeschlossen.
Ende 2006 gab US Airways bekannt, dass eine Übernahme des finanziell angeschlagenen Konkurrenten Delta Air Lines angestrebt werde, der sich jedoch gegen die Übernahmepläne wehrte. Das letzte Übernahmeangebot von US Airways lag bei 10 Milliarden US-Dollar, musste jedoch am 1. Februar 2007 zurückgezogen werden, da nicht alle Kreditgeber das Übernahmeangebot unterstützten.Flight International: US Airways withdraws bid for Delta due to failure to secure creditors’ backing
Ab Dezember 2009 wurde in die A330-Flotte eine neue Business Class namens Envoy Suite eingebaut. Anfang 2012 erfolgte ein Slot-Tausch mit Delta Air Lines. Dabei gab US Airways Slots am LaGuardia Airport an diese ab und erhielt dafür Slots in Washington-Reagan.
Fusion mit American Airlines und Auflösung Im Februar 2013 gaben die Muttergesellschaft der American Airlines und der US Airways (US Airways Group und AMR Corporation) bekannt, sich unter der Muttergesellschaft American Airlines Group zur weltgrößten Fluggesellschaft American Airlines zusammenzuschließen und den Markennamen US Airways aufzugeben.American Airlines and US Airways To Create A Premier Global Carrier, US Airways.com, 14. Februar 2013.American Airlines und US Airways dürfen fusionieren, handelsblatt.com, 28. März 2013. Zwischenzeitlich wurde die Fusion durch eine Wettbewerbsklage der US-Kartellbehörden blockiert, im November 2013 einigte man sich und genehmigte den Zusammenschluss.
US Airways beendete ihre Mitgliedschaft in der Luftfahrtallianz Star Alliance am 30. März 2014., newamericanarriving.com Für eine Übergangszeit bis zu ihrer Auflösung Ende 2015 war US Airways, wie American Airlines bereits zuvor, mit dem Luftfahrtverbund Oneworld assoziiert.
Am 8. April 2015 erhielten American Airlines und US Airways ihre gemeinsame Betriebslizenz, nachdem zahlreiche Betriebsabläufe vereinheitlicht wurden. Alle Flüge werden nun mit dem Rufzeichen American durchgeführt.aero.de – American und US Airways erhalten einheitliche Betriebsgenehmigung 10. April 2015. Im Juli 2015 wurde bekannt, dass American Airlines die Marke US Airways zum 17. Oktober 2015 vom Markt nehmen werde und von da an alle Flüge als American Airlines vermarktet würden. (englisch) 10. Juli 2015. Bis zum 16. Oktober 2015 gab es noch Flüge unter dem Namen US Airways, die aber bereits von American Airlines, deren Namen die fusionierte Fluggesellschaft fortführt, durchgeführt wurden.FAQ: General questions, US Airways.com, abgerufen am 11. Januar 2014. US Airways war von 2004 bis 2014 Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance und gehörte in der Folge bis zu ihrer Auflösung zu Oneworld.
Flugziele US Airways unterhielt Drehkreuze in Philadelphia, Charlotte und Phoenix sowie kleinere Drehkreuze in Las Vegas, Washington-Reagan und Pittsburgh. Das Streckennetz umfasste vor allem den Süden und Osten der USA sowie Europa und die Karibik.
US Airways bediente auf insgesamt vier Routen drei Ziele in Deutschland und der Schweiz:
von Philadelphia nach Frankfurt, München und Zürich von Charlotte nach Frankfurt
Flotte Flotte bis 2015 mini|N205UW Boeing 757 der US Airways mini|Ein Airbus A319-100 der US Airways mini|Eine Boeing 767-200ER der US Airways
Mit Stand Juli 2015 bestand die Flotte der US Airways aus 337 FlugzeugenCh-aviation: Fleet (englisch), abgerufen am 17. Januar 2015. mit einem Durchschnittsalter von 11,4 Jahren:Fleet age US Airways, Airfleets.net, abgerufen am 17. Januar 2015.
Flugzeugtyp aktiv bestelltOrdners & delivieres, Airbus.com (englisch), abgerufen am 18. August 2013.Anmerkungen SitzplätzeFirst oder Envoy/Economy Airbus A319-100 93Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines 124 (12/112) Airbus A320-200 55Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines 150 (12/138) Airbus A321-200 121 9121 im Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines; 9 bestellte; Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines 183 (16/167) Airbus A330-200 15Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines 258 (20/238) Airbus A330-300 9Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines 296 (28/268) Airbus A350-900 22 Auslieferung offen Voraussichtlicher Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines; Bestellung unklar – offen – Boeing 757-200 24 19 mit Winglets; Marktauftritt als American Airlines und betrieben durch American Airlines 176 (12/164) Embraer 190 20Marktauftritt als American Airlines und American Eagle; betrieben durch American Airlines und American Eagle 99 (11/88) Gesamt 337 31
US Airways hatte die größte Airbus-Flotte der Welt. Viele Flugzeuge waren mit Internetanschluss vom Anbieter Gogo Inflight Internet ausgestattet, um Internet während des Fluges nutzen zu können.Gogoair.com , abgerufen am 4. Januar 2014.
mini|Nord 262, Allegheny Airlines
Zahlreiche Flugzeuge des Typs Airbus A319 waren in den Farben der übernommenen Fluggesellschaften bemalt: Pacific Southwest Airlines, Piedmont Airlines, America West und Allegheny Airlines, wobei die Schriftzüge durch „US Airways“ ersetzt wurden.
Zuvor eingesetzte Flugzeuge US Airways und die Vorgängergesellschaften betrieben Flugzeuge der Muster:Ulrich Klee und Frank Bucher u. a.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007.Ulrich Klee und Frank Bucher u. a.: jp airline-fleets international. Sutton, UK 2008 bis 2013.
mini|BAC 1-11, Allegheny Airlines
BAC 111-200 Boeing 727-100 und -200 Boeing 737-200 Boeing 737-300 Boeing 767-200 Convair CV-340 Convair CV-580 Douglas DC-3 Douglas DC-9 Fairchild F-27 Fokker F28-1000 und -4000 Fokker 100 McDonnell Douglas DC-9-80 (MD-80) Mohawk 298 (Nord 262) und Nord 262
US Airways Express mini|Piedmont Airlines De Havilland Canada DHC-8 in US-Airways-Express-Bemalung mini|Mesa Airlines Bombardier CRJ900 in US-Airways-Express-Bemalung
Unter dem Namen US Airways Express betrieben ab 1990 (anfangs noch als USAir Express) mehrere Fluggesellschaften Regional- und Zubringerflüge in Außenauftritt und Auftrag der US Airways. Zuvor waren die Zubringerfluggesellschaften – wie etwa Piedmont Airlines ab 1987 oder deren Vorgängergesellschaft Henson Airlines für die Vorgängerin von USAir, Allegheny Airlines, ab 1967 – für USAir ausschließlich unter ihrem eigenen Namen aufgetreten. Unter dem Namen Allegheny Commuter hatte es allerdings seit 1969 von anderen Fluggesellschaften durchgeführte Zubringerflüge gegeben. Seit der Fusion mit American Airlines werden die Flüge unter dem Namen American Eagle geführt.