miniatur|Mary Kid (Fotografie von Alexander Binder) Mary Kid (* 8. August 1904 als Agnes Erna Gertrud Keul in Berlin; † 29. Oktober 1986 in Hamburg) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben mini|hochkant=0.6|links|Medaillon im Garten der Frauen Die Tochter des Arbeiters Bernhard Keul und seiner Frau Agnes, geb. Hilbrecht,Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin X c, Nr. 1487/1904 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). hatte Schauspielunterricht in Hamburg genommen, wurde aber, bevor sie eine Theaterlaufbahn einschlagen konnte, von dem österreichischen Produzenten Sascha Graf Kolowrat nach Wien verpflichtet und dort unter dem Künstlernamen Mary Kid zum Star aufgebaut.

1924 kehrte sie nach Deutschland zurück und versuchte in Berlin, ihre Filmkarriere fortzusetzen. Vier Jahre später ging sie wieder nach Österreich und blieb dort bis zum Anbruch des Tonfilm-Zeitalters.

Die in Italien entstandenen Filme Kennst du das Land und Rubacuori waren ihre einzigen Auftritte im Tonfilm.

1934 stand sie letztmals vor der Kamera, als sie in Wien unter der Regie von Heinz Hanus Testaufnahmen für ein neues Farbfilmverfahren machte.

Ab 1955 war Mary Kid in Hamburg mit dem Theaterleiter Werner Jaeger verheiratet. Sie starb 1986 im Israelitischen Krankenhaus HamburgStaatsarchiv Hamburg, Sterberegister Standesamt Hamburg-Nord, Nr. 3608/1986 (vgl. Generalregister für Sterbefälle von 1984 bis 1988; PDF; 5,6 MB). und wurde im anonymen Urnenhain bei Kapelle 8 auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Im dortigen Garten der Frauen wurde zum Gedenken ein Medaillon an der Erinnerungssäule angebracht.

Filmografie 1923: Die Lawine 1923: Namenlos 1923: Wenn du noch eine Mutter hast 1924: Harun al Raschid 1924: Lumpen und Seide 1925: Vorderhaus und Hinterhaus 1925: Sumpf und Moral 1925: Eifersucht 1925: Halbseide 1925: Der Bastard 1925: Liebe und Trompetenblasen 1926: Die Ehre 1926: Zirkus Renz 1926: Das Gasthaus zur Ehe 1926: Mädchenhandel – Eine internationale Gefahr 1926: Wir sind vom K. u. K. Infanterie-Regiment 1926: Heimliche Sünder 1926: Gauner im Frack 1927: Der falsche Prinz 1927: Die Tochter des Kunstreiters 1927: Ich war zu Heidelberg Student 1927: Das brennende Schiff 1927: Die Geliebte seiner Hoheit 1927: Lützows wilde verwegene Jagd 1928: Kaiserjäger 1928: Die beiden Seehunde 1928: Die Lamplgasse 1928: Die Pflicht zu schweigen 1928: Dornenweg einer Fürstin 1928: Andere Frauen 1928: Schmutziges Geld 1928: Tagebuch einer Kokotte 1929: Die Herrin und ihr Knecht 1929: Die verschwundene Frau 1929: Der Leutnant Ihrer Majestät 1929: Die süße Yvonne 1929: General Babka 1929: Der Onkel aus Sumatra 1930: Ratten der Großstadt 1930: Eine Dirne ist ermordet worden 1931: Kennst Du das Land (deutsche Version von Terra madre) 1931: Rubacuori

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 4: H – L. Botho Höfer – Richard Lester. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 373 f. Ernst Dirk Holsiepe: Mary Kid – Schauspielerin. In: Hans-Michael Bock (Hrsg.): CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film. Lieferung 53, edition text + kritik, München 2013.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin) Kategorie:Geehrte des Projekts Garten der Frauen Kategorie:Pseudonym Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1986 Kategorie:Frau