Hanns Matula (* 6. Dezember 1923 in Wien; † 8. Juli 1987 ebenda) war ein österreichischer Kameramann.
Matula begann seine Laufbahn beim Film nach Kriegsende als Aufnahmeleiter und Schnittmeister. 1950 wurde er Kameraassistent bei Hans Heinz Theyer, eine Funktion, die er etwa ein Jahrzehnt ausübte.
Bei dem Dokumentarfilm Unsterblicher Mozart gab er sein Debüt als einer von mehreren der verantwortlichen Kameraleute, doch erst nach Theyers Tod 1961 stieg er zum Standard-Kameramann des österreichischen Regisseurs Franz Antel auf. Während der 1960er und 1970er Jahre stand er bei zahlreichen Filmkomödien Antels und anderer Regisseure hinter der Kamera, darunter auch bei mehreren Sexfilmen. Die in den DEFA-Studios entstandene ambitionierte, aber erfolglose Biografie Antels über Johann Strauss, Johann Strauß – Der König ohne Krone (1986) wurde zugleich Matulas letzter Film. Er wurde am Neustifter Friedhof bestattet.
Filmografie 1947: Die Glücksmühle (nur Schnitt) 1947: Die vertauschten Ehemänner (Wer küßt wen? / nur Schnitt) 1948: Der Leberfleck (nur Schnitt) 1949: Dr. Rosin (nur Schnitt) 1949: Märchen vom Glück (nur Schnitt) 1954: Unsterblicher Mozart (Dokumentarfilm) 1955: Spionage 1955: Ja, so ist das mit der Liebe (Ehesanatorium) 1956: Roter Mohn 1956: Liebe, Schnee und Sonnenschein (zweite Kamera) 1957: Heimweh … dort, wo die Blumen blühn 1958: Skikanonen (Kurz-Dokumentarfilm) 1961: Im schwarzen Rößl 1962: Drei Liebesbriefe aus Tirol 1962: Tanze mit mir in den Morgen 1962: … und ewig knallen die Räuber 1962: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett 1962: Das ist die Liebe der Matrosen 1963: Mit besten Empfehlungen 1963: Sing, aber spiel nicht mit mir 1963: Im singenden Rößl am Königssee 1964: Rote Lippen soll man küssen (Die ganze Welt ist himmelblau) 1964: Heiß weht der Wind 1964: Das hab ich von Papa gelernt 1967: Heubodengeflüster 1967: Mittsommernacht 1968: Andrea – wie ein Blatt auf nackter Haut 1968: Otto ist auf Frauen scharf 1968: Frau Wirtin hat auch einen Grafen 1969: Liebe durch die Hintertür 1969: Warum hab’ ich bloß 2x ja gesagt? 1969: Frau Wirtin hat auch eine Nichte 1970: Von Haut zu Haut 1970: Musik, Musik – da wackelt die Penne 1970: Frau Wirtin bläst auch gern Trompete 1970: Frau Wirtin treibt es jetzt noch toller 1971: Einer spinnt immer 1971: Mein Vater, der Affe und ich 1972: Sie nannten ihn Krambambuli 1972: Die lustigen Vier von der Tankstelle 1972: Massagesalon der jungen Mädchen 1972: Komm, Zigan 1972: Briefe von gestern 1973: Das Wandern ist Herrn Müllers Lust 1973: Junge Mädchen mögen’s heiß, Hausfrauen noch heißer 1973: Oktoberfest! Da kann man fest… 1975: Kim & Co. (TV-Serie) 1976: Die Wölfin vom Teufelsmoor 1977: Casanova & Co. 1980: Ringstraßenpalais (Serie) 1982: Ein dicker Hund 1986: Johann Strauß – Der König ohne Krone
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3.
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Einzelnachweise
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